Hinter der Momentum-Strategie steht die Beobachtung, dass Aufwärtstrends bei Aktien oft aus längeren Seitwärtsbewegungen und kürzeren Aufschwungphasen bestehen. Der Momentum-Investor versucht, die Seitwärtsbewegungen möglichst auszusparen und die Phasen der Kursgewinne mitzunehmen. Dabei profitiert er auch von der Tatsache, dass einmal eingeschlagene Kurstrends mit höherer Wahrscheinlichkeit andauern, als dass sie enden.
Der Momentum-Investor kauft also vor allem Aktien, von denen er in Kürze einen beschleunigten Anstieg erwartet. Als Hilfsmittel dienen ihm dabei vorwiegend technische Kriterien, allen voran der Momentum-Indikator. Dieser zeigt an, wann sich der Kursanstieg einer Aktie beschleunigt. Integraler Bestandteil dieser Strategie ist auch der Einsatz so genannter Stop-Loss-Marken. Diese Verkaufslimits werden ausgelöst, sobald eine Aktie ein bestimmtes Kursniveau unterhalb des bisherigen Kurses erreicht. Damit versucht der Momentum-Anleger, seine Verluste zu begrenzen, falls eine Aufschwungphase unerwartet endet.
Die Momentum Strategie wird auch im Bereich Devisen, also Fremdwährungen angewendet. Hier ist sogar ein ETF verfügbar:
Der Index soll eine Strategie abbilden, bei der 1-Monats-Terminkontrakte auf drei G10-Währungen, die im vorangegangenen 12-Monats-Zeitraum gegenüber dem US-Dollar den größten Wertzuwachs verzeichnet haben, gekauft und 1-Monats-Terminkontrakte auf drei G10-Währungen, die im vorangegangenen 12-Monats-Zeitraum gegenüber dem US-Dollar den größten Wertverlust verzeichnet haben, verkauft werden, wie durch die Kassawechselkurse für diese Währungen gegenüber dem US-Dollar bestimmt. Hier geht es zum Factsheet des db x-trackers Currency Momentum ETF