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Anlagestrategien Mittwoch, 11. November 2009 Drucken E-Mail
Die Core-Satellite-Strategie

Der große Hauptanteil (Kern- bzw. Core-Investment) des zu investierenden Kapitals wird breit diversifiziert, so zum Beispiel in den STOXX 600. Dieser ist ein nach der Marktkapitalisierung der enthaltenen 600 Unternehmen gewichtender Index und enthält die größten Unternehmen aus 17 europäischen Ländern, bietet also eine sehr breite Diversifizierung. Daneben werden kleinere Teile des Kapitals ("die Satelliten") in Anlagen mit höheren und teilweise sogar sehr hohen Risiken investiert. Vorstellbar ist hier beispielsweise eine Beimischung eines BRIC ETFs oder einzelner Schwellenland ETFs. Je höher der Anteil der Satelliten, desto risikoreicher ist das Gesamtinvestment.

Mit dem Core-Satellite Ansatz wird häufig auch eine Mischung zwischen aktiver und passiver Anlagestrategie beschrieben. So kann ein Indexfonds (ETF) auch "aktive" Elemente enthalten. Dabei soll der größte Teil des Kapitals - der Kern oder Core - nach wie vor in breit diversifizierte Anlagemärkte investiert werden. Damit wird das Risiko reduziert und eine Stabilität zum Vergleichsindex hergestellt.

Mit dem kleineren Teil des Portfolios, den so genannten Satelliten wird nun "aktiv" versucht, über den Kernbereich des Portfolios hinaus zusätzliche Erträge zu erzielen. Für den aktiv verwalteten Teil fällt dann eine Managementgebühr an. Die Kombination von reiner passiver Vermögensanlage auf der einen Seite und aktiven Fonds-Management auf der anderen Seite bedeutet aber auch, dass die reine passive Vermögensanlage verlassen wird.



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