Der ETF-Sparplanmarkt ist weiter in Bewegung. Nachdem die ING-Diba und die comdirect das Angebot kürzlich überarbeitet haben setzt nun die DAB bank nach. Durch eine Kooperation mit db x-trackers können Kunden der Münchner Direktbank künftig alle db x-tracker ETFs und ausgewählte ETCs ohne Transaktionskosten besparen. Das Angebot ist langfristig ausgelegt. Zudem steigt das Angebot an sparplänfähigen ETFs bei der DAB Bank auf nun 148 ETFs und 7 ETCs an. Markus Jordan, Herausgeber des EXtra-Magazin spricht mit Niki Bat, DAB bank und Thorsten Michalik, db x-trackers über das neue Angebot.
Bat: Wir positionieren uns mit dieser Kooperation einmal mehr als DIE Bank für ETF-Sparpläne in Deutschland, nach unserem aktuellen Werbekampagne „Kommen Sie zum Ersten und Besten". Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden das Angebot kostenloser ETF-Sparpläne nutzen werden und dass wir damit auch neue Kunden für die DAB bank überzeugen können. Schließlich schaffen wir nicht nur die günstigste Möglichkeit, mittels ETFs langfristig ein Vermögen aufzubauen. Wir haben darüber hinaus auch das breiteste Angebot - 148 ETF- und 7 ETC-Sparpläne. Da ist für jede Anlagestrategie und damit jedes Kundenbedürfnis etwas dabei.
Michalik: Sparpläne sind ein ideales Einsteigerprodukt, mit denen Anleger erstmals mit Anlageprodukten in Berührung kommen. Daher war es schade, dass sich ETF-Sparpläne noch nicht flächendeckend durchsetzen konnten. Durch die neue Kooperation können nun Anleger früh Erfahrungen mit ETFs oder ETCs sammeln, gerade auch mit verschiedenen Anlageklassen. Jetzt können sich Anleger erstmals mit kleinen Beiträgen und sehr geringen Kosten zum Beispiel an Gold, Währungen oder Schwellenländeraktien beteiligen. Ich halte das für einen sehr wichtigen Schritt für die Entwicklung der Anlegerkultur in Deutschland.
Bat: Schön, dass Sie sich um die DAB bank sorgen. Aber dazu besteht kein Grund: Unser Vertrag sieht vor, dass db x-trackers eine Kompensation für unsere Einnahmenausfälle beisteuert. Am Ende werden wir beide - allein schon durch die steigenden Volumina - profitieren. Den größten Vorteil hat aber in jedem Fall der Privatanleger. Und Kundenzufriedenheit steht bei uns an erster Stelle.
Michalik: Die Zusammenarbeit musste aus rechtlichen Gründen formal beschränkt werden, und zwar auf fünf Jahre. Aber bei einem erfolgreichen Verlauf ist es sehr wahrscheinlich, dass die Vereinbarung noch weiter verlängert wird. Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass es in wenigen Jahren zum Standard gehört, ETF-Sparpläne ohne Gebühren anzubieten. Auch aus diesem Grund ist es schwer vorstellbar, das Angebot wieder zurück zu ziehen.
Michalik: Ich war immer überzeugt, dass der Durchbruch gelingen wird. Privatanleger sind ja bereits stark in ETFs investiert, ohne dass sie es merken, zum Beispiel über ihre Pensionskasse, ihre Lebensversicherung oder ihren Dachfonds. Es fehlte noch der letzte Schritt, dass Privatanleger ETFs als ganz normale Alternative für ihren eigenen Vermögensaufbau sehen. Die Variabilität, die ETFs und ETCs bieten, zusammen mit den konkurrenzlos günstigen Konditionen und dem sicheren gesetzlichen Rahmen, macht börsengehandelte Indexprodukte ideal für Privatanleger.
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