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Trendfolgekonzept – aktives Risikomanagement bei ETFs

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Jörg Bohn
Vorstand und Chefstratege
der ARTUS DIRECT INVEST AG

Passive Anlageformen wie ETFs zeigen zum Teil erstaunliche Ergebnisse, wenn sie aktiv gemanagt werden. Ein spezielles Analyseverfahren, das die Kursentwicklung bestimmter Aktienkörbe genau bestimmt, zeigt, wie gerade das rechtzeitige Vermeiden von Verlusten letztlich zu Mehrerträgen führt.

Wenn der Düsseldorfer Vermögensverwalter Artus Direct Invest mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre einen Branchen- ETF auf den Sektor Retail (Einzelhandel) aus dem Gesamtindex DJ Stoxx 600 empfiehlt, so mag das im ersten Moment erstaunen. War doch die Nachrichtenlage geprägt von Klagen des Einzelhandels über die allgemeine Kaufzurückhaltung. Bei genauerem Hinsehen jedoch wird deutlich, dass für den Anleger beachtliche Erträge zu erzielen waren. Entsprechend positiv ist die Erwartungshaltung.

Trends weisen den Weg

Voraussetzung ist allerdings nicht nur ein gut zusammengestellter Aktienkorb, sondern vor allem eine geschickte Strategie. „Aktives Risikomanagement nach dem Trendfolgekonzept", nennt es Artus-Vorstandsmitglied Jörg Bohn und verweist auf einen Analyse- Chart: „Bei konsequenter Umsetzung unseres Verfahrens hätten wir hier in den letzten vier Jahren 90 Prozent gemacht. Beim herkömmlichen buy and hold wären es gerade mal zwei Prozent gewesen."

Abwärtstrends vermeiden

Zentraler Ansatz der Vorgehensweise ist der zeitige Ausstieg bei Abwärtsphasen. Die Wertpapiere werden verkauft und das Geld wird sicher angelegt. „Wenn die Kurse steigen, sind wir sofort wieder dabei", sagt Bohn. Das Rezept ist nicht das Aufspüren von Superaktien, sondern das Vermeiden von Verlusten. „Wer weniger verliert, kann mehr gewinnen", so Bohn weiter. Basis für dieses Trendfolgekonzept ist ein eigens entwickeltes Computerprogramm, mit dem sich Trends in den Preisbewegungen eindeutig erkennen und analysieren lassen. Es berechnet exakt die Signalkurse. Werden diese überschritten, wird der Beginn eines neuen Aufwärtstrends angezeigt und umgekehrt. Entsprechend funktioniert dann das aktive Management. Dabei werden die Stabilitätskennziffern wie Stabilitätsrating und Outperformance- Rating in die Bewertung miteinbezogen. Bohn betont, dass das Modell prognosefrei ist. „Wir gehen mathematisch vor und schauen uns an, wie sich welche Werte entwickelt haben. So kann ich mir auch aus dem Universum verschiedener Subindizes diejenigen zeigen lassen, die in den letzten vier Jahren eine Outperformance hatten." In Bezug auf die Erwartungshaltung sagt er: „Wenn es gut gelaufen ist, liegen die positiven Eintrittschancen bei 70 bis 80 Prozent."

ARTUS DIRECT Switching-Strategie

Das Trendfolgesystem von Artus idendifiziert Auf- und Abwärtstrends. Die Signale werden dann mittels ETFs in den Kundendepots un den gemanagten Investmentfonds umgesetzt.

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