Mit zertifizierten Riester-Produkten erhalten Anleger üppige staatliche Zulagen. Beachtliche Kostenvorteile bietet die ETF Riester Rente.
Eine zusätzliche private Altersvorsorge ist wichtig. Deshalb haben in diesem Jahr bereits mehr als eine Million Deutsche eine Riester Versicherung abgeschlossen. Schade nur, dass die meisten Tarife völlig überteuert sind. Gerade bei den beliebten fondsgebundenen Policen fallen schon mal Kosten für Versicherungsmantel und Zielfonds von jährlich drei Prozent und mehr an. Die garantierte Rückzahlung der eingezahlten Beiträge und der Zulagen lassen sich die Anbieter gut bezahlen.
Es gibt aber auch günstigere Alternativen, die allerdings nur über Honorarberater bezogen werden können. Ein Beispiel dafür ist die ETF Riester Rente. Sie zeichnet sich durch günstige laufende Versicherungskosten aus. Denn dem Vertriebsmitarbeiter werden während der Laufzeit keine laufenden Provisionen bezahlt. Zusätzlich sparen die Anleger an den günstigen Fondskosten der Exchange Traded Funds. Die TER (Total Expensio Ratio) der meisten ETFs liegt um die 0,30 Prozent. Bei diesen Kosten kann eine günstige Riester ETF Police gegenüber klassischen fondsgebundenen Policen klar punkten. Bei den aktiv gemanagten Fonds fallen schon mal Kosten von mehr als 1,50 Prozent pro Jahr an. Über die lange Laufzeit der Vorsorgeprodukte kommen dabei stattliche Summen zusammen.
Auch für den ETF Riester Rente gelten die gleichen jährlichen Förderzulagen. Als Grundzulage wird ein Betrag von 154 Euro und eine Kinder-Zulage von 185 Euro, beziehungsweise für alle ab 2008 Geborenen 300 Euro gezahlt. Ein Ehepaar mit zwei Kindern erhält so eine Gesamtförderung von 678 Euro pro Jahr. Spart die Familie dann den geförderten Maximalbeitrag von 2100 Euro beträgt die Förderquote etwa 32 Prozent. Je nach Einkommen ist eine weitere Steuerersparnis möglich Der klassische kinderlose „Single“ erhält neben der jährlichen Grundzulage von 154 Euro zudem eine einkommensabhängige Steuerersparnis. So beträgt der Steuervorteil bei einem Bruttoeinkommen von 50.000 Euro etwa 672 Euro. Bezogen auf die maximal geförderte Sparleistung von 2100 Euro beträgt die Gesamtförderung dann etwa 41 Prozent.
Aufgrund der unterschiedlichen Vertragskonditionen und Gebührenmodelle sollte je der Riester-Renten-Inhaber seinen Vertrag überprüfen. Weist der Vertrag zu hohe laufende Gebühren auf, kann ein Wechsel lohnen. Der Gesetzgeber hat diesen Wechsel des Anbieters ausdrücklich vorgesehen. Je nach Kündigungsfrist des alten Anbieters, sollte ein Wechsel nicht mehr als 150 Euro kosten. Der Anleger schließt dann einen neuen Vertrag ab, teilt die Versicherungsnummer dem alten Anbieter mit. Dieser überträgt dann das Guthaben auf den neuen Vertrag.
Der Kostenvorteil der ETF Riester Rente ist erstaunlich. Bei einer jährlichen Kostenquote von nur 1,44 Prozent bietet die ETF Riester Rente bei einer angenommenen jährlichen Bruttorendite von 6 Prozent (vor allen Kosten) eine Ablaufleistung von 177.532 Euro. Eine vergleichbare fondsgebundene Riester-Police des Marktführers bietet eine um knapp 46.000 Euro geringere Ablaufleistung. Dies liegt ausschließlich an den laufenden Kosten des Angebots. Fazit: Die Riester Rente kombiniert die staatliche Förderung mit den Kostenvorteilen der Exchange Traded Funds. So kann langfristig ein großes Vermögen aufgebaut werden.