Pensionskassen, Stiftungen und andere Institutionelle Investoren sind auf regelmäßige Ausschüttungen in einer bestimmten Höhe angewiesen, die jedoch derzeit schwer zu erwirtschaften sind. Thorsten Michalik, Leiter des ETF-Geschäfts der Deutschen Bank, erläutert, wie die neuen db x-trackers II iBoxx € Sovereigns Eurozone TR Index ETF 4 % und db x-trackers iBoxx € Germany TR Index ETF 4 % diesen Investoren helfen können.
Michalik: Für Investoren, die auf feste Ausschüttungen angewiesen sind, wie zum Beispiel Stiftungen, Versicherungen oder Pensionskassen. Meist werden dort festverzinsliche Wertpapiere für eine solche Investmentstrategie genutzt. Allerdings leiden diese Investoren besonders unter den aktuellen Bedingungen an den Kapitalmärkten.
Michalik: Nicht nur. Auch die Schwankungen haben deutlich zugenommen, die Renditen von Staatsanleihen haben, abhängig vom Emittenten und der Laufzeit, im vergangenen Jahr relativ stark geschwankt. Dadurch war es oft schwierig, eine regelmäßige hohe Ausschüttung zu gewährleisten.
Michalik: Investoren, die Ausschüttungen für einen festen Zweck benötigen, spielen in Deutschland eine große Rolle. Nehmen Sie das Beispiel Betriebsrenten. Die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge betrugen im Jahr 2009 rund 22 Milliarden Euro, dazu kommen zehn Milliarden Euro aus der Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst. Die rund 18 000 Stiftungen in Deutschland zahlen rund 16 Milliarden Euro im Jahr für satzungsgemäße Zwecke aus.
Michalik: Wie sicherlich alle wissen, sind unsere Renten-ETFs transparent aufgebaut. Der ETF investiert in eine Auswahl an Anleihen, die eng angelehnt ist an die Zusammensetzung des Index, dessen Entwicklung der ETF verfolgt. Beim db x-trackers II iBoxx € Sovereigns Eurozone TR Index ETF 4 % sind dies Anleihen von Euro-Mitgliedsstaaten, die ein Investmentgrade-Rating der großen Rating-Agenturen besitzen. Beim db x-trackers iBoxx € Germany TR Index ETF 4 % sind es ausschließlich Bundeswertpapiere. Die Ausschüttungen dieser Anleihen im ETF-Portfolio stehen für Ausschüttungen zur Verfügung, es handelt sich daher um ordentliche Kapitalerträge.
Michalik: In diesem Fall wird der Investment Manager nach festen Regeln Teile des Anleihenportfolios verkaufen, um die Ausschüttung von vier Prozent bezogen auf den Fondsanteilswert zu erreichen.
Michalik: Ja, das ist richtig. Zusammenfassend gibt es also zwei Vorgehensweisen, abhängig vom Zinsniveau: Betragen die Zinssätze der Anleihen im Portfolio mehr als vier Prozent, erfolgt die Ausschüttung aus den Zinserträgen. Liegen die Zinssätze darunter, werden Teile des Anleihenbestandes veräußert.
Michalik: Die neuen Produkte kann man wie jeden db x-trackers ETF entweder über die Börse kaufen, oder direkt bei der Deutschen Bank. Die Gebühren betragen 0,15 Prozent p.a.