Die Indexplattform S-BOX (jetzt: Solactive) hat sich unter anderem durch ihre Spezialisierung auf Randthemen und Nischen einen Namen gemacht. Steffen Scheuble, Vorstand der Structured Solutions AG, sieht noch eine ganze Reihe an Themen, die bislang nicht durch einen Index abgedeckt sind. Die Structured Solutions AG hat die Indexplattform S-BOX komplett übernommen und führt sie unter dem Namen Solactive weiter.
Die Ziele haben sich eigentlich nicht geändert: Wir wollen weiterhin der schnelle, flexible Indexanbieter sein, der wir schon seit dem Start der gemeinsamen Aktivitäten sind. Dabei wollen wir uns vor allem darauf fokussieren, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern interessante Investmenttrends, -regionen und -strategien identifizieren und in investierbare Indexlösungen umsetzen. Daneben wollen wir die Internationalisierung weiter vorantreiben. Nachdem wir mit Amerika im wichtigsten ETF-Markt positioniert sind, möchten wir in den kommenden Monaten auch in Asien wachsen.
Als kleiner Anbieter haben wir einige Vorteile: Unsere Kunden kennen ihre jeweiligen Ansprechpartner und können somit schnell agieren. Auch in Punkto Flexibilität punkten wir: Da wir einen eindeutigen Fokus auf den Bereich Customized Indizes legen, können wir unseren Kunden in wenigen Tagen von der Konzeptentwicklung bis zum tatsächlichen Indexstart einen Rundumservice bieten.
Das Land ist gerade in einer extrem schwierigen Situation, insbesondere reputationstechnisch. Dabei sehen die Bewertungen attraktiv aus. Und durch die für Emerging Markets typische Bevölkerungsstruktur dürfte künftig überdurchschnittliches Wachstum zu sehen sein. Allerdings hat die Fiskalpolitik mit der Einführung der Capital Gains Tax dafür gesorgt, dass kurzfristig kaum frisches Geld aus dem Ausland zufließen dürfte.
Grundsätzlich hat jeder Index seine Daseinsberechtigung, sofern er seinen zu Grunde liegenden Markt adäquat abbildet. Und da gibt es noch eine ganze Reihe an Themen, die nach wie vor nicht abgedeckt sind. Kritisch sehe ich nur Indizes, in denen nicht das drin ist, was außen draufsteht. Und genau da muss die Branche aufpassen. Denn dann liefern Indizes nicht mehr den Mehrwert, für den sie bekannt sind.
Gar nicht so viele - es sollte eine ausreichende Anzahl an Wertpapieren vorhanden sein, die diesen Markt abbilden. Und diese Werte sollten auch halbwegs vernünftig zu handeln sein, sonst wird kein Emittent darauf Produkte lancieren. Denn wenn die Werte zu klein sind, werden Anleger bei den Anpassungen benachteiligt.
Es gibt noch eine Reihe an Wachstumsmärkten. Der asiatische ETF-Markt ist noch nicht so entwickelt wie der in den USA und Europa. In Amerika werden gerade mehr und mehr Themen mit ETFs umgesetzt - dieser Trend dürfte mittelfristig auch nach Europa kommen. Und last but not least denke ich, dass die Grenzkosten für einen neuen ETF sinken werden, womit sich auch Randthemen durch ETFs abbilden lassen. Und genau das ist unser Markt.
Der Rare Earth Index bildet die Wertentwicklung von sechs Unternehmen ab, die Seltene Erden fördern oder zukünftig fördern werden. Gegenwärtig gibt es leider noch nicht mehr Aktien. Dies wird sich aber sicher ändern. Und da Seltene Erden für viele Hochtechnologien benötigt werden, dürfte die Nachfrage nach diesen Metallen weiter steigen. Übrigens: In der Schweiz gibt es bereits das erste Produkt auf diesen Index.
Dieser Artikel wurde der Analysis Kompakt Nr. 07 von Scope entnommen.