Valérie Baudson
Managing Director von Amundi ETF
Der Markteintritt von Amundi ETF war sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa sehr erfolgreich. Im ersten Quartal 2010 konnten wir unsere Assets um eine Milliarde auf 4,3 Milliarden Euro steigern. Allein im März hatten wir Zuflüsse von 260 Millionen Euro. Ein wichtiger Meilenstein war dabei das Listing von insgesamt 58 ETFs an der Deutschen Börse. Deutschland ist ein äußerst kompetitiver und wichtiger Markt für uns, für den wir eine hohe Dynamik erwarten.
Zunächst wollen wir die Zahl der an der Deutschen Börse handelbaren ETFs auf mehr als 70 ausweiten. Unser Ziel ist, Anlegern in Deutschland eine umfassende und attraktive Produktpalette anzubieten. Außerdem ist uns ein kundenfreundlicher Service wichtig. Daher wollen wir weiter in die Kundenbetreuung investieren und unser Sales-Team vervollständigen.
Ja, auch dieser ETF hat gutes Interesse seit Börseneinführung gesehen. Besonders hervorheben möchte ich darüber hinaus unsere Short-Fixed-Income Palette, die seit ihrer Auflegung im Januar auf große Nachfrage gestoßen ist. So konnten wir in wenigen Wochen mehr als 200 Millionen Euro an Zuflüssen generieren. Ebenfalls auf großes Interesse sind die weltweiten ETFs mit regionalen Ausschlüssen, wie zum Beispiel der MSCI ex EMU, gestoßen. Diese ETFs erlauben es Anlegern, die ihren „Heimatmarkt" selbst managen, mit einem ETF den Rest der Welt einfach und kostengünstig abzudecken.
Bei Amundi ETF stehen drei Aspekte im Vordergrund. Erstens äußerst wettbewerbsfähige Konditionen, sprich Management- Gebühren, und - was vielfach zu wenig beachtet wird - enge Spreads; zweitens ETF-Innovationen und drittens eine hohe Produktqualität. In puncto Konditionen sind unsere Management-Gebühren rund 20 Prozent günstiger als der Durchschnitt vergleichbarer Produkte. Hintergrund ist, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette in-house abdecken können und so Kostenvorteile realisieren.
Die Amundi-ETFs haben durch den Einsatz von Total Return Swaps eine sehr günstige Gesamtkostenbelastung und folgen ihrem zugrunde liegenden Index mit einer sehr geringen Abweichung. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Kontrahentenrisiko bei maximal zehn Prozent liegt und dem Investor bekannt ist. Mit Crédit Agricole und Société Générale haben wir dabei zwei finanzstarke Banken mit soliden Ratings als Kontrahenten. Durch die geeignete Emittentenauswahl kann der Investor bei Swap-basierten ETFs das Kontrahentenrisiko zudem selbst bestimmen. Last, but not least ermöglicht es diese Replikationsvariante, auch anspruchsvolle Anlegerwünsche, wie z. B. ETFs auf Short und Leveraged-Indizes, zu erfüllen.
Hervorzuheben ist unter anderem der Amundi ETF DJ EURP STOXX 50, der 2009 eine Nettoperformance von 25,92 Prozent gegenüber 25,65 Prozent des Total-Return- Index erzielte. Auch auf das Pricing dieses ETFs, das an der Börse bei 7,29 Basispunkten (=0,0729 Prozent) lag, können wir durchaus stolz sein.