| ETF im Fokus | Dienstag, 29. Dezember 2009 |
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| Private-Equity: Warten auf den nächsten Boom |
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Den Investoren brachte das zwar beachtliche Renditen. Die Betriebe jedoch blieben nach Beendigung des Engagements häufig mit geschwächter Kapitalstruktur und hohen Zinsverpflichtungen zurück. Heuschrecken in NotDie Finanzkrise hat zahlreiche Private- Equity-Gesellschaften selbst in eine bedrohliche Notlage gebracht. Laut dem „Global Private Equity Barometer" von Coller Capital könnte jede vierte Private-Equity-Firma vom Markt verschwinden. „Knappes Kapital, langsamere Returns und politische Unwägbarkeiten sind die unmittelbare Zukunft der Branche", fasst Coller Capital das Ergebnis der Umfrage zusammen. Laut dem Datenbankanbieter Preqin beliefen sich die Mittelzuflüsse (Fundraising) im dritten Quartal lediglich auf 38 Milliarden Dollar - das ist der geringste Wert seit Ende 2003. Knappes KapitalMit Blick auf das schwierige Umfeld überrascht es nicht, dass die Aktien von Private-Equity-Firmen wie Blackstone, Kohlberg Kravis Roberts (KKR) oder Carlyle an der Börse schwer unter die Räder gekommen sind. Der von Dow Jones berechnete PRIVEX (Private Equity Index), der die weltweit 25 größten Beteiligungsgesellschaften enthält, verlor bis März 2009 mehr als 80 Prozent an Wert. Mittlerweile zeigt der Trend aber wieder nach oben. Das hat zum einen mit der allgemeinen Markterholung zu tun. Zum anderen ist an den Märkten der Risikoappetit zurückgekehrt. So dürfte es mit Blick auf die historisch niedrigen Zinsen nicht lange dauern, bis die Jagd nach Rendite auch dem Private-Equity-Sektor neues Leben einhaucht.
Neue MarktchancenFür ein Comeback spricht auch, dass durch die Wirtschaftsfl aute eine Neuordnung der Unternehmenslandschaft ansteht, was den Beteiligungsgesellschaften neues Geschäft bescheren könnte. Ein weiterer Punkt: Zahlreiche Firmen sind trotz der sich abzeichnenden Konjunkturerholung immer noch zu Schnäppchenpreisen zu haben und geben somit attraktive Beteiligungsoder Übernahmeziele ab. Schließlich könnten Private-Equity-Gesellschaften auch vom zunehmenden Finanzierungsbedarf mittelständischer Unternehmen profitieren, da die klassischen Geschäftsbanken ihre Kreditvergabe infolge gesunkener Eigenkapitalquoten deutlich eingeschränkt haben. „Heuschrecken"-Revival?Die Krise birgt für die Beteiligungsgesellschaften also auch Chancen. Ob es tatsächlich zu einem Revival kommt, hängt jedoch auch noch von anderen Faktoren ab, etwa von der Stimmung an der Börse. Ebenfalls förderlich wäre eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik durch die Notenbanken. Aufgrund der zahlreichen Fragezeichen sind ETF-basierte Investments auf Private-Equity-Indizes (siehe Tabelle unten ) sicherlich nicht für jedermann geeignet. Es erfordert schon gewissen Mut sowie eine gehörige Portion Zuversicht, um sich in diesem Segment zu positionieren. Geht die Spekulation allerdings auf, winken attraktive Renditen. Ausgewählte Private-Equity ETFsGlobal Listed Private Equity (Powershares, ISIN: IE00B23D8Z06, 1,00 % Kosten p.a.) LPX Major Market Private Equity (db x-trackers, ISIN: LU0322250712, 0,70% Kosten p.a.) LPX50 Private Equity (Lyxor, ISIN: FR0010413518, 0,70% Kosten p.a.) PRIVEX (Lyxor, ISIN: FR0010407197, 0,70% Kosten p.a. ) S&P Listed Private Equity (iShares, ISIN: DE000A0MSAF4, 0,75% Kosten p.a.)
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