ETFs ETF Broker Vergleich – Alle Anbieter im Test

ETF Broker Vergleich – Alle Anbieter im Test

Hohe Gebühren belasten die künftig zu erwartende Rendite – egal, ob man dabei als Anleger in eine Aktie, einen aktiven Investmentfonds oder ETF investiert. Am besten ordert man ETFs daher über einen der zahlreichen Broker und Direktbanken, bei denen die Produkte zu deutlich geringeren Gebühren gehandelt werden können als bei klassischen Filialbanken. Doch das Produktangebot, die Gebühren, der Service und die darüber hinaus gehenden Leistungen unterscheiden sich in unserem ETF Broker Vergleich zum Teil deutlich. Auf den ersten Blick ist es jedoch für den Anleger nicht immer leicht, den für sich geeigneten Anbieter auszusuchen.

Die Redaktion des EXtra-Magazins hat die bekanntesten Anbieter in einem ETF Broker Vergleich bewertet. Die Liste wird regelmäßig um weitere Broker ergänzt. Wir haben für jeden Anbieter einen umfassenden Testbericht erstellt und erläutern darin, wo die Anbieter ihre Stärken und Schwächen haben.

ETF Broker Vergleich: Angebot, Kosten, Service und Leistungen

Unsere Empfehlung

comdirect

Orderkosten*

comdirect Depot

 Hervorragend in den Bereichen Leistungen und Service
 Handel ab 3,90 € für 12 Monate
► Zum Anbieter

Unsere Aktionsempfehlung

flatex

Orderkosten*

flatex Depot

 Aktion: Nur 3,80 Euro pro Order für Neukunden
 Kostenloses Depot
► Zum Anbieter

Nr. Broker
Gebüh­ren
Order­kosten* Besonder­heiten Unsere
Bewer­tung
 
Laden. Bitte warten...

*Ordergebühren ggf. zuzüglich Fremdspesen

ETF-Kauf: Kosten als eines der wichtigsten Kriterien

Wer handelt, muss Transaktionsgebühren bezahlen. Hier gibt es im Grunde zwei Modelle: Variable Kosten oder ein Flat-Preis. Bei einem variablen Modell zahlt ein Anleger pro Order einen Fixbetrag wie 4,95 Euro und zusätzlich noch einen prozentualen Anteil wie 0,25 Prozent am Ordervolumen. Bei einem Flat-Preis werden beispielsweise nur 5,00 Euro pro Order zuzüglich Fremdspesen fällig. Bei einem höheren Kapitaleinsatz fallen die Transaktionskosten folglich nicht mehr so ins Gewicht. Als Faustregel haben sich akzeptable Transaktionskosten von etwa 1,00 Prozent pro Order für ein Volumen von etwa 1.000 Euro bei Aktien und ETFs etabliert.

Neben den Handelsgebühren ist vor allem die Depotführungsgebühr zu beachten. Gerade von den Direktbanken sollte man eine kostenfreie Depotführung erwarten. Das Angebot an kostenfreien Depots ist in der heutigen Wettbewerbssituation einfach zu groß. Die meisten Anbieter im ETF Broker Vergleich bieten auch ein bedingungslos kostenfreies Depot an.

Das Depot der comdirect ist etwa nur in den ersten drei Jahren kostenlos. Weiter kann es zum Nulltarif ab zwei Trades im Quartal oder mit Girokonto oder mit einem regelmäßigem Wertpapiersparplan geführt werden. Beim S Broker ist die Depotführung nur bei einer Transaktion pro Quartal oder einem Depotbestand von mehr als 10.000 Euro kostenfrei.

Auch sollten Anleger die Kosten für Sparpläne betrachten. Hier gibt es auch ein variables und ein fixes Modell. Bei einem variablen Modell werden bei der comdirect oder Consorsbank Gebühren pro Sparplanausführung von etwa 1,50 Prozent fällig. Ein fixes Gebührenmodell wie bei flatex von 1,50 Euro pro Rate lohnt sich vor allem bei hohen Sparraten. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem ETF-Sparplantest.

Jeder Anlagestil benötigt andere Brokermerkmale

Grundsätzlich muss überlegt werden, in welche Produkte und wie häufig investiert wird. Für jeden Anlagestil, sei es passiv mit ETFs oder aktiv mit Aktien, kann ein anderer Anbieter Sinn machen.

Für einen passiven Anlagestil mit ETFs ist vor allem ein großes Angebot an ETFs wichtig. Beim regelmäßigen Sparen mit einem ETF-Sparplan kommt es auch auf die Anzahl an sparplanfähigen ETFs an und wie viele Aktions-ETFs angeboten werden.

Für vornehmlich aktive Anleger sind die Handelskosten einer der wichtigsten Punkte. Hier gibt es auch deutliche Unterschiede bei den Gebühren für Inlands- und Auslandsordern. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Anzahl an möglichen Handelsplätzen, um auch die Möglichkeit zu haben Wertpapiere aus der ganzen Welt zu handeln. Dividendeninvestoren sollten auch auf die Gebühren für ausländische Dividendenzahlungen achten.

Für Vieltrader müssen die Ordergebühren hingegen nicht unbedingt das ausschlaggebende Kriterium sein. Wichtig ist hier vor allem eine hohe Auswahl an Produkten wie CFDs, Derivaten und Futures zum Beispiel. Auch die Zuverlässigkeit, eine schnelle Ausführung sowie niedrige Spreads liegen hier im Fokus.

Wie steht es um die Sicherheit?

Aktien, Fonds und ETFs sind Sondervermögen. Bei einer Insolvenz des Brokers gehören die Anteile immer noch dem Anleger. Das ist nicht so bei Zertifikaten, denn diese haben den rechtlichen Status als Inhaberschuldverschreibung. Wichtig wird es bei Tagesgeld und Vermögen auf den Cash- bzw. Verrechnungskonten. Per EU-Verordnung sind 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Darüber hinaus gehören einige Banken dem Einlagensicherungsfonds oder anderen Absicherungen an, somit sind auch Guthabenbestände über 100.000 Euro geschützt.

ETF Broker Vergleich: Den perfekten Anbieter gibt es nicht

Grundsätzlich überzeugen alle Depots der Anbieter. Jedoch kommt es auf die individuellen Bedürfnisse an, welcher Broker zu dem jeweiligen Anlegertyp am besten passt. Alle Broker weisen Vor- und Nachteile auf. Hier gilt es die Details zu betrachten.

Bestechen vor allem die Consorsbank und der S Broker mit einem großen Angebot, so müssen Interessenten allerdings Abstriche bei den Gebühren hinnehmen und im Vergleich zu anderen Anbietern wie flatex oder onvista etwas mehr je Order zahlen. Speziell für Sparfüchse kann sich das onvista Freebuy Depot anbieten. Dort bekommen Anleger je nach Einlage auf dem Verrechnungskonto kostenfreie Kauforders geschenkt. Die Kehrseite ist allerdings ein deutlich verringertes Service- und Leistungsangebot im Vergleich zur Commerzbank-Tochter comdirect. Der Anbieter flatex wirbt mit Orderkosten für nur 5,90 Euro zzgl. Fremdspesen unabhängig des Ordervolumens. Dafür fallen an anderen Stellen Gebühren an: Flatex erhebt Kosten für das Einbuchen von ausländischen Dividendenzahlungen bei Aktien. Auch die Negativzinsen auf dem Verrechnungskonto können manchen Anleger stören. Für Buy-and-Hold ETF-Investoren kann sich ein Blick auf das onvista Depot lohnen. ETF-Käufe ab 1.500 Euro sind dort kostenfrei durchführbar, das Sparplanangebot mit etwa 70 ETFs ist jedoch sehr überschaubar.

Konditionsänderungen und Depotwechsel

Zu guter Letzt sollte beachtet werden, dass sich die Konditionen der Broker jederzeit ändern können. Passen die neuen Konditionen nicht mehr zum eigenen Anlagestil, so bietet sich ein Depotwechsel zu einem anderen Anbieter an. Depotwechsel sind in der Regel kostenfrei, gehen einfach und unkompliziert vonstatten. Aufgrund des hohen Wettbewerbs gibt es bei vielen Anbietern sogar eine Prämie für den Wechsel. Ein Nachteil aus einem Depotwechsel besteht für Anleger nicht. Nutzen Sie unseren ETF Broker Vergleich, um einen passenden Anbieter zu finden!

Hinweis: Für die aufgeführten Inhalte kann keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit übernommen werden. Entscheidend sind die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters.