Start News Dividenden locken Investoren an

Dividenden locken Investoren an

30

Anziehende Handelsaktivität zeichnet diese Woche aus, doch sind es zumindest in den Aktien-ETFs keine Käufer, die auf den Plan treten. Die Abgeber in den ETFs auf die großen Indizes DAX®, DJ Stoxx und DJ Euro Stoxx sowie MSCI World überwiegen ebenso wie in den Sektoren- und Schwellenländern-Indizes. Insgesamt sind die Umsätze aber weiterhin relativ gering.

Anleihen behaupten sich

Rege bleibt die Nachfrage nach Renten-ETFs. Die Market Maker berichten; „Wir sehen nicht, dass eine spezielle Laufzeit oder Rentengattung bevorzugt würde, von einer Ausnahme abgesehen: Jumbopfandbriefe werden stärker gekauft als andere Renten-ETFs“, sagt ein Händler der HypoVereinsbank ( Zum Testbericht). Die lange Zeit gemiedenen Jumbos im iShares eb.rexx Jumbo Pfandbriefe (WKN 263526) stünden wieder auf der Einkaufsliste.

Eine Trendwende könnte sich auch beim Geld parken abzeichnen, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Eric Wiegand von der Deutschen Bank sieht beim Kassenschlager db x-trackers EONIA (WKN DBX0AN) überwiegend Verkäufer, die Händler von der Hypovereinsbank ( Zum Testbericht) von einem ausgeglichenen Handel in dem vergleichbaren ETF von iShares (WKN A0Q4RZ).

Start der Dividendensaison

„Im Aktienbereich positionieren sich Anleger deutlich für die Dividendensaison“, berichtet Eric Wiegand von der Deutschen Bank und vermutet das als Leitmotiv für die Käufe in einem ETF auf den DJ Euro Stoxx (WKN DBX1EU) gegen den allgemeinen Trend ist. Der deutsche Dividenden-ETF iShares DivDAX (WKN 263527) wird nach Angaben der Market Maker von der HypoVereinsbank ausgeglichen gehandelt.

Die Deutsche Börse hat Anfang Februar aufgrund der sich derzeit verändernden Wirtschaftssituation die Regeln den Dividendenindex DivDAX® angepasst: Zusätzlich zur jährlichen Überprüfung im September wird ein Fast-Exit-Kriterium eingeführt. Nach diesem Kriterium fallen Unternehmen aus dem DivDAX, wenn sie öffentlich angekündigt haben, keine Dividende im laufenden Jahr auszuschütten. In diesem Fall wird das Unternehmen zum jeweils nächsten Verkettungstermin ersetzt. Die Regelung gilt ab anstehenden Verkettungstermin. Morgen tagt der Arbeitskreis Aktienindizes turnusgemäß.

Mit Strategiefonds dem Marktumfeld begegnen

Von Dividenden-ETFs abgesehen stehen vor allem strategische ETFs im Zentrum des Anlegerinteresses. „Produkte, mit denen die Anleger auf fallende Kurse setzen, wie im DJ Eurostoxx 50 Short-ETF (WKN DBX1SS) oder im ShortDAX-ETF (WKN DBX1DS) werden gekauft“, sagt Eric Wiegand. Marco Salaorno von der Société Générale berichtet ebenfalls von ähnliches: „Bei Short-Produkten und bei ETFs mit Hebel beobachte ich sowohl Käufer als auch Verkäufer.“ Mit dem Lyxor LevDAX-ETF (WKN LYX0AD) oder mit dem Lyxor Leveraged DJ Eurostoxx 50 (WKN LYX0BZ) partizipieren Anleger überproportional von einem Anstieg im jeweiligen Index.

Ein Blick nach Brasilien

Brasilien konnte sich bisher der weltweiten Rezession im Vergleich zu anderen Schwellenländern entziehen – vor allem wegen einer diversifizierten Ausrichtung bei Rohstoffen und Bodenschätzen und einer geringeren Abhängigkeit vom Export. Die verfügbaren ETFs auf brasilianischen Aktien werden rege gehandelt, wie zum Beispiel der Lyxor ETF Brazil (WKN LYX0BE), der an den Leitindex Bovespa gekoppelt ist und der db-x trackers MSCI Brazil (WKN DBX1MR). In den vergangenen Tagen haben sich die Investoren jedoch überwiegend von ihren Engagements in diesen Papieren getrennt.

Es könnte mit dem brasilianischen Samba zu Ende sein, schreibt die BHF-Bank. Die Industrieproduktion des Landes sei abgestürzt, die Arbeitslosigkeit nehme zu, das Bruttoinlandsprodukt sollte in 2008 geschrumpft sein. „Das Ausmaß der konjunkturellen Abkühlung wird in den kommenden Quartalen vor allem von der Entwicklung des privaten Verbrauchs und der Investitionen abhängen, denn die brasilianischen Exporte sollten merklich zurückgehen. Entscheidend wird hierbei auch sein, wie sich die Kreditvergabe entwickelt“, erwarten die Volkswirte. Allerdings habe Brasilien den höchsten kurzfristigen Realzins weltweit und eine hohe Inflation. Das lasse der Zentralbank Raum für Zinssenkungen.

Dieser Beitrag ist dem Börse Frankfurt Fondsnewletter entnommen.

TEILEN
Vorheriger ArtikelETF Securities verwaltet für mehr als 7 Mrd. US-Dollar Gold
Nächster ArtikelAbziehbild der aktuellen Stimmung
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.