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Dr. Seibold Marktkommentar – Chancen nicht verpassen

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In den Marktkommentaren 2009 haben wir seit dem Herbst immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Konsolidierung bei den Aktienmärkten überfällig ist. Eine, nennen wir sie einmal Hoffnungs-Rallye, hat den DAX bis kurz vor Jahresschluss auf mehr als 6000 Punkte getrieben. Auch die Aktienindizes in anderen großen Industrieländern haben vor Jahresschluss neue Höchststände verzeichnet. Im Januar scheint die lange erwartete Korrektur am Aktienmarkt zu beginnen. Der Zeitpunkt ist nicht ungewöhnlich, statistisch gesehen sogar wahrscheinlich. Betrachtet man den Dow Jones Industrial Average, gab es in einer bemerkenswerten Häufigkeit am Anfang eines Jahres scharfe Kurseinbrüche.

Zug nach unten: Euro verliert, US-Dollar wird stärker

Jedoch verdecken die Probleme am Aktienmarkt, dass es an anderen Stellen durchaus Investmentchancen gibt. Beispielsweise spricht einiges für eine deutliche Erholung des des US-Dollar im Verlauf des Jahres. Der ungewöhnlich niedrige Wert des Greenbacks hat sich schon etwas erholt, aber es spricht einiges für eine weitere Dollar-Stärke. Der Chart unten zeigt in der üblichen Darstellung den Wert des Euro, in US-Dollar ausgedrückt. Sinkt die Notierung, wird die US-Währung entsprechend stärker. Für die Fortsetzung des begonnenen Trends sprechen zwei Faktoren: die US-Wirtschaft wird sich wohl relativ schneller als die Euroländer – wenn auch absolut immer noch langsam – erholen. Gleichzeitig zerren die Finanzprobleme Griechenlands, Spaniens, Irlands und Italiens an der Geduld der Euro-Anleger.

Die EU-Komission sah sich schon genötigt, Meldungen zu dementieren, dass die Casa Griechenland den Fortbestand des Euro gefährde. Das zeigt, wie blank die Nerven liegen, dieses angeknackste Vertrauen wird nicht so leicht zu reparieren sein.

Rohstoffe: Erholungspfad intakt

Ein zweiter Hoffnungsträger für 2010 sind Rohstoffe, wie zum Beispiel Industriemetalle. Der Chart unten zeigt den Kupferpreis, dessen Trend intakt ist. Ähnlich gute Aussichten gibt es auch bei anderen ausgewählten Rohstoffen. Die Zyklen bei Rohstoffen verlaufen üblicherweise wesentlich heftiger als beispielsweise im Aktienmarkt. Dies erhöht die Chancen – allerdings auch die Risiken, weshalb das Risikomanagement in diesem Fall besonders eng erfolgen muss.

2008 ging es in der Kapitalanlage vor allem darum, möglichst kein Geld zu verlieren, 2009 stand im Fokus, die wenigen Kurschancen gezielt zu nutzen. 2010 sollte dazu genutzt werden, ein Portfolio im Hinblick auf langfristige Rendite richtig aufzustellen. Devisen und Rohstoffe könnten den Anfang machen, Aktien dürften wohl erst später dazukommen.

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