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easyfolio im Kosten-Check

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Wer in ETFs investiert, der tut dies unter anderem wegen der niedrigen Kosten. Anders als bei aktiv verwalteten Fonds fallen Ausgabeaufschläge und Rücknahmegebühren gar nicht an. Auch die Verwaltungskosten sind viel niedriger und liegen in der Regel zwischen 0,15 und 0,5 Prozent. Besonders erstaunlich in diesem Zusammenhang: Oftmals schneiden preiswerte Fonds besser ab als teure. Das liegt daran, dass preiswerte Fonds eine einfachere Strategie umsetzen, die in der Regel auch weniger kostet.

Gebührenstrukturen unter der Lupe

In diesem Zusammenhang werden häufig ETF-Dachfonds genannt. Anders als aktiv verwaltete Multi-Asset-Fonds setzen gängige ETF-Dachfonds wie der Arero Weltfonds oder easyfolio 70 auf feste Quoten für die jeweiligen Anlageklassen. Mindestens einmal jährlich wird die Depotstruktur in Form des Rebalancing wieder hergestellt. Dabei können sowohl gut laufende Teilbereiche des Depots verkauft oder auch schlechtere Anlageklassen nachgekauft werden – wichtig ist nur, dass die vorab festgelegte Depotstruktur stimmt. Hintergedanke dieser starren Allokation ist, dass Anleger ihr Depot nach persönlichen Anlage-Präferenzen ausrichten sollten und die Gewichtung der Anlageklassen daher nicht einem Fondsmanager überlassen sollten, der für sein Handeln Gebühren verlangt und unter Umständen falsche Entscheidungen trifft.

Doch auch bei ETF-Dachfonds fallen Gebühren an. Neben Verwaltungskosten für das Management eines Portfolios aus mehreren Produkten fallen Depotbankgebühren und Transaktionskosten ins Gewicht. Doch obwohl ETF-Dachfonds anders als ETFs auf einzelne Indizes ein diversifiziertes Basisinvestment aus Aktien und Anleihen aus aller Welt bieten, befinden sich die Verwaltungsgebühren lediglich am oberen Ende dessen, was auch für einzelne ETFs üblich ist. Vergleicht man das Dachfonds-Flaggschiff Arero Weltfonds mit easyfolio ( Zum Testbericht) 70, so fällt auf, dass die Verwaltungskosten mit 0,5 Prozent jeweils identisch sind. Vergleicht man allerdings die Gesamtkostenquote der beiden Fonds, zeigen sich Unterschiede. Während der Arero Weltfonds bei 0,5 Prozent Gesamtkosten verharrt, liegt die Gesamtkostenquote bei easyfolio ( Zum Testbericht) mit 0,74 Prozent geringfügig höher. Hinzu kommen Zielfondskosten von 0,25 Prozent.

Warum sich minimal höhere Gebühren lohnen

Wie kommt es zu diesem Unterschied? Während der Arero Weltfonds technisch gesehen die im Portfolio befindlichen Märkte nicht über ETFs, sondern über Derivate (Index-Swaps) abdeckt, investiert easyfolio bewusst in physisch replizierende ETFs. Dies sorgt zwar für geringfügig höhere Kosten, lohnt sich unterm Strich allerdings für Anleger. Da ETFs als Sondervermögen gelten, unterliegen sie nicht den Risiken einer möglichen Pleite des Emittenten. Im Gegenzug dazu sind die Swap-Konstruktionen des Arero Weltfonds einem Kontrahenten-Risiko ausgesetzt.

„Die Entscheidung, auf physisch replizierende ETFs zu setzen, haben wir ganz bewusst getroffen. Insbesondere seit der Finanzkrise sind Anleger für dieses Thema sensibilisiert und achten ganz bewusst darauf, in physisch abbildende Sondervermögen zu investieren“, erklärt easyfolio-Gründer Markus Jordan.

Auch der geringe Unterschied bei der Gesamtkostenquote liegt an den unterschiedlichen Investment-Instrumenten. Während bei Swap-Konstruktionen scheinbar keinerlei Transaktionskosten anfallen, fallen diese bei „echten Investments“ natürlich ins Gewicht. Zwar liegt die Kostenbelastung noch immer deutlich unter den Kosten, die ein Privatanleger in Kauf nehmen müsste, wollte er ein easyfolio selbst nachbilden, doch führen diese Transaktionskosten unterm Strich zu einer höheren Gesamtkostenquote.

Arero Weltfondseasyfolio 70
Gesamtkostenquote0,50%0,735%
Kosten für Zielfonds0,00%0,256%
Kosten insgesamt0,50%0,99%

Doch wie stark fallen die Kosten für Investoren eigentlich ins Gewicht, wenn man auch die Performance berücksichtigt? ETF-Dachfonds sind preiswerte Anlage-Instrumente, die Investoren einen breit gestreuten Zugang zu den Märkten bieten. Das automatisierte Rebalancing, das einige Produkte wie easyfolio und auch der Arero Weltfonds bereits eingebaut haben, spart Privatanlegern zudem viel Zeit und Geld. Berücksichtigt man die Performance der vergangenen sechs Monate, hat sich der easyfolio-Ansatz mit seinem klaren Fokus auf eine Fondskonstruktion ohne Swap-Geschäfte bereits ausgezahlt.

 Zeitraum: 23.07.2014 – 23.01.2015Arero Weltfondseasyfolio 70
Rendite (6 Monate)7,05%7,83%
Rendite abzüglich Kosten6,55%6,84%

Gebühren im Bereich des Marktrauschens

Selbstverständlich gibt ein Vergleich der Performance der vergangenen sechs Monate keinen Hinweis auf die künftige Entwicklung beider Fonds. Auch stecken im Arero Weltfonds Rohstoffe, die bei easyfolio 70 keine Rolle spielen. Die Aktienquote und die grundlegende Ausrichtung beider Produkte sind allerdings vergleichbar – nicht umsonst gehören beide ETF-Dachfonds bei Fondsanalysten in die Kategorie Mischfonds international. Was der Vergleich der Kosten allerdings zeigt, ist, dass die leicht höheren Kosten von easyfolio einerseits im Bereich des Marktrauschens liegen und daher vernachlässigt werden können. Hinzu kommt, dass der klare Fokus auf physisch replizierende ETFs bei easyfolio sicherheitsbewussten Anlegern einen klaren Mehrwert bietet.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/easyfolio-im-kosten-check/