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easyfolio Marktbericht 1. Quartal 2015 Jahresbericht

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Die weltweiten Finanzmärkte standen im 1. Quartal 2015 ganz im Zeichen der von der Europäischen Zentralbank angekündigten Staatsanleihekäufe im Wert von monatlich 60 Mrd. Euro. Auf jeden Fall sollen die Anfang März begonnenen Anleihekäufe bis September 2016 andauern. So werden Anleihen in einem Gesamtwert von mindestens 1,14 Billionen Euro erworben.

Gleichzeitig ließ die bisher befürchtete Zinswende in den USA auf sich warten. Mittlerweile wurde das Signalwort „geduldig“ aus dem geldpolitischen Kommentar der US-Notenbank Fed herausgestrichen, so dass Analysten nun mit einer ersten Zinsanhebung frühestens im Juni rechnen.

Allerdings wurde dabei auch signalisiert, dass die Zinsen deutlich langsamer als zuvor erwartet angehoben werden. So rechnen die Notenbanker für Ende 2015 nur noch mit einem Zinssatz von +0,625 Prozent statt wie zuvor 1,125 Prozent. Das beruhigte zuletzt die Märkte. Selbst andauernde Konflikte, die den Markt zwischenzeitlich immer wieder belasteten, konnten den weltweiten Aufwärtstrend nicht effektiv bremsen.

So belastete ein möglicher Zahlungsausfall Griechenlands, der ein Ausscheiden des Mittelmeerstaates aus der Eurozone zur Folge hätte, nur geringfügig die Märkte. Mittlerweile scheint auch ein „Grexit“ eingepreist und würde kaum größere Turbulenzen auslösen.

Hinzu kamen die Nahostkrise sowie der andauernde Ukraine-Konflikt. Jüngste Bemühungen von Angela Merkel, Francois Hollande, Wladimir Putin und Petro Poroschenko über eine Waffenruhe und den Rückzug der Streitkräfte beruhigten ein wenig die Lage, so dass der Konflikt weniger die Finanzmärkte tangierte. Dazu trug auch bei, dass die bereits eingeleiteten Sanktionen, die in starkem Maße gerade auch deutsche Unternehmen belasten, nicht wesentlich verschärft wurden.

Europa

Im Zuge der ultralockeren Geldpolitik legten europäische Aktienwerte seit Jahresbeginn stark zu. Der deutsche Leitindex DAX stieg knapp 20 Prozent, der französische CAC 40 um rund 16 Prozent, der portugiesische PSI 20 verzeichnete sogar ein Kursplus in Höhe von über 23 Prozent.

Das alles trieb den MSCI Europe, der seit Januar eine Wertentwicklung von rund 16 Prozent aufwies. Auch immer mehr ausländische Investoren, allen voran aus den USA, schichten inzwischen um und entdecken europäische Aktien, insbesondere vor dem erwarteten Zinsanstieg in den USA.

Für einen Kursanstieg sorgten zudem sich leicht verbessernde Konjunkturdaten. So stieg das Stimmungsbarometer für die europäische Wirtschaft das dritte Mal in Folge. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone legte auf 18,6 Punkte zu, den höchsten Stand seit August 2007. Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone kletterte von 52,6 auf 53,3 Punkte. Die Produktion im produzierenden Gewerbe in der Eurozone legte zudem im Januar um 1,9 Prozent zu. Zudem verringerte sich die Arbeitslosigkeit in der Eurozone leicht von 11,3 auf 11,2 Prozent.

Nordamerika

Auch US-Indizes wie der S&P 500 oder Dow Jones eilten von Jahresbeginn an von Rekordhoch zu Rekordhoch. Doch eine sich rasch erholende US-Wirtschaft ließ die Befürchtungen einer raschen Zinswende stets wachsen, so dass die Kurse zwischenzeitlich immer wieder einbrachen. Erst die Beruhigung, dass die Zinsen nun dieses Jahr wohl doch nicht so schnell ansteigen werden, sorgte zuletzt wieder für einen Aufwärtstrend.

Zu den positiven Daten zählt die Entwicklung am Arbeitsmarkt. So sank die Zahl der Erwerbslosen im Februar auf 5,5 Prozent, den niedrigsten Stand seit Mai 2008. Auch der Sammelindex für die Frühindikatoren legte zuletzt wieder leicht zu. Einen klaren Trend gab es jedoch nicht.

So sank das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan überraschend deutlich um 4,2 auf 91,2 Punkte. Auch die Einzelhandelsumsätze gingen zurück. Sicherlich war dies auch ein Grund, dass die US-Notenbank die Zinswende noch etwas zögerlich angeht. Dieser nicht klare Trend und die Aktienhausse in Europa führten dazu, dass US-amerikanische Aktien dem weltweiten Aktienmarkt hinterherhinkten.

Die US-Indizes Dow Jones und S&P 500 bewegten sich nahezu seitwärts und der NASDAQ 100 stieg um gerade einmal um 3 Prozent. Allerdings profitierte der ETF-Anbieter bei US-Investments am steigenden US-Dollar, so dass er trotzdem lukrative Gewinne verbuchen konnte.

Nicht ganz so gut läuft die Wirtschaft in Kanada aufgrund des Ölpreisverfalls. Zwar betrug das Wachstum des BIP im 4. Quartal 2014 noch immerhin 2,4 Prozent, aufgrund der verzögerten Auswirkung der Preisentwicklung auf die Wirtschaftsentwicklung dürfte das Wachstum in 2015 jedoch abnehmen. Das hat sich bereits auf den Aktienmarkt ausgewirkt.

Asien

Die Konjunktur in China schwächelte. Die Regierung um Ministerpräsident Li Keqiang strebt in diesem Jahr nur noch ein Wachstum von 7,0 Prozent an. Allerdings bekräftigte sie auf dem Volkskongress, dass sie noch genügend politische Instrumente an der Hand habe, diese wenn auch etwas geringere Zielmarke zu erreichen. So senkte die chinesische Notenbank bereits zwei Mal in Folge die Leitzinsen. Weitere Zinssenkungen sind vorprogrammiert. Der HSCEI legte eine Seitwärtsbewegung hin.

Ganz anders in Japan. Der Nikkei stieg seit Jahresbeginn infolge der ultralockeren Geldpolitik um rund 12 Prozent. Aufgrund der Aufwertung des Yen gegenüber dem Euro erzielten Anleger zusätzliche Währungsgewinne. Kleinere Emerging Markets wie Indien, Malaysia oder Vietnam konnten da nicht mithalten.

Breite Diversifikation machte sich auch
im 1. Quartal bezahlt

Die unterschiedliche Entwicklung einzelner Regionen im vergangenen Quartal machte eines deutlich: eine breite Diversifikation über die wichtigsten Anlageklassen und -regionen wie bei den easyfolios zahlt sich auf jeden Fall aus. Auf Quartalssicht erwirtschafteten die drei easyfolios Renditen von 7,17, 10,06 und 12,45 Prozent (Stand 25.3.2015).

Der iShares Core MSCI Japan ETF war im ersten Quartal 2015 mit einer Quartalsperformance von +25,20 Prozent mit Abstand der erfolgreichste unter den im Portfolio befindlichen Fonds. Eine gute Rendite erzielten zudem der UBS ETF MSCI Europa (+16,10 Prozent) und UBS ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF (+ 13,48 Prozent). Der iShares MSCI Canada erzielte hingegen mit +6,10 Prozent eine eher unterdurchschnittliche Rendite.

Performancetreiber im Anleihen-Anteil waren der iShares Global-Government Bond (+9,62 Prozent), der SPDR Barclays 0-5 Year US-High-Yield-Bond UCITS ETF (+9,60 Prozent) und der SPDR Barclays EM Local Bond (+6,28 Prozent). Nahezu keine Rendite erzielten hingegen in dem schwierigen Niedrigzinsumfeld der SPDR Barclays 1-3 Year Government Bond (+0,07 Prozent) und der SPDR Euro High Yield Bond (+0,21 Prozent).

easyfolio feiert ersten Geburtstag

Vor einem Jahr, im April 2014, wurden easyfolio 30, easyfolio 50 und easyfolio 70 aufgelegt. Auch hier kann sich die Jahresbilanz sehen lassen. Auf Jahressicht erwirtschaftete easyfolio ( Zum Testbericht) 30 eine Rendite in Höhe von 13,04 Prozent, easyfolio ( Zum Testbericht) 50 von 16,96 Prozent und easyfolio 70 von 19,42 Prozent.

Auch das Fondsvolumen erhöhte sich deutlich – auf über 7 Mio. Euro. Zum Jahresende 2014 lag es noch bei rund 4 Mio. Euro.

Aufgrund gesunkener ETF-Gebühren bei einigen Core-ETFs, die in den easyfolio-Portfolios enthalten sind sowie des erhöhten Anlagevolumens konnten die jährlichen Kosten bereits zwei Mal gesenkt werden. So kosten die easyfolios mittlerweile nur noch 0,9 Prozent pro Jahr.

Dieser Erfolg blieb auch in der Finanzbranche nicht unbemerkt. Anfang des Jahres wurde easyfolio zum „Fintech-Start-up des Jahres 2014“ im Bereich Geldanlage gekürt.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/easyfolio-marktbericht-1-quartal-2015-und-jahresbericht/

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