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easyfolio-Marktbericht 3. Quartal 2014

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An den Aktienmärkten nahm im 3. Quartal die Volatilität erheblich zu. Zahlreiche Krisen sowie negative Konjunkturdaten aus Deutschland, Europa und teilweise auch China belasteten den Markt. Für Unruhe sorgte so der sich verschärfende Konflikt der EU mit Russland infolge der Ukraine-Krise. EU-Sanktionen gegen Russland folgten Gegenmaßnahmen. Diese belasten vor allem deutsche Exportunternehmen, die enge Wirtschaftsbeziehungen zu Russland pflegen.

Europäische Wirtschaft kränkelt

Neben der Ukraine-Krise belastete zwischenzeitlich der Gaza-Konflikt, der inzwischen zum Krieg ausgeweitete Konflikt mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“, auch zunehmende Separationsbestrebungen in Europa, wie zuletzt das Schottland-Referendum. Aber auch weitere Hiobsbotschaften verstörten die Aktienanleger. So musste die portugiesische Großbank Santo Espiritu mit Milliarden aus dem EU-Hilfsfonds gerettet werden. Das weckte böse Erinnerungen an die Banken und Euro-Schuldenkrise. Von Monat zu Monat mehrten sich auch vor allem in Europa die negativen Konjunkturnachrichten.

US-Wirtschaft erholt sich – US-Zinswende rückt näher

Anders in den USA. Hier signalisieren die meisten Konjunkturdaten eine deutliche Erholung der US-Wirtschaft. Als Damoklesschwert hing über dem Markt allerdings die Befürchtung vor einer raschen Zinswende. Positive Konjunkturdaten aus den USA ließen die Kurse anders als erwartet, zeitweise einbrechen, erholten sich aber wieder rasch auch aufgrund der Aussage von US-Notenbankchefin Janet Yellen, dass eine Zinswende nach Auslaufen der Anleihekäufe noch „geraume Zeit“ auf sich warten lasse. Dow Jones und S&P 500 stiegen so zwischenzeitlich auf neue Rekordhochs. Ganz im Gegensatz zum DAX, der teilweise bis zu 1.000 Punkten seit seinem letzten Hoch verlor.

Europäischer Leitzins auf 0,05 Prozent gesenkt

Zwischenzeitliche Impulse erhielt der europäische Aktienmarkt durch die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, die weiterhin auf eine ultralockere Geldpolitik setzt. So wurde der europäische Leitzins von 0,15 auf das neue Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Zudem wurden umfangreiche Anleihekäufe von Kreditverbriefungen und gedeckten Covered Bonds angekündigt. Damit soll die kränkelnde Wirtschaft vor allem in den EU-Peripheriestaaten unterstützt werden.

Durch breite Streuung der easyfolio-Portfolien trotzdem gute Quartalsrenditen

Für Anleger bleibt also angesichts solcher Entwicklungen durchaus Vorsicht geboten. Der beste Schutz vor unerfreulichen Kursabstürzen ist eine breite Risikostreuung über alle Anlageregionen und Anlageklassen hinweg. Und dass diese Strategie durchaus aufgeht, zeigten die easyfolio ( Zum Testbericht)-Portfolios, die genau auf diese Strategie setzen. Trotz der unsicheren Märkte legte easyfolio ( Zum Testbericht) 30 im 3. Quartal um 2,1 Prozent zu, easyfolio 50 konnte in dem Zeitraum einen Gewinn von 2,4 Prozent verbuchen und easyfolio 70 gewann 2,8 Prozent. Schwache Gewinne in der Eurozone wurden durch bessere Wertentwicklungen in anderen Regionen der Welt mehr als ausgeglichen. Zu den großen Gewinnern des 3. Quartals zählen im Aktienbereich vor allem ETFs auf US-Titel wie der iShares Core S&P 500 ETF (WKN: A0YEDG) und der SPDR S&P 500 (WKN: A1JULM) mit Renditen um die 9 Prozent. Für Rendite sorgte auch der iShares Core MSCI Japan (WKN: A0YBR5) mit einem Plus von 5,6 Prozent und der UBS ETF MSCI Emerging Markets (WKN: UB42AA) mit einer Quartalsrendite von gut 3 Prozent. ETFs auf europäische Aktien erzielten dagegen nur eine Rendite von unter einem Prozent.

Auch im Anleihebereich verbuchten ETFs auf europäische Titel mit Renditen um die null Prozent unterdurchschnittliche Erträge. Erheblich aufgebessert wurde die Rendite des Anleiheanteils jedoch durch US-High Yield-Bonds und globale Staatsanleihen. Der SPDR Barclays 0-5 Year US High Yield Bond ETF (WKN: A1W3VZ) verbuchte auf Quartalssicht ein Plus von 5,8 Prozent, der iShares Global Government Bond ETF (WKN: A0RM43) erwirtschaftete im gleichen Zeitraum ein Plus in Höhe von 4,1 Prozent.

Anleger profitieren bei easyfolio am Preiskampf der ETF-Emittenten

Eine erfreuliche Nachricht für Anleger kam auch Ende Juli 2014. Infolge des Preiskampfes unter den einzelnen ETF-Anbietern verringern sich seit für zahlreiche ETFs die Gebühren. Betroffen sind davon auch einige ETFs, die wir in den easyfolio Strategien einsetzen. Die laufenden Kosten der easyfolio Strategien verringerten sich dadurch um bis zu neun Prozent auf nun unter ein Prozent jährlich.

Gewichtung nun nach dem BIP des Landes und der Region

Zudem kam es im 3. Quartal zu einer Anpassung bei der Gewichtung. Innerhalb der definierten Aktienquoten von 30, 50 und 70 Prozent werden die Anlagemärkte nun künftig einheitlich nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) des jeweiligen Landes bzw. Region gewichtet. Um europäische Anleger vor einer zu hohen Gewichtung der Schwellenländer zu schützen, beträgt deren Anteil maximal 25 Prozent. Auch bei den Investitionen in Anleihen greift ein zusätzlicher Sicherheitsmechanismus. Dabei werden maximal 25 Prozent des Anleiheanteils in die risikoreicheren Unternehmensanleihen investiert, der verbleibende in Staatsanleihen. 

Quelle:  https://blog.easyfolio.de/easyfolio-marktbericht-3-quartal-2014/