ETFs: Eine Innovation die sich bewährt

ETFs: Eine Innovation die sich bewährt

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ETF auf Smartphone
ETFs sind Fonds und stehen in Deutschland wie auch klassische Fondsprodukte gesetzlich unter einem besonderen Schutz

Gut ist, was sich bewährt hat. Das gilt auch bei der Geldanlage. Doch das bedeutet nicht, dass Sparer deswegen auf Produkte zurückgreifen sollten, mit denen schon unsere Großeltern gespart haben. Bausparverträge, Lebensversicherungen und auch der klassische Aktienfonds mit einem Schwerpunkt in Deutschland sind schon lange keine Lösungen mehr. Der Kapitalmarkt hat sich geändert, Rendite wird zunehmend rar. Noch in den 1990er Jahren gab es in Deutschland drei Prozent Zinsen auf dem Sparbuch. Auch Bausparprodukte warfen solide Renditen ab. Geschweige denn Aktienfonds zu Zeiten des Neue-Markt-Booms! Da fielen dann auch die Gebühren nicht so sehr ins Gewicht. Inzwischen sieht die Realität der Sparer aber anders aus – Sparbücher und Bausparverträge sind out. Viele Fonds werfen darüber hinaus magere Renditen ab und sind zudem schwankungsanfällig. Grund genug, sich näher mit ETFs auseinanderzusetzen.

Bereits wenige Zehntel entscheiden über Gewinn und Verlust

ETFs sind Fonds und stehen in Deutschland wie auch klassische Fondsprodukte gesetzlich unter einem besonderen Schutz. Anders als viele Fonds, die noch unsere Großeltern bespart haben, sind ETFs aber einfacher strukturiert. Sie bilden einen Index ab, der nach festen Regeln zusammengestellt ist. Ein Beispiel ist der DAX: Der DAX enthält die dreißig größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland und wird quartalsweise angepasst. Ein ETF bietet im Vergleich zu herkömmlichen Fonds eine Reihe Vorteile. Da er den Anspruch hat, einen Index so genau als möglich abzubilden, gibt es bei einem ETF keine bösen Überraschungen. Ein ETF entwickelt sich bis auf minimale Abweichungen, die heute im Promille-Bereich liegen, in der Regel genauso wie der zugrunde liegende Index. Und das hat noch einen weiteren Vorteil: Ein ETF leistet sich keinen teuren Fondsmanager und auch keine teure Analysten-Mannschaft. Da ein ETF einen Index exakt abbildet und nicht versucht, durch höhere Risiken besser zu sein als der Gesamtmarkt, entstehen auch deutlich geringere Kosten. Zum Vergleich: Aktive Fonds kosten jährlich rund 2 Prozent Verwaltungsgebühr. ETFs auf gängige Indizes wie den DAX oder auch den S&P 500 gibt es schon für weniger als 0,2 Prozent. Wenn Sie jetzt denken, dass dies nicht so stark ins Gewicht fällt, dann täuschen Sie sich! Ein Kostenunterschied von 1,8 Prozent übersteigt die mittlere Rendite, die es derzeit auf Tagesgeldkonten gibt, bereits um mehr als das Dreifache. Das ist ein Faktor den Anleger berücksichtigen sollten – insbesondere in einer Marktphase, in der auch an der Börse die Bäume nicht mehr unbedingt in den Himmel wachsen.

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Alles drin für nur 0,9 Prozent im Jahr

Ein weiteres Argument, weswegen wir nicht mehr auf die Anlageprodukte unserer Eltern oder Großeltern setzen sollten, ist die Schnelllebigkeit der Märkte. Dass in Zeiten niedriger Zinsen Kostenunterschiede von wenigen Zehnteln bereits viel ausmachen können, liegt auf der Hand. Doch das billige Geld hat noch einen weiteren Nebeneffekt: die Märkte sind zunehmend nervös. Auch hier können ETFs ihre Stärken ausspielen. Während aktiv verwaltete Fonds oftmals Ausgabeaufschläge für jede Investition kosten, fallen diese Aufschläge bei ETFs weg. Wer vor dem Urlaub ein mulmiges Gefühl hat, der kann mit wenigen Klicks einen Teil seiner ETFs verkaufen. Da ETFs an allen Börsen in Deutschland wie Aktien gehandelt werden, geht das einfach und günstig. Doch auch für Anleger, die eher langfristig sparen wollen, bieten ETFs sinnvolle Lösungen.

Seit 2014 gibt es mit easyfolio eine innovative Sparform, die sämtliche Vorteile von ETFs für sich nutzt. Wie das geht? easyfolio bündelt verschiedene ETFs und erstellt für Sparer so ein ausgewogenes Portfolio aus Aktien und Anleihen. Dabei bleibt easyfolio dem ETF-Gedanken treu und versucht bewusst nicht einzelne Aktien oder Märkte zu analysieren. Vielmehr orientiert sich easyfolio an der weltweiten Wirtschaftsleistung und gewichtet das Portfolio einheitlich nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) des jeweiligen Landes bzw. der Region. Am Ende steht ein ausgewogenes Portfolio aus vielen tausend Aktien und Anleihen. Regelmäßig passt easyfolio die Gewichtung der einzelnen Märkte an. So kann sich die Gewichtung auch durch Kursgewinne nicht verschieben. Auch hier zahlt sich die flexible Struktur von ETFs aus: Obwohl easyfolio weltweit investiert und seine Depotstruktur konstant hält, bezahlen Anleger jährlich nur 0,9 Prozent. Ausgabeaufschläge gibt es nicht.

Ein easyfolio für jeden Anlegertyp

Anders als bei Publikumsfonds, die einen einzelnen Markt im Visier haben, eignet sich easyfolio zur langfristigen diversifizierten Geldanlage. Da Anleger unterschiedliche Bedürfnisse haben und Sparen ein individuelles Thema ist, gibt es easyfolio in drei Varianten, die sich hinsichtlich ihrer Aktienquoten unterscheiden. Die konservative Variante easyfolio 30 enthält einen Aktienanteil von 30 Prozent. Die ausgewogene Variante easyfolio 50 einen Aktienanteil von 50 Prozent und easyfolio 70 nimmt mit einem Aktienanteil von 70 Prozent bewusst Chancen an den weltweiten Märkten wahr. Sämtliche easyfolios sind sparplan-fähig. Viele Direktbanken bieten diese bereits kostenlos an. Auch Auszahlpläne sind möglich. Und wenn sich in Ihrer Vermögensplanung etwas ändert, können Sie zwischen den einzelnen easyfolios bereits mit wenigen Klicks umschichten. Ein Produkt aus der guten alten Zeit schafft das nicht!

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/etfs-innovation-die-sich-bewaehrt/

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