Start easyfolio Blog Gastbeitrag: Klein, aber oho – schon mit 50 Euro viel erreichen

Gastbeitrag: Klein, aber oho – schon mit 50 Euro viel erreichen

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Sparen für die Altersvorsorge
Das Leben genießen und dennoch etwas für die Altersvorsorge zur Seite legen – geht das überhaupt?

Immerhin zwischen 50 und 200 Euro legt fast jeder zweite Deutsche monatlich auf die hohe Kante. Dabei wird allerdings noch immer zu mehr als 70 % risikoscheu über Festgeld- und Tagesgeldkonten gespart – wohl wissend, dass diese Anlageform derzeit kaum noch eine nennenswerte Verzinsung abwirft. Um Aktien und Wertpapiere machen viele Deutsche hingegen weiterhin einen großen Bogen und verzichten damit auf einen wichtigen Baustein in der strategischen Vermögensplanung. Aus Angst, die falsche Entscheidung zu treffen und dadurch Verluste zu generieren, verzichten die Sparer häufig lieber ganz auf Anlagen am Aktienmarkt und parken ihre Liquidität auf Konten, deren bescheidene Verzinsung sich zumindest berechnen lässt.

Sparpläne gerade auf lange Sicht interessant

Dabei sind die Sorgen und Ängste – jedenfalls auf langfristige Sicht – weitgehend unbegründet. Seit 1984 ist der Deutsche Aktienindex (DAX) durchschnittlich um 8,7 % pro Jahr gestiegen, obwohl es in diesem Zeitraum von gut 30 Jahren einige Börsenjahre mit negativer Entwicklung gegeben hat. Kaum eine andere Anlageform dürfte über einen derart langen Zeitraum eine vergleichbare Rendite erbracht und damit erstklassige Argumente für eine Investition haben, auch wenn vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die zukünftige Entwicklung sind.

Gerade für Anleger, die nicht über eine hohe Liquidität verfügen, bieten insbesondere Sparpläne auf Wertpapiere eine gute Möglichkeit, in kleinen Schritten ein großes Vermögen aufzubauen. Schon mit einem monatlichen Betrag von 50 Euro können Anleger in einen der 200 Wertpapier-Sparpläne der ING-DiBa ( Zum Testbericht) investieren.

Eine Frage der Betrachtung

50 Euro klingen viel? Schaut man sich die Konsumgewohnheiten der deutschen Bevölkerung einmal genauer an, sollte die monatliche Mindest-Sparrate von 50 Euro für die meisten Sparer kaum ins Gewicht fallen. Gemäß der jüngsten Auswertung des Statistischen Bundesamtes geben kinderlose Paare pro Monat rund 380 Euro für Nahrungsmittel, Getränke oder Tabakwaren aus. 29 Euro pro Monat fallen für Körperpflegeartikel an, 117 Euro für Bekleidung. Immerhin 23 Euro gab jeder private Haushalt zuletzt für Tonträger aus.

Für einen romantischen Kinoabend inklusive Popcorn und Softdrink sind auch schnell einmal 30 Euro ausgegeben, selbst wenn sich der vermeintliche Blockbuster später als müder Leinwandstreifen herausstellt. Doch während der Geldbeutel für Unterhaltung und ein modisches Erscheinungsbild vergleichsweise schnell gezückt wird, zeigen sich Anleger bei Geldanlagen noch immer erstaunlich konservativ.

Viele Argumente sprechen für einen Sparplan

Dabei bietet kontinuierliches Anlegen per Sparplan gleich mehrere Vorteile: Sparpläne sind sehr flexibel und lassen sich schnell den jeweiligen Lebensumständen anpassen. Ist auf dem Konto gerade einmal Ebbe, ist eine Reduzierung oder Aussetzung der Sparraten möglich. Spült die nächste Gehaltserhöhung oder Steuerrückzahlung unerwartet viel Geld in die heimische Kasse, lassen sich die Raten leicht erhöhen. Sollte sich die finanzielle Situation dagegen grundlegend ändern, können die erworbenen Wertpapiere einfach über die Börse verkauft werden.

Wer seinen Sparplan langfristig konsequent verfolgt, profitiert von einem der größten Vorteile, die ein solches Sparmodell bietet: dem Cost-Average-Effekt. Da die monatliche Anlagesumme des Sparers gleich hoch ist, werden mit dem Geld bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen weniger Wertpapiere gekauft. Marktschwankungen werden dadurch abgefedert und Risiken reduziert. Mit regelmäßigen Einzahlungen über einen längeren Zeitraum kaufen Anleger insgesamt also zu einem günstigeren Durchschnittskurs. Wer dagegen seine gesamte Investitionssumme auf einmal einsetzt, kann bei einem günstigen Timing zwar schnell einen relativ hohen Gewinn erzielen. Auf der anderen Seite steigt damit aber auch das Risiko eines zu teuren Einstiegs. Fallende Kurse können dann schnell zu einem größeren Verlust führen.

Flexibel und renditestark zum Vermögen

Im Rahmen einer langfristigen und ausgewogenen Strategie zum Vermögensaufbau eignen sich Sparpläne sehr gut, um die höheren Renditechancen des Aktienmarktes zu nutzen. Und dies bereits ab monatlichen Sparbeträgen, mit denen sich jedermann leicht an das Thema Börse herantrauen kann.

Wenn Sie mehr zum Thema Wertpapiere wissen wollen, zeigt Ihnen der Wertpapier-Wegweiser der ING-DiBa ( Zum Testbericht), warum sich ein Anlegen in Wertpapieren lohnen könnte, gibt hilfreiche Tipps und erklärt Ihnen, wie Sie ganz einfach investieren können.

 

Dieser Gastbeitrag ist urspünglich erschienen auf dem WissensWert-Blog der ING-DiBa.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/gastbeitrag-klein-aber-oho-schon-mit-50-euro-viel-erreichen/

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