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Kein Geschlechter-Kampf im Depot

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Männer sind erfolgreicher bei der Geldanlage. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine Studie der DAB Bank. Doch wie bei jeder Studie muss man sich auch hier ganz genau mit den Details auseinander setzen: Die DAB hat die Performance der Depots von Männern und Frauen während der Jahre 2013 und 2014 unter die Lupe genommen und festgestellt, dass Männer während steigenden und schwankenden Märkten erfolgreicher investieren. In steigenden Marktphasen schafften Männer im Mittel 15,5 Prozent Rendite und Frauen 13,3 Prozent. Während volatiler Börsenphasen schafften Männer eine Rendite von 4,5 Prozent und Frauen eine Rendite von 3,4 Prozent. Doch was soll uns diese Erhebung sagen?

Anlagestil von Männern und Frauen kaum vergleichbar

Die Verhaltensforschung zeigt, dass Männer generell zu größeren Risiken neigen und Frauen größeren Wert auf Vorsicht legen. Da die Studie der DAB die absoluten Performance-Daten miteinander vergleicht, müssen wir davon ausgehen, dass die Männer ihre höhere Performance auch mit einem größeren Risiko erkauft haben. Tatsächlich zeigt die Erhebung der von Männern und Frauen eingesetzten Finanzmarktinstrumente, dass Männer mehr auf Einzeltitel setzen und Frauen eher Fonds kaufen.

Noch deutlicher fällt das Ergebnis bei Optionsscheinen aus. Laut der DAB-Studie setzten Männer 2013 und 2014 doppelt so häufig auf die sehr spekulativen Optionsscheine als Frauen. Die Daten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten untermauern also eindeutig, dass Männer ihre im Mittel bessere Rendite auch mit einem höheren Risiko erkauft haben.

Die naheliegende Aussage, dass Männer besser investieren als Frauen, ist also nicht haltbar. Beide Investment-Stile sind schlichtweg nur schwer miteinander zu vergleichen. Dies wird umso deutlicher, wenn man einen Blick auf die DAB-Studie des Jahres 2009 wirft. Damals investierten nämlich Frauen erfolgreicher als Männer. Die DAB lobte damals insbesondere das „sicherheitsorientierte Denken“ der Teilnehmerinnen. Die beiden Ergebnisse zeigen, dass jeder Investmentstil seine Vorzüge hat. Es liegt am Marktumfeld, ob eher konservative oder eher spekulativere Konzepte eine höhere Rendite einbringen.

Basis-Investments halten ein Depot auf Kurs

Sparer, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, können sowohl mit einem männlichen oder einem weiblichen Anlagestil erfolgreich sein. Welcher Investmentstil auf Dauer von dreißig Jahren eine bessere Rendite verspricht, darüber gibt es keine Untersuchungen. Es liegt aber nahe, eher auf eine konservative Strategie zu setzen: Wer Rückschläge vermeidet, dem genügt auch eine etwas niedrigere Rendite, um stetig Erfolg zu haben. Wer dagegen häufig ins Risiko geht, wird auch eher Verluste einfahren.

Um auch während turbulenter Börsenzeiten eine Orientierung zu haben und nicht ausschließlich der eigenen Anlage-Mentalität zu folgen, bieten sich so genannte Basis-Investments an. Produkte, die weltweit in Aktien und Anleihen investieren und streng regelbasiert funktionieren, sind ein gutes Fundament, um persönliche Fehler bei der Geldanlage zu minimieren. Wer ein solches Basis-Investment im Depot hat, gibt persönlichen Schwächen und Neigungen weniger Raum. Vorsichtige Investoren haben dank eines solchen Basis-Investments immer auch ein paar Aktien im Depot. Spekulativ orientierte Investoren disziplinieren sich mit einem solchen Basis-Investment und setzen immerhin ein wenig auf Anleihen oder weltweite Standardwerte.

Auch konservative Investments können Verluste bringen

Da sich die Märkte stetig ändern und die Erfolgs-Strategie von gestern schon morgen Verluste einbringen kann, ist so ein solides Fundament die Basis für einen langfristigen Anlageerfolg. Insbesondere erfolgsverwöhnte Anleger machen nach Phasen großer Gewinne oftmals den Fehler, ihre Erfolgs-Strategie kontinuierlich fortsetzen zu wollen.

Wenn die Gier einsetzt, während die Märkte drehen, kommt es aufgrund größerer Positionsgrößen nicht selten zu herben Verlusten. Das Phänomen der Gier betrifft dabei sowohl Männer als auch Frauen – wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Doch auch konservative Investoren können bei wechselnden Bedingungen am Kapitalmarkt in die Falle tappen. Zuletzt gaben deutsche Staatsanleihen, die für viele vorsichtige Anleger über Jahre ein Hort der Stabilität waren, deutlich nach. Auch gibt es immer wieder Stimmen, die insbesondere Qualitäts-Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen und einer geringen Marktzyklik eine bereits hohe Bewertung attestieren. Auch vermeintlich solide Investments können überbewertet sein. Der Grund liegt in der weltweiten Suche zahlreicher Investoren nach risikoarmen Renditen. Da diese Investments rar sind, kommt es zwangsläufig zu Übertreibungen. Folglich sollten sich auch konservativ ausgerichtete Anleger breit aufstellen und womöglich das ein oder andere Investment einstreuen, das sie sonst nicht gekauft hätten.

Risiko-Streuung als Kern des easyfolio-Prinzips

easyfolio liefert mit seiner globalen Ausrichtung genau das. Das preiswerte Portfoliokonzept bietet drei Ausprägungen mit Aktienquoten von dreißig, fünfzig oder siebzig Prozent. Dabei bleibt jedes easyfolio ( Zum Testbericht) gleich breit aufgestellt: Aktien und Anleihen aus jeder Region der Welt sind Kern des easyfolio ( Zum Testbericht)-Prinzips. Mit einem solchen Fundament können Anleger nach eigenen Wünschen am Kapitalmarkt Akzente setzen, ohne Gefahr zu laufen, gänzlich falsch positioniert zu sein.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/kein-geschlechter-kampf-im-depot/

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