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Niedrigzins frisst Vermögen auf

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Die Zinsen sind niedrig. Doch was für Sparer ein Graus ist, lässt Bauherren oder auch Käufer von Immobilien jubeln. Zu Unrecht. Eine Studie der Allianz hat nun Anlage- und Kreditzinsen gegenüber gestellt. Statistisch gesehen hat in 2013 jeder Deutsche 67,60 Euro verloren. Dies zeigt, dass die niedrigen Sparzinsen ein Problem sind, dem man nicht so leicht aus dem Weg gehen kann.

Auch wenn knapp 70 Euro zunächst wenig klingen, zeigt die Studie einen erschreckenden Trend: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Zinsverlust 2013 fast verdoppelt und dürfte 2014 weiter ansteigen. Die Zahlen zeigen: Sparer schreiben wegen der niedrigen Zinsen unterm Strich Verluste. Die gute Nachricht dabei: Die Zins-Misere wirkt sich erst seit kurzer Zeit negativ aus.

Ursache dafür könnte die hohe Zahl an Lebensversicherungen oder langfristigen Sparverträgen sein, die Anlegern in den vergangenen Jahren trotz niedriger Zinsen noch eine solide Rendite beschert haben. Doch die Zahl der Lebensversicherungen sinkt: Die durchschnittlichen Vermögen der Lebensversicherungen gaben zwischen 2008 und 2013 um 11 Prozent nach. Das ist eigentlich kein Wunder – schließlich sind Garantiezinsen und Überschussbeteiligungen in diesem Zeitraum stark gesunken. Alte Verträge sind ausgelaufen und das Kapital wurde nicht im selben Umfang wieder in neue Verträge gesteckt.

Wo aber ist das Sparvermögen der Deutschen gelandet? Das durchschnittliche Zins-Minus legt nahe, dass die Deutschen das Kapital nicht in lukrative Anlagen gesteckt haben. Und tatsächlich sind auch die Wertpapiervermögen seit 2008 klar zurück gegangen. Profitiert haben stattdessen Fest- oder Termingelder – die allerdings nachweislich nicht genug Zinsen abwerfen, um Sparverluste zu vermeiden.

Wertpapiere als Schlüssel gegen Kaufkraftverlust

Da in den kommenden Jahren immer mehr alte Sparverträge auslaufen werden, dürfte der statistisch ermittelte Sparverlust weiter ansteigen – zumindest dann, wenn Sparer weiter auf Festgeld setzen. Dass es Alternativen gibt, zeigt besagte Studie der Allianz. Demnach konnten Pensionäre als einzige Bevölkerungsgruppe ihr Kapital in den vergangenen fünf Jahren deutlich mehren: Um über zwanzig Prozent kletterten deren Vermögen. Als entscheidenden Schlüssel haben die Experten der Allianz Wertpapiere ermittelt. Pensionäre haben ein Drittel ihres Vermögens in Wertpapiere investiert – ein Großteil davon steckt in Aktienfonds oder Einzelwerten.

Die Studie der Allianz zeigt klar, dass der Kaufkraftverlust für deutsche Sparer alles andere als eine Illusion ist. Auch der Immobilien-Boom konnte den erschreckenden Trend in den vergangenen Jahren nicht umkehren. Tatsächlich schlägt die Niedrigzinsphase erst seit kurzem richtig stark auf die Renditen durch. Noch sind deutsche Sparer – von den wenigen Pensionären einmal abgesehen – nicht gegen den Kaufkraftverlust gerüstet.

Eine Maßnahme könnte es sein, einen Teil des Kapitals, das derzeit zu niedrigen Zinsen angelegt ist, umzuschichten. Dazu müssten Anleger aber über ihren Schatten springen und wieder stärker auf den Kapitalmarkt setzen. Auch wenn die Finanzkrise viele Sparer verunsichert hat, so sollten lukrative Anlagen doch zumindest als Beimischung zu einem Depot eine Rolle spielen.

Mit Aktien und Anleihen das Risiko im Griff

Unter den lukrativen Geldanlagen sind Aktien und Anleihen viel besser als ihr Ruf. Der Schlüssel liegt in der Möglichkeit, mittels Fonds breit zu streuen. Viele Anleger in Deutschland verkennen diese Chancen und setzen stattdessen lieber auf gut vermarktete Anlage-Produkte, die eine scheinbare Sicherheit versprechen. Die Pleite des Windanlagenbetreibers Prokon, der vermeintlich sichere Genussscheine mit hohen Zinsen herausgegeben hat, sollte als abschreckendes Beispiel gelten.

Aktien und Anleihen haben gegenüber solchen Anlageprodukten den großen Vorteil, dass sie weltweit im Fokus stehen. Analysten und Ratingagenturen nehmen Herausgeber von Anleihen unter die Lupe und analysieren an der Börse gelistete Unternehmen. Die geschieht ständig. Ändert sich etwas im Unternehmen, schreiben die Experten eine neue Analyse. Damit ist die Transparenz bei Aktien und Anleihen deutlich größer als bei Genussscheinen oder auch Lebensversicherungen. Zwar können alte Lebensversicherungen durchaus attraktiv sein und sollten nicht gekündigt werden, doch sind Aktien und Anleihen aus heutiger Sicht ohne Konkurrenz.

Anleger haben heute die Möglichkeit, mit nur einem Produkt auf zahlreiche Anleihen und Aktien zu setzen. So sinkt das Risiko noch einmal deutlich. Einziger Nachteil einer Investition am Kapitalmarkt sind die Schwankungen. Studien haben immer wieder gezeigt, dass Aktien langfristig eine lukrative Anlageklasse sind. Wer allerdings kurzfristig anlegt, muss die Schwankungen im Blick haben. Wer in einer Phase sinkender Kurse investiert, kann mit Aktien auch einmal Verluste einfahren.

Um Schwankungen unter Kontrolle zu halten, kommt es darauf an, die Aktienquote an das eigene Risikoprofil anzupassen. Dies geschieht durch die Beimischung von Anleihen. Als Faustregel gilt: Überwiegen die Anleihen in einem Depot, ist es eher defensiv ausgerichtet. Überwiegen Aktien, will ein Anleger Chancen wahrnehmen, muss aber auch mit höheren Schwankungen leben.

Ein Produkt, preiswert und breit gestreut

Das Fondskonzept easyfolio ( Zum Testbericht) bietet drei unterschiedliche Risikoklassen mit unterschiedlichen Aktien- und Anleihequoten an. Darüber hinaus setzt es auf mehr als 6.000 Aktien und Anleihen aus der ganzen Welt. Die Streuung ist dabei extrem wichtig: In jedem easyfolio ( Zum Testbericht) stecken Aktien von Unternehmen aus jeder Weltregion, aus jeder Branche und von unterschiedlicher Größe. Auch bei Anleihen sind Staatsanleihen aus aller Welt und Unternehmenspapiere vereint.

Da easyfolio einen passiven Investment-Ansatz verfolgt, fallen die Gebühren mit 0,99 Prozent jährlich extrem gering aus. Ausgabeaufschläge fallen gar nicht erst an. Auch kann jedes easyfolio täglich an der Börse gekauft und verkauft werden. Für Anleger, die gegen den Kaufkraftverlust ankämpfen und ihrem Depot eine sichere und zugleich rentable Alternative beimischen wollen, ist dieses Fondsprodukt daher genau das Richtige.

 

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/niedrigzins-frisst-vermoegen-auf/

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