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Schattenseiten der Liquidität beim Thema Geldanlage

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Geldscheine sind Liquidität
Wenn wir über Anlageprodukte recherchieren, fallen uns immer wieder einzelne Stichworte auf, die sich ständig wiederholen. Begriffe wie Risikokontrolle, Diversifikation oder auch Liquidität sind zu Recht positiv behaftet.

Wenn wir über Anlageprodukte recherchieren, fallen uns immer wieder einzelne Stichworte auf, die sich ständig wiederholen. Begriffe wie Risikokontrolle, Diversifikation oder auch Liquidität sind zu Recht positiv behaftet. Doch lohnt es sich, diese Begriffe differenzierter zu betrachten. Nehmen wir exemplarisch die Liquidität. Liquidität meint so viel wie Verfügbarkeit. Eine Geldanlage ist dann liquide, wenn wir sie schnell zu Geld machen können, ohne beim Preis Abstriche hinnehmen zu müssen. Wir selbst sind liquide, wenn wir Kapital auf der hohen Kante haben. Wenn wir Liquidität einfach begreifen, liegen die positiven Eigenschaften auf der Hand. Doch es gibt auch Schattenseiten.

Wenn ein Finanzprodukt liquide ist, dann könnte dies uns dazu verleiten, das Produkt aktiv zu handeln. Da es immer irgendwo eine Aktie gibt, die gerade steigt, könnte man annehmen, dass Liquidität der Schlüssel dazu ist, täglich Renditen von drei, vier oder sogar fünf Prozent abzugreifen und das Kapital innerhalb eines Jahres zu vervielfachen. Doch in der Praxis gelingt dies nicht. Warum? Wer von Anlage zu Anlage springt, geht jedes Mal ein neues Risiko ein. Gleichzeitig fehlt die Zeit, jedes Investment auch klar zu analysieren. Die schmerzlichen Erfahrungen vieler Hobby-Trader haben gezeigt, dass schnelles Umschichten in der Regel eher zu Verlusten denn zu Gewinnen führt. Wer der Verlockung der Liquidität erliegt, setzt sich also großen Risiken aus.

Fixe Investment-Ideen können teuer werden

Wer dagegen die Liquidität als Option begreift, die man nicht wahrnehmen muss, fährt deutlich besser. Der Trend an den internationalen Finanzmärkten ist klar: Trotz New-Economy-Crash, Finanzkrise oder der Pleite ganzer Volkswirtschaften wie beispielsweise Argentinien bewegen sich die Märkte langfristig gesehen nach oben. Wer auf Sicht von dreißig oder vierzig Jahren konsequent auf den Kapitalmarkt setzt, fährt attraktive Gewinne ein – dies haben die letzten Jahrzehnte gezeigt. Selbst derjenige Anleger, der statt von Aktie zu Aktie zu springen die Liquidität von Finanzlösungen nur dazu nutzt, um Risiken zu minimieren und vor drohenden Kursrückschlägen auszusteigen, geht ein Risiko ein. Wer ein ausgewogenes Portfolio aus soliden Aktien und Anleihen aufgebaut hat, der wettet mit jedem zeitweisen Ausstieg aus dem Markt gegen einen starken Trend. Häufig gelingt es Anlegern erst wieder einzusteigen, wenn der Markt bereits wieder höher notiert. Der Ärger ist bei entgangenen Gewinnen meist genau so groß, wie bei Verlusten.

Und es gibt weitere Argumente, die dagegen sprechen, ausgeklügelte Finanzlösungen zu schnell zu Geld zu machen: Wer Kapital auf der hohen Kante hat, der neigt dazu, kurzfristige Trends und vermeintliche Innovationen zu kaufen. Wir alle kennen das. Auf dem Girokonto gibt es kaum Zinsen. Gleichzeitig zeigen sich gleich mehrmals wöchentlich vermeintliche Anlagechancen. Ob die aufstrebende Volkswirtschaft in Lateinamerika, die neueste Technik-Innovation aus dem Silicon Valley oder die beeindruckende demografische Entwicklung afrikanischer Staaten wie beispielsweise Nigeria – vordergründig ist die Investment-Welt voller Chancen. Das Dumme ist nur, dass sich flinke Ideen in der Regel nicht auszahlen. Hinzu kommt, dass jeder Investor, der zu viel Barmittel auf der hohen Kante hat, mit jedem neuen Investment seine Portfoliostruktur verschiebt. Gerade die vermeintlich aussichtsreichen Investments in neue Trends sorgen in der Regel dafür, dass das Risiko deutlich erhöht wird. Für Privatanleger sind solche Investitionen nicht geeignet. Möglicherweise als spekulative Depotbeimischung, aber dann nur in einem klaren Rahmen.

Mit easyfolio der Liquiditätsfalle entkommen

Einen solchen klaren Rahmen gibt beispielsweise easyfolio vor. Mit dem Fokus auf Aktien und Anleihen aus aller Welt ist die Anlagelösung auf jede Börsenphase vorbereitet. Da in jedem easyfolio ( Zum Testbericht) tausende Aktien und Anleihen stecken, werden Risiken einzelner Regionen oder Unternehmen effektiv gesenkt. Da easyfolio ( Zum Testbericht) das Ziel verfolgt, langfristig eine faire Marktrendite abzubilden, fallen auch die Risiken geringer aus als bei einigen aktiv verwalteten Fonds, die von einigen wenigen Spekulationen abhängig sind. Ganz nebenbei sorgt dieser passive Ansatz auch für niedrigere Gebühren. So aufgestellt, können Anleger getrost investiert bleiben, statt hektisch zu verkaufen. Auch gegenüber einzelnen ETFs hat easyfolio die Nase vorn: Während die Rückschläge bei ETFs wie beispielsweise auf den DAX-Index zuletzt deutlich waren, federt easyfolio mit seinem variablen Anleiheanteil zwischen dreißig und siebzig Prozent Schwankungen bei Aktien effektiv ab. Den Grad der Federung bestimmen Anleger ganz einfach bei der Wahl des jeweiligen easyfolios. Auch Umschichtungen zwischen den einzelnen Strategien sind einfach und günstig möglich. So können easyfolio-Anleger auf Veränderungen der eigenen Lebenssituation reagieren, ohne in die Liquiditätsfalle zu tappen.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/schattenseiten-der-liquiditaet-beim-thema-geldanlage/

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