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Schwellenländer und ihre Rolle im Depot

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Schwellenländer bergen große Chancen. Doch gibt es Chancen nicht ohne Risiken. Wie ein Portfolio mit Aktien aus Emerging Markets konzipiert sein sollte.

Wer passiv investiert, setzt häufig auf nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes. Dieses Vorgehen ist auch sinnvoll – beispielsweise dann, wenn man innerhalb einer Volkswirtschaft auf die stabilsten und bedeutendsten Unternehmen bauen will. Eine weltweite Vermögensallokation auf Basis der Marktkapitalisierung ist allerdings nicht sinnvoll. Eine Studie der Sutor Bank hat nun gezeigt, dass es zwischen Marktkapitalisierung und Wirtschaftsleistung insbesondere bei Schwellenländern sehr große Unterschiede gibt. Die Marktkapitalisierungen der Aktienmärkte fallen gering aus, während die tatsächliche Wirtschaftsleistung der jeweiligen Volkswirtschaften bereits groß ist. Diese Diskrepanz birgt Risiken.

Sutor Bank: Schwellenländer mit Nachholpotenzial

Denn was zeigen uns Unterschiede zwischen Marktkapitalisierung und Wirtschaftsleistung? Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus den Bewertungen an der Börse. Die Wirtschaftsleistung bemisst sich nach den tatsächlichen Umsätzen innerhalb einer Volkswirtschaft. Wenn nun die Marktkapitalisierung deutlich größer ausfällt, ist dies ein Beleg, dass Anleger in großem Maße auf die Zukunft spekulieren. Liegt die Marktkapitalisierung deutlich unterhalb der tatsächlichen Wirtschaftsleistung, blickt die Börse pessimistisch in die Zukunft. Genau so zeigt sich die Lage laut der Auswertung der Sutor Bank: Schwellenländer haben einen Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung von 36,1 Prozent, vereinen aber nur 11,7 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung auf sich. Die Industriestaaten kommen demnach mit einem Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung von 63,9 Prozent auf einen Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung von 88,3 Prozent. Es sei daher nicht unwahrscheinlich, dass die Marktkapitalisierungen der Schwellenländer langfristig wieder einen größeren Anteil erobern. Doch müsse das nicht zwangsläufig so sein, betont Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank.

Schwellenländer: ein Markt der Extreme

Vielmehr zeigen die Untersuchungen, dass sich Bewertungen von Industrie- und Schwellenländern während der vergangenen Jahre recht ähnlich entwickelt haben. Einziger, aber bedeutender Unterschied waren die Schwankungen. Während sich Aktien aus Industrieländern mit kleineren Rückschlägen stetig entwickelten, sprangen die Bewertungen bei Titeln aus Schwellenländern hin und her. Die stark schwankende Marktkapitalisierung sollte daher für Anleger keine Grundlage sein, um ein Portfolio zu konzipieren.

Die umfassende Anlagelösung easyfolio ( Zum Testbericht) orientiert sich bei der Gewichtung von Schwellenländern daher an der Wirtschaftsleistung. Diese konstante Größe blendet Über- und Untertreibungen der Kapitalmärkte aus und sorgt dafür, dass Schwellenländer trotzdem eine angemessene Rolle im Depot spielen. Bei easyfolio ( Zum Testbericht) sind dies je nach Produkt zwischen 7,4 (EASY30) und 17,3 Prozent (EASY70). „Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Investment in die Emerging Markets einen Extremwert im Positiven wie im Negativen zu erzielen, ist deutlich höher als bei den Industrieländern. Gegen Extremwerte im Positiven hat niemand etwas einzuwenden – schwierig aber sind die starken Abstürze“, sagt Lutz Neumann. „Während die Industriestaaten Stabilitätsvorteile bieten, weisen die Emerging Markets Renditevorteile auf. Das Beste ist eine Mischung aus beiden Welten, die im Idealfall über kostengünstige börsengehandelte Indexfonds abgebildet wird“, erklärt Neumann.

Mit easyfolio gibt es keine Prozyklik

Diese Mischung setzt easyfolio inzwischen seit mehr als einem Jahr erfolgreich mit ETFs um. Obwohl jedes easyfolio aus Anleihen verschiedener Gattungen und Aktien aus aller Welt besteht, kostet easyfolio für Anleger lediglich 0,9 Prozent jährlich. Da darüber hinaus auch keine Ausgabeaufschläge anfallen, können Anleger bequem und je nach Risikoneigung zwischen easyfolio 30, easyfolio 50 und easyfolio 70 wechseln. Je höher die Zahl, desto höher die Aktienquote und damit die Chance, von der dynamischen Entwicklung der Aktienmärkte zu profitieren. Da easyfolio als Basis für die Zusammensetzung des Aktienanteils jedoch auf die Wirtschaftsleistung setzt und Bewertungen bei der Länder-Allokation weitgehend ignoriert, behält jedes easyfolio auch nach starken Kurssteigerungen seinen Charakter. Ein an der Marktkapitalisierung orientierter Ansatz würde dazu führen, dass genau diejenigen Märkte stark gewichtet werden, die zuletzt bereits besonders stark gestiegen sind. Diese Prozyklik schließt easyfolio bewusst aus – die mitunter starken Schwankungen von Schwellenländer-Aktien zeigen, dass dies der bessere Ansatz ist.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/schwellenlaender-und-ihre-rolle-im-depot/

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