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So erreichen Anleger Sparziele

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Ansparen einer Immobilie
Um Sparziele zu verwirklichen, sind Kontinuität und klare Vorstellung die Voraussetzungen

Der lange Weg zu einem schönen Depot“. Dies ist der Titel eines Artikels in der Frankfurter Allgemeinen. Doch damit ist nicht gemeint, dass der Weg zu einer ausgewogenen Geldanlage lang und steinig sein muss. Es geht vielmehr darum, dass wir uns Zeit nehmen sollten, um unsere Ziele zu erreichen. Das Gute an einem langfristigen Vermögensaufbau ist, dass wir mehr Möglichkeiten haben und geringere Risiken eingehen müssen.

Um erfolgreich zu sparen und ein Vermögen aufzubauen, sollten wir in Jahren denken. Liegt ein Sparziel dreißig Jahre entfernt, wie dies beispielsweise bei einem Berufseinsteiger der Fall ist, eröffnet dies einige Möglichkeiten. Je länger das Sparziel entfernt ist, desto eher können wir Aktien in unsere Vermögensplanung einbauen. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um den Anteil, den Aktien in einem Depot einnehmen. Wer jung ist und für die Rente spart, kann teilweise mehr als 50 Prozent seiner Ersparnisse in Aktien stecken. Der genaue Depotanteil sollte von persönlichen und externen Faktoren abhängen.

Investments werden von persönlichen und externen Faktoren beeinflusst

Persönliche Faktoren könnten beispielsweise die Risikobereitschaft und der eigene Umgang mit Verlusten sein. Wer Buchverlusten in Höhe von 300 Euro über Wochen nachtrauert, sollte ein geringeres Risiko wählen. Doch auch die künftige Einkommensentwicklung spielt eine Rolle. Ein Arzt im Praktikum, der derzeit 60 Stunden-Schichten schiebt und vergleichsweise wenig verdient, kann bei der Geldanlage trotzdem ein höheres Risiko eingehen, da sein Verdienst in den nächsten Jahren stark steigen wird. Zu den externen Faktoren, die bei der Wahl der Aktienquote eine Rolle spielen, könnten beispielsweise Bewertungsniveaus bei Aktien oder auch ganz schlicht die Zahl der zurückliegenden erfolgreichen Börsenjahre liegen. Ist eine Aktienhausse bereits seit Jahren im Gange, wählt man auch als junger Sparer eher eine Aktienquote am unteren Ende der Spanne. Hat der Markt gerade einen Crash gesehen, können sich höhere Aktienquoten lohnen.

Hau-Ruck-Aktionen kosten Geld

Wenn wir von einem langen Weg zu einem schönen Depot sprechen, meinen wir damit den kontinuierlichen Vermögensaufbau. Wer Sparpläne nutzt und statt Einmalanlagen auf Sparpläne setzt, der streut seine Ersparnisse im zeitlichen Verlauf und blendet so extreme Kursbewegungen aus. Der so genannte Mischkurseffekt kommt bei Sparplänen ganz besonders zum Tragen. Ganze nebenbei helfen uns Sparpläne auch dabei, am Ball zu bleiben und das Sparziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Und wie sparen Menschen, die keine Berufseinsteiger sind oder deren Sparziele in näherer Zukunft liegen? Die Grundsätze des langfristigen und nachhaltigen Sparens gelten auch hier und sollten eingehalten werden. Hau-Ruck-Aktionen bringen Anlegern in den allermeisten Fällen Verluste. Wer sein Kapital innerhalb von zehn Jahren verdoppeln will, der kann dieses Ziel mit Aktien zwar erreichen, riskiert dabei aber auch, nach zehn Jahren nur noch die Hälfte seiner Ersparnisse übrig zu haben. Wer wenig Zeit zum Sparen hat, der sollte die Sparziele anpassen, nicht die Sparform.

Realistische Ziele + kontinuierliches Investieren = Erfolg

Zwar ist es innerhalb eines bestimmten Rahmens möglich, bewusst ein höheres Risiko einzugehen, doch sollten Anleger dabei nicht übertreiben. Wer 50.000 Euro für die Dauer von zehn Jahren anlegt und monatlich 150 Euro anspart, der kann bei einem Zinssatz von 4,5 Prozent jährlich ein Vermögen von rund 100.000 Euro erreichen. Dies ist beispielsweise eine Rendite, die mit easyfolio 50 auf Dauer von zehn Jahren jährlich zu erzielen ist. Wer mit dieser Sparform seinen Zielen nicht hinreichend näher kommt, der kann ein minimal höheres Risiko eingehen. Dies kann beispielsweise gelingen, in dem Anleger am Anfang der Sparphase auf easyfolio ( Zum Testbericht) 70 setzen, welches eine höhere Aktienquote hat. Nach zwei bis drei Jahren könnte dann wieder auf easyfolio ( Zum Testbericht) 50 gewechselt werden. Bereits mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent jährlich könnten Sparer beim obigen Beispiel einen Endbetrag von 110.000 Euro erreichen. Größere Risiken einzugehen, ist bei einem näher rückenden Sparziel allerdings nicht empfehlenswert.

Um das Kapital zu mehren und Risiken so gering wie möglich zu halten, sollten Anleger sich realistische Ziele setzen und diese kontinuierlich verfolgen. Die richtige Mischung aus sicheren und chancenorientierten Anlagen hilft dabei, die Sparziele auch zu erreichen.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/so-erreichen-anleger-sparziele/

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