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So senken Sie das Risiko im Depot

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So senken Sie das Risiko im Depot

Risiko und Rendite sind eng miteinander verbunden. Wer eine hohe Rendite erwartet, muss dafür auch ein entsprechendes Risiko eingehen. Dennoch gibt es einige Mittel und Wege, die Gefahr von Kursrückschlägen klein zu halten – oder besser: Das eigene Depot auf diese Rückschläge vorzubereiten.

Ein erster Schritt zur Risikominimierung ist die Erkenntnis, dass wir die Bewegung der Märkte nicht vorhersehen können. Den Magier der Märkte, der von Anlageklasse zu Anlageklasse springt und immer innerhalb kürzester Zeit hohe Renditen mitnimmt, den gibt es nicht.

Gerade Privatanleger, die nicht regelmäßig mehrere Stunden für die Geldanlage aufwenden wollen, sollten sich von solchen Gedanken schnell verabschieden.

Die Lösung dagegen ist ein ausgewogenes Depot, das in sich so konzipiert ist, dass Rückschläge einzelner Märkte, wie beispielsweise deutsche Aktien, nicht so stark ins Gewicht fallen. Ein solches Konzept verfolgen die drei easyfolios und bieten Aktien und Anleihen aus der ganzen Welt in nur einem Produkt. So entsteht ein Anlage-Mix, der gegen die meisten Turbulenzen auf einzelnen Märkten gewappnet ist. Doch welche Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren gibt es neben einem breit aufgestellten Depot?

Diversifikation als Schlüssel zum Erfolg

Diversifikation ist sicherlich der erste und wichtigste Schritt. Darüber hinaus haben insbesondere Anleger, die auf kostengünstige ETF-Lösungen setzen, die Möglichkeit schnell auf Geschehnisse am Markt zu reagieren. Da ETFs keine Ausgabeaufschläge kosten, können Anleger geschickt am Markt taktieren. Taktieren heißt in diesem Fall bei hohen Kursen einige ETF-Anteile verkaufen und bei niedrigen Kursen zukaufen.

Was sich einfach anhört, ist in der Praxis natürlich etwas komplexer. Wann genau ein Markt günstig ist, lässt sich nicht immer so einfach sagen. Wer auf easyfolio ( Zum Testbericht) setzt, kauft nicht nur einen Markt, sondern viele Märkte. Dies gibt Anlegern die Möglichkeit, taktische Entscheidungen an abstrakten Indikatoren festzumachen.

Beispielsweise könnten neue Jahreshochs bei Aktienindizes ein Grund für Teilverkäufe sein. Rutschen Aktien wieder in die Nähe der Jahrestiefs, kann man wieder nachkaufen. Wichtig ist dabei, dass taktische Positionen nur einen sehr kleinen Teil des Gesamtdepots ausmachen. Wer z. B. 100.000 € breit diversifiziert investiert hat, sollte maximal bis zu einem Zehntel des Depots taktieren. Wichtig ist dabei auch, dass Anleger zu Entscheidungen stehen. Wer das Risiko minimiert, sollte damit leben können, wenn der Markt dennoch weiter steigt. Auch bietet es sich an, Kriterien für Gewinnmitnahmen oder Nachkäufe klar zu definieren. Kurzfristige Bauch-Entscheidungen bringen selten Erfolg.



 Short-Produkte: Nur für gewiefte Anleger

Eine weitere Möglichkeit, das persönliche Anlage-Risiko zu minimieren, können Short-Produkte sein. Professionelle Anleger arbeiten häufig damit. Statt ein auf steigende Kurse ausgerichtetes Depot teilweise zu verkaufen, gehen Profis oftmals eine Position ein, die von fallenden Kursen profitiert und Kursverluste des Depots so ausgleicht. Solche Versicherungen gegen Kursverluste haben den Nachteil, dass Kursverluste entstehen, wenn der Markt weiter steigt.

Es bietet sich daher an, nur kleine Positionen an Short-Produkten zu kaufen. So werden Schwankungen des Depots abgefedert. Für Anleger, die ein ETF-Depot haben, bieten sich Short-Produkte nur in Ausnahmefällen an – zu einfach ist es, schnell ein paar ETFs zu verkaufen. Noch weniger lohnen sich solche Depotabsicherungen für easyfolio ( Zum Testbericht)-Kunden. Da in jedem easyfolio eine ganze Reihe an Märkten stecken, reicht eine einzige Order aus, um das Risiko auf breiter Ebene zu senken.

Einfach zwischen easyfolio-Lösungen wechseln

Da es von easyfolio drei Produkte mit jeweils unterschiedlicher Rendite-Orientierung gibt, sollten risikobewusste easyfolio-Kunden eher darüber nachdenken, in eine defensivere Variante zu wechseln. Der Wechsel von easyfolio 70 (mit 70 Prozent Aktienquote) zu easyfolio 50 oder easyfolio 30 kann ein geeigneter Weg sein, Kursschwankungen zu glätten.

Mögliche Indikatoren können wie auch bei Teilverkäufen die wichtigsten Aktienindizes sein. Natürlich können auch persönliche Gründe wie Teilzeit-Arbeit oder der Ruhestand Argumente liefern, das Risiko etwas herunter zu fahren. Als Grundsatz hat es sich bewährt, immer defensiver anzulegen, je näher das Sparziel rückt. Und wer für den Ruhestand spart, sollte fünf Jahre vor der Rente eher auf Kapitalerhalt, denn auf rasantes Wachstum setzen.

Hin und her macht Tasche leer

Sowieso ist Risikominimierung ein sehr individuelles Thema. easyfolio und ETFs im Allgemeinen bieten Anlegern aufgrund der geringen Gebühren und der hohen Flexibilität zahlreiche Möglichkeiten. Wichtig ist dabei nur, dass aus entschlossenem Handeln kein Aktionismus wird. Grundlage einer langfristig erfolgreichen Geldanlage ist und bleibt ein ausgewogenes Portfolio. Taktische Teilverkäufe oder gar eine Depotabsicherung mittels Short-Produkten sollten maßvoll eingesetzt werden und das Risiko im Depot auf keinen Fall erhöhen. Auch häufige Depotumschichtungen schmälern eher die Rendite.


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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/senken-sie-das-risiko-im-depot/

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