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Wann sich passive Investments auszahlen

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Aktiv oder passiv? Neueste Zahlen von S&P Dow Jones Indices zeigen, dass die Wahl des Fondskonzepts keine Glaubensfrage mehr ist. Noch immer halten sich sowohl bezüglich ETFs als auch hinsichtlich aktiver Fondslösungen einige Vorurteile. Einige dieser Vorurteile lassen sich nun bestätigen, andere entkräften. An dieser Stelle haben wir schon häufiger erwähnt, dass es für Fondsmanager mit einem aktiven Ansatz häufig schwer ist, besser abzuschneiden als der Index. Die Europe S&P Indices Versus Active Funds (SPIVA®) Scorecard bestätigt dies nun. Betrachtet man weltweit ausgerichtete Aktienfonds, schaffen es neun von zehn dieser Fonds nicht, den Vergleichsindex S&P Global 1200 zu schlagen. Auch auf anderen Märkten sieht es kaum besser aus: Nur 26 Prozent der in Deutschland investierenden Fonds schlagen ihren Vergleichsindex. Auf dem US-Markt schafften es 2014 gar nur 6 Prozent.

Aktive Fonds kosten Zeit und Geld

Die Ansicht, dass aktive Fonds ihre Freiheit auch zu Ungunsten der Anleger einsetzen, hat sich also zumindest 2014 bestätigt. In Diskussionen rund um die Wahl des richtigen Investment-Ansatzes klingt immer wieder durch, dass aktive Ansätze besonders auf ineffizienten Märkten ihre Stärke ausspielen. Häufig werden in diesem Zusammenhang Schwellenländer genannt. Tatsächlich gehören Schwellenländer neben Deutschland zu den Märkten, auf denen aktiven Fondsmanagern 2014 noch am ehesten eine Outperformance geglückt ist. Immerhin 24 Prozent schafften es, den S&P-IFCI-Index zu schlagen. Das ist zwar noch immer kein Ruhmesblatt, doch zeigt dies zumindest, dass sich aktive Ansätze durchaus lohnen können – zumindest wenn man durchweg auf das beste Viertel der Branche setzt.

MarktVergleichsindexAnteil der aktiven Fonds mit Underperformance zum Vergleichsindex
DeutschlandS&P Germany BMI74 %
EuropaS&P Europe 35083 %
USAS&P 50094 %
WeltS&P Global 120090 %
Emerging MarketsS&P / IFCI76%

Doch die besten Fonds einer Kategorie herauszufiltern ist mit einigem Aufwand verbunden. Nach einer groben Recherche mit Hilfe von Fondskennzahlen und Chartverläufen bietet es sich am Ende womöglich gar an, direkt mit einem Vertreter des Anlageprodukts zu sprechen oder zumindest regelmäßig Marktkommentare zu studieren. Auch wenn dies kein Geld kostet so kostet diese Recherche zumindest Zeit. Wer Wochen oder gar Monate damit zubringt, geeignete Anlageprodukte zu finden, dem entgeht auch Rendite. Hinzu kommt, dass jegliches Fondsresearch immer nur einen Bezug zur Vergangenheit herstellt. Jedes noch so gute Produkt, kann schon morgen schlechte Entscheidungen treffen.

Aktive Manager profitieren kaum von Volatilität

Diese Überraschungen bleiben bei Indizes aus. Wer mittels ETFs auf Indizes setzt, wird nie das Fondsprodukt des Jahres im Depot haben. Im Gegenzug aber auch niemals den größten Verlierer. Indizes haben den Vorteil, sehr berechenbar zu sein: sie bringen immer genau die Marktrendite ein. Wo aktive Manager kostenintensiv Chancen suchen, geht ein ETF streng regelbasiert vor. Dies hilft auch bei der Depotkonstruktion, da Anleger mit ETFs immer ganz genau wissen, was in ihrem Portfolio steckt.

Oftmals argumentieren Vertreter der Fondsbranche auch, dass aktiv verwaltete Produkte insbesondere während volatiler Marktphasen Chancen wahrnehmen können. Das ist in der Theorie sicherlich richtig. Ein Fonds, der die Investmentquote aktiv steuert und zudem bei der Wahl seiner Investments frei ist, kann Kursbewegungen theoretisch ausnutzen. Die dürftigen Ergebnisse im vergangenen Jahr, das bereits eine hohe Volatilität gezeigt hat, widerlegen dies allerdings.

easyfolio als Basis-Investment – Fonds als Ergänzung

Dennoch gibt es natürlich aktive Fonds, die Anlegern einen Mehrwert bieten. Wie groß dieser Mehrwert ist, ist von Markt zu Markt unterschiedlich. Vor allem auf illiquiden Märkten können aktive Fonds Stärken ausspielen. Auch wenn es darum geht, Smallcaps zu analysieren, bietet es sich an, auf die Erfahrung von Profis zu setzen. Doch sind viele dieser exotischen Strategien überhaupt nicht notwendig, um langfristig Erfolge am Kapitalmarkt zu erzielen. Statt auf Nischen zu setzen, können Investoren mit Large Caps und den wichtigsten Anlage-Regionen der Welt plus einige interessante Anleihen ein robustes Portfolio aufbauen. Unsere ausgeglichene Strategie easyfolio 50 mit einem hälftigen Anteil aus Aktien und Anleihen brachte im laufenden Jahr immerhin eine Rendite von 9,4 Prozent ein. Die Kosten liegen unter einem Prozent und auch fallen keine Ausgabeaufschläge an. Mit einem solchen Investment decken Anleger Aktien und Anleihen aus Europa, den USA und Asien ab.

Für die meisten Anleger werden Basis-Strategien wie easyfolio bereits für den langfristigen Vermögensaufbau ausreichen. Wer dennoch mehr will, kann neben einem Basisinvestment in easyfolio ( Zum Testbericht) persönlich Akzente setzen. Dies gelingt mit ETFs oder aktiv verwalteten Fonds gleichermaßen. Bei aktiven Fonds sollten Anleger nur darauf achten, dass sich eine Strategie auch bezahlt macht. Als Basis-Investment oder auf etablierten Märkten bieten ETFs in der Regel die besseren Lösungen!

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/wann-sich-passive-investments-auszahlen/

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