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Warum die Bedarfsanalyse das A und O der Geldanlage ist

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Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) nimmt regelmäßig auch Banken unter die Lupe. Zuletzt untersuchte das Institut im Auftrag von n-tv 15 Filialbanken in deutschen Metropolen. Das Ergebnis: Während die Berater ihre Produkte in der Regel fachkundig und gut erklären konnten, fiel die Bedarfsanalyse eher dürftig aus. Mit dem Bedarf meinen Anlageberater den persönlichen Hintergrund des Kunden. Dazu gehören Fragen nach bestehenden Einlagen, dem monatlichen Überschuss, Kreditverträgen, die Qualität der Absicherung über Versicherungen sowie die Nachlass-Planung. DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer sieht in einer gründlichen Bedarfsanalyse die Voraussetzung für eine gute Beratungsleistung. Denn erst wenn geklärt ist, was Kunden haben, wünschen und brauchen, sind die nötigen Informationen vorhanden, um auch passende Produkte auswählen zu können.

Erster Schritt: Sämtliche Investments sichten

Was haben Anleger davon, wenn ein offensiver Aktienfonds zwar während guter Börsenphasen hohe Renditen verspricht, dafür aber im Gegenzug besonders stark schwankt? Insbesondere Kunden, die ohnehin wenig Kapital auf der hohen Kante haben und womöglich gar Kreditverträge bedienen müssen, sollten von solchen Anlageprodukten die Finger lassen. Doch offenbar ist es in deutschen Banken noch immer üblich, produktzentriert zu beraten. Zwar hat die Qualität der Beratung zugenommen, doch sollten Privatanleger die Bedarfsanalyse nicht außen vor lassen und sich selbst Gedanken über die eigene finanzielle Situation machen.

Dazu sollten Investoren zunächst einmal sämtliche Sparformen und auch Versicherungen sichten. Viele Privatanleger haben neben den gängigen Sparanlagen auch Genossenschaftsanteile oder ein paar Goldmünzen im Schrank. Für eine gründliche Bedarfsanalyse ist es wichtig, sich über alle Anlagen einen Überblick zu verschaffen. Auch die Durchsicht der bestehenden Versicherungsverträge ist wichtig. Dabei kann es in einem ersten Schritt darum gehen, unnötige Versicherungen zu finden und zu kündigen. Weiterhin sollten Privatanleger darauf achten, dass die größten Risiken wie Privathaftung und Berufsunfähigkeit in jedem Fall abgedeckt sind.

Je älter, desto defensiver anlegen

Liegen sämtliche Sparformen auf dem Tisch, gilt es, diese zu kategorisieren. Sinnvolle Unterscheidungsmerkmale sind wertstabile und schwankende Anlagen oder auch Produkte mit regelmäßigen Ausschüttungen beziehungsweise Zinszahlungen und Anlagen ohne Ausschüttung. Wichtig ist, dass verschiedene Anlageformen ihre Berechtigung haben und vor allem die Kombination aus verschiedenen Produkten Sicherheit bietet. Doch dafür sollten die Produkte auch unterschiedlich sein. Wer ausschließlich Sachwerte hat, die keine Zinsen einbringen, hat ebenso ein Problem wie jemand, der ausschließlich auf Aktien setzt.

Um beurteilen zu können, welcher Anlage-Mix der Richtige ist, müssen wir uns einige Fragen stellen. Zunächst einmal gibt das Alter Aufschluss darüber, wie defensiv wir anlegen sollten. Wer keine zwanzig mehr ist, sollte eher Wert auf Kapitalerhalt legen. Insbesondere in den letzten fünf Jahren vor der Rente sollten Anleger keine allzu großen Risiken mehr eingehen. Ein zu großer Anteil an Aktienfonds beziehungsweise schwankenden Anlagen wäre hier gefährlich. Auch spielen Absicherungs-Lücken auf Seiten der Versicherungen für ältere Menschen eine größere Rolle als für angehende Studenten.

Von der Bedarfsanalyse zum passenden Produkt

Neben dem Alter müssen Anleger auch Zahlungsverpflichtungen oder bevorstehende Anschaffungen berücksichtigen. Wer sich ein Auto kaufen will, sollte das dazu nötige Kapital eher sicher anlegen. Dass darüber hinaus immer ein Notgroschen vorhanden sein sollte, ist eine der ältesten Regeln der Vermögensplanung. Sind diese Rahmenbedingungen einmal abgesteckt, müssen sich Anleger fragen, wie sehr sie bereit sind, Kursschwankungen auszuhalten. Manch ein Anleger blendet dreißig Prozent Buchverlust locker aus und freut sich nach zwanzig Jahren dennoch über eine überdurchschnittliche Rendite. Andere Anleger können solche Schwankungen nicht ertragen. Hören Sie daher in sich und lassen Sie auch Ihre persönliche Anleger-Mentalität in die Planung einfließen. Im Internet gibt es verschiedene Tools, die einem dabei helfen, sich besser selbst einschätzen zu können. Ein Beispiel für einen Anlegertest gibt es hier.

Wer diese Überlegungen gemacht hat, kann auch in ein Gespräch mit einem Bankberater gehen. Am einfachsten wäre es, die persönliche Situation vor dem Gespräch kurz darzulegen und immer wieder nachzufragen, ob ein Produkt in diesen Rahmen passt. Eine andere Option, die zudem noch Kosten und Gebühren spart, wäre easyfolio. Das Anlagekonzept ist breit gestreut und bietet drei Risikoklassen für unterschiedliche Anleger. Aktienquoten von 30, 50 und 70 Prozent sorgen dafür, dass vom Studierenden bis zum Rentner jeder Anleger auf seine Kosten kommt. Das Besondere: Die verschiedenen easyfolios können sogar kombiniert werden und sind darüber hinaus sparplanfähig. Jährliche Kosten von nur 0,9 Prozent ohne Ausgabeaufschläge lassen viele Produkte, die in Bankfilialen angeboten werden, alt aussehen!

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/warum-die-bedarfsanalyse-das-a-und-o-der-geldanlage-ist/

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