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Warum easyfolio nicht auf Smart-Beta setzt

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Das Angebot an ETFs wird von Tag zu Tag größer. Als innovative Investmentlösung auf ETF-Basis werden wir immer wieder gefragt, warum bestimmte ETFs Teil von easyfolio sind und andere nicht. Vor allem Smart-Beta-Produkte haben es einigen Investoren angetan. Smart-Beta-ETFs versuchen, besser zu sein als klassische ETFs, die marktkapitalisierte Indizes abbilden. Dazu greifen Smart-Beta-Ansätze auf verschiedene Kriterien zurück, beispielsweise die Bewertung oder die Dividendenrendite von Unternehmen und gruppieren die Indizes nach diesen Vorgaben. Die Idee dahinter ist einfach: Man versucht so, noch ein wenig besser zu sein als herkömmliche Indizes und sowohl Risiko als auch Rendite zu optimieren. Wir von easyfolio ( Zum Testbericht) setzen uns mit diesen Ansätzen auseinander und beobachten deren Entwicklung. Trotzdem wird easyfolio ( Zum Testbericht) auch weiterhin klassische Indizes, die nach Marktkapitalisierung gewichtet sind, beinhalten.

Jagd nach Überrendite als Nullsummenspiel

Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein bedeutender Grund liegt darin, dass sich Smart-Beta-Ansätze von der ursprünglichen Investment-Philosophie, die hinter ETFs steht, entfernen. Wer versucht, den Markt zu schlagen, geht Risiken ein. Die großen Indizes sind der Markt. Smart-Beta-Ansätze weichen von diesen Indizes ab und versuchen, eine Extra-Rendite zu erwirtschaften. Dabei konkurrieren sie mit zahlreichen anderen Ansätzen, die dies versuchen: Andere Smart-Beta-Produkte mit minimal anderen Regeln, aber auch aktiven Fondsmanagern. Wenn wir davon ausgehen, dass der Markt für Anlagekapital unterm Strich vor Kosten ein Nullsummenspiel ist, dann muss es für jeden Gewinner, der den Markt schlägt, auch einen Verlierer geben, der die Profite des Gewinners zur Verfügung stellt. Mal abgesehen davon, dass aktiv gestaltete Fonds für die Jagd nach Überrendite besser aufgestellt sind, zeigt auch das Gesetz der Serie, dass sich gute und schlechte Ergebnisse abwechseln werden. Langfristig ausgerichtete Investoren werden mit Smart-ETFs also einmal auf der Sonnen- und einmal auf der Schattenseite stehen.

Die Kostenfalle schlägt zu

Auf Sicht von zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass die Jagd nach Überrendite kein Ergebnis liefert, das klar in eine Richtung ausschlägt. Es wird weder große Über- noch große Unterrenditen geben. Genau an diesem Punkt schlägt ein zweiter Nachteil von Smart-Beta-Produkten schonungslos zu: Die Kosten fallen bei diesen Ansätzen deutlich höher aus, als bei klassischen Indizes, die sich an der Marktkapitalisierung orientieren. Bei großen Indizes wie dem S&P500 oder dem DAX sind die Gesamtkostenquoten in den letzten Jahren stark gesunken und liegen unterhalb der Marke von 0,1 Prozent. Mehr als das Fünffache kosten dagegen Smart-Beta-Ansätze.

Die Annahme, dass es auf der Jagd nach Überrendite immer Gewinner und Verlierer gibt, ist Fakt. Dass regelbasierte Investments dabei gute und schlechte Phasen haben, liegt sehr nahe. Die daraus folgende, zumindest langfristig kaum merkliche Überrendite rechtfertigt die hohen Gebühren dieser Ansätze nicht. Nach Kosten ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass Smart-Beta-Ansätze den Markt nicht schlagen können.

Smart-Beta eignet sich nur als Depot-Ergänzung

Trotzdem haben Smart-Beta-Produkte ihre Berechtigung. Wenn es darauf ankommt, mittelfristig Chancen wahrzunehmen, kann es sich anbieten, beispielsweise bewusst auf Value-Titel oder auf Zykliker zu setzen. Eine langfristig konzipierte Portfolio-Lösung wie easyfolio hat solchen Taktierereien allerdings bewusst eine Absage erklärt. easyfolio ist ein Basis-Investment, das den Markt abbildet. Jeder Versuch, mit Finanzprodukten, die sich mittelfristig auszahlen können, eine Überrendite zu erwirtschaften, steht der grundsätzlichen easyfolio-Philosophie entgegen.

easyfolio ist ein langfristiges Buy-and-Hold-Produkt, das die Märkte exakt abbildet. Niedrige Kosten und die hohe Handelbarkeit geben Anlegern die Möglichkeit, Gewichtung und Rolle von easyfolio im Depot individuell anzupassen. Auch die drei Risikoklassen von easyfolio 30 über easyfolio 50 zu easyfolio 70 bieten vielfältige Möglichkeiten. Darüber hinaus können Anleger ergänzend auf verschiedene Spezialprodukte setzen, zu denen auch Smart-Beta-ETFs gehören können. Das Fundament eines Portfolios sollten aber Produkte sein, die breit gestreut investieren – wie die klassischen Indizes, die wir bei easyfolio einsetzen!

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/warum-easyfolio-nicht-auf-smart-beta-setzt/

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