Start easyfolio Blog Welche Kosten fallen in den easyfolios tatsächlich an?

Welche Kosten fallen in den easyfolios tatsächlich an?

173
easyfolio Kosten

Transparenz in der Geldanlage ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Investment – man sollte also verstehen, was man kauft und nachvollziehen können, was es kostet.

Ein Frage, die immer wieder aufkommt, ist die der Kostenzusammensetzung in den easyfolios. Abhängig davon, welche Quellen zur Informationsbeschaffung genutzt werden, wird nämlich mit unterschiedlichen Zahlen und Begriffen um sich geworfen.

Kostenbegriffe: was gehört wohin?

Auf vielen Finanz-Websites werden die einem Fonds zugehörigen Kosten aufgezählt. Man liest oftmals von Gesamtkostenquote, Management-Gebühr, TER oder laufenden Kosten. Diese Begriffe sind nicht einheitlich definiert. Es muss daher immer hinterfragt werden, welche der folgenden in einem Fonds anfallenden Kosten bei der Berechnung mit einbezogen wurden:

  • Management-Gebühr: Hierunter fallen die Kosten für das Fonds-Management sowie Vertriebsausgaben.
  • Administrations-Gebühr: Das sind die Kosten für die Kapitalverwaltungsgesellschaft, die das Sondervermögen (den Fonds) verwalten und z. B. die Konformität mit rechtlichen Vorgaben etc. überwachen.
  • Depotbank-Gebühr: Jeder Fonds hat eine Depotbank, über die die einzelnen Wertpapiere innerhalb eines Fonds gekauft und gehalten werden.
  • Service-Gebühren: z. B. für Wirtschaftsprüfer etc.
  • Zielfondskosten: Das sind Kosten, die innerhalb der im Fonds eingesetzten Produkte anfallen

Früher wurde häufig von einer Gesamtkostenquote (TER) gesprochen, die die Management-, Administrations-, Depotbank- und Servicegebühren beinhaltete und Zielfondskosten außen vor ließ.

Heute wird nach der europäischen Fondsgesetzgebung  von laufenden Kosten gesprochen (“ongoing charges”), die die alten Begriffe ersetzen und auch die Zielfondskosten enthalten, sodass Anleger ein umfassendes Bild über die Gebühren haben, die von ihrem Investment abgezogen werden. Das bedeutet auch, dass in vielen Fällen die Begriffe “Laufende Kosten”, “Gesamtkostenquote” und “TER” definitionsgleich verwendet werden. Es kommt also darauf an, welche Kosten jeweils betrachtet werden.

Welche Kosten werden wo angezeigt?

Wie bereits erwähnt werden z. B. unter dem Begriff “TER”  auf verschiedenen Websites unterschiedliche Kostenarten aufgeführt, was zu unterschiedlichen Kostenaussagen eines identischen Produkts auf unterschiedlichen Finanzseiten führen kann.

Zusätzlich muss man sich bewusst machen, ob sich eine Kostenquote auf den letzten Jahresbericht (also rückblickende Kostenaussagen) bezieht oder aber Aussagen zu aktuellen Konditionen macht.

Welche Kosten fallen nun für easyfolio an?

easyfolio ( Zum Testbericht) erhebt eine Gebühr von 0,65 % auf das angelegte Anlagevolumen. Diese Gebühr beinhaltet die Management-, Administrations-, Depotbank- und Servicegebühren. Darüber hinaus werden aus den eingesetzten ETFs durchschnittlich 0,25 % Gebühr von der Performance abgezogen, sodass insgesamt 0,90 % Gebühren für den Anleger auf sein Investment anfallen. Diese Kosten werden so in den sogenannten “KIIDs” (Key Investor Information Document) aufgeführt:

Für manchen verwirrend kann sein, dass er an manchen Stellen auf Kostenhinweise aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr trifft, die höhere Kosten ausweisen. Das liegt zum einen daran, dass die easyfolios bei ihrer Fondsauflage im April 2014 mit leicht höheren Kosten gestartet sind.

Zum anderen müssen Wirtschaftsprüfer, wenn sie einen Jahresbericht über einen Fonds anfertigen, der noch kein volles Geschäftsjahr hinter sich hat, eine Kostenschätzung vornehmen. Hierzu wird ein Skalierungsfaktor gebildet, sodass die easyfolio ( Zum Testbericht)-Kosten in der Schätzung höher ausfallen, als die tatsächliche Belastung für den Anleger war. Aus diesem Grund taucht im Jahresbericht eine geschätzte Gesamtkostenquote (in diesem Fall inklusive Zielfondskosten) von 1,18 bis 1,4 % auf, die so aber nicht angefallen ist.

So günstig sind die easyfoliosgünstig

Weitere interessante Artikel

  • So meistern Sie psychologische FallstrickeWelche Rolle spielt unsere Psyche bei der Geldanlage? Keine Angst, es geht in diesem Artikel nicht darum, dass Sie erst mit sich ins Reine kommen müssen, um gut investieren zu können. Auch geht es nicht darum, Vorschriften zu machen. Da die Investment-Praxis vieler Anleger in der […]
  • Diese fünf Fragen sollten sich Privatanleger stellenViele Privatanleger investieren zögerlich und können sich kaum zu einer Entscheidung durchringen. Das liegt unter anderem daran, dass der Finanzvertrieb in den vergangenen Jahren nicht immer im Sinne der Kunden gehandelt hat. Gebührenfallen und ungeeignete Produkte wurden oftmals von […]

Quelle:  https://blog.easyfolio.de/welche-kosten-fallen-in-den-easyfolios-tatsachlich-an/