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Wieso die Lebensversicherung ausgedient hat

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Für viele Deutsche gehörten Lebensversicherungen über Jahrzehnte zur Altersvorsorge wie die Steuererklärung zum Mai. Doch anders als bei der Meldung an das Finanzamt sind Anleger nicht dazu gezwungen, Lebensversicherungen abzuschließen. Seit einigen Jahren lohnen sich die Versicherungen, die sowohl bei Ableben als auch Erleben Rendite garantieren, nur noch selten. Der Grund: Der gesetzliche Garantiezins wurde während der vergangenen Jahre immer weiter abgeschmolzen.

Der Gesetzgeber kam den Versicherungsgesellschaften entgegen, nachdem es niedrige Zinsen immer schwerer gemacht hatten, den Kunden auch eine solide Verzinsung anzubieten. Doch seit es auf Lebensversicherungen keine 2,25 oder gar mehr Prozent jährlich mehr gibt, lohnen sich die Versicherungen kaum noch. Konnten Anleger die hohen Abschlusskosten und die geringe Transparenz vor einigen Jahren angesichts solider Renditen noch verschmerzen, gibt es heute kaum mehr Argumente für die Lebensversicherung.

Abschlusskosten fallen bei Lebensversicherungen stark ins Gewicht

Die Lebensversicherung galt über Jahrzehnte als Fels in der Brandung. Als Basis-Investment für ein sorgenfreies Alter. Seit die Zinsen niedrig sind, fallen bestehende Nachteile noch stärker ins Gewicht. Zuallererst müssen Anleger sich auf hohe Abschlusskosten gefasst machen. Diese werden Kunden nicht in Rechnung gestellt. Vielmehr äußern sich diese Kosten dadurch, dass das in die Lebensversicherung eingezahlte Vermögen in den ersten Monaten kaum wachsen will. Der Rückkaufwert weicht in der Regel gewaltig von den bereits eingezahlten Beträgen ab. Von Rendite keine Spur. Laut einer Studie der Hochschule Ludwigshafen liegen die Abschlusskosten der zwölf größten Lebensversicherer im Schnitt bei satten 5,2 Prozent der Beitragssumme. Dass diese Kosten unmittelbar nach Abschluss zum Tragen kommen, birgt gleich zwei Nachteile in sich: Kunden, die flexibel bleiben und ihr Kapital womöglich nach wenigen Jahren umschichten wollen, müssen hohe Verluste hinnehmen. Da Provisionen zudem in der Zeit nach Vertragsabschluss den Beratern zufließen, könnten diese bei der Beratung mehr an ihr Honorar denken, als an den langfristigen Anlage-Erfolg des Kunden.

Intransparenz der Lebensversicherungen begünstigt Klumpenrisiken

Vor einigen Jahren, als Lebensversicherungen noch solide Renditen versprochen haben, konnten Anleger diese Nachteile ausblenden. Wer eine Lebensversicherung als sehr langfristige Anlage gesehen hat, fuhr damit meist ganz gut. Doch diese Zeiten sind spätestens seit der Absenkung des Garantiezinses auf magere 1,25 Prozent vorbei. Spätestens in der nächsten Hochzinsphase sind Kunden von Lebensversicherungen vom Zufall abhängig. Dem Zufall nämlich, dass Ihre Versicherung neben dem Garantiezins noch eine attraktive Zusatzrendite ausschütten kann. Doch die Hoffnung, dass diese Rendite nach Kosten noch groß ausfällt, ist gering.

Als weiteres Problem der Lebensversicherungen kann die geringe Transparenz gelten. Niemand weiß, in welche Produkte Lebensversicherer genau investieren. Die über Jahre beliebten Staatsanleihen sind derzeit nicht mehr attraktiv und seit unter Fachleuten der Begriff der „Anleiheblase“ kursiert, ist auch die Sicherheit dieser Papiere alles andere als garantiert. Für Anleger, die zusätzlich zu einer Lebensversicherung am Kapitalmarkt anlegen wollen, könnte dies ein Klumpenrisiko bedeuten. Klumpenrisiken entstehen immer dann, wenn wir zu wenig gestreut investieren. Wer seine Finanzen selbst in die Hand nimmt, kann Klumpenrisiken vermeiden. Wer allerdings einen großen Teil seiner Ersparnisse in ein intransparentes Produkt gesteckt hat, muss hoffen.

Keine negativen Überraschungen dank easyfolio

Spätestens seitdem der Garantiezins bei Lebensversicherungen auf 1,25 Prozent gefallen ist, sollten Anleger von dieser Sparform aus dem vergangenen Jahrhundert Abstand nehmen. Ein Produkt, das uns während Laufzeiten von dreißig Jahren oder länger kaum Flexibilität bietet, ist nicht mehr zeitgemäß. Um für das Alter vorzusorgen, sollten Anleger lieber auf einen Mix aus Aktien und Anleihen setzen. Produkte wie easyfolio sind bewusst global konzipiert und blenden Klumpenrisiken aus. Zwar gibt es bei easyfolio ( Zum Testbericht) überhaupt keinen Garantiezins, doch ist das auch nicht nötig: Wegen der weltweiten Ausrichtung bietet easyfolio ( Zum Testbericht) kontinuierliche Renditen. Vor allem für langfristig orientierte Anleger rechnet sich das. Sparpläne ermöglichen zudem, dass Privatanleger nach und nach für das Alter vorsorgen können. Der größte Trumpf gegenüber Lebensversicherungen sind allerdings die Kosten: Mit weniger als einem Prozent jährlich steckt easyfolio die meisten diversifizierten Vorsorge-Produkte in die Tasche. Hinzu kommen börsentägliche Kurse.

easyfolio-Anleger wissen jeden Tag ganz genau, wie viel Geld sie angespart haben. Mit wenigen Klicks können easyfolio-Anteile gekauft oder verkauft werden. Dabei fallen lediglich die Handelsgebühren an. Ausgabeaufschläge und Maklerprovisionen sind mit easyfolio ein Fremdwort. So können Anleger ganz einfach fürs Alter vorsorgen und erleben keine negativen Überraschungen, wenn es doch einmal anders kommt als gedacht.

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Quelle:  https://blog.easyfolio.de/wieso-die-lebensversicherung-ausgedient-hat/

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