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ETF Securities – ETP-Marktbericht KW 18

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Die Krise im Osten der Ukraine zeigt keine Anzeichen von einer Deeskalation, weshalb defensive Anlagen wie Gold sowie eine Reihe von „Sicherer Hafen“-Währungen am Ende der Woche stiegen, während die Unsicherheit die Aktienmärkte belastete. Die USA beschuldigten Russland in einem klaren Statement der „Ablenkung, Täuschung und Destabilisierung“ im Osten der Ukraine, mit dem Aufruf, Russland solle zu einer Entschärfung beitragen oder weitere Sanktionen würden folgen. Die anhaltende politische Unruhe ließ die Preise für einige Exportgüter aus der Region Russland/Ukraine, wie z.B. Nickel und Mais, steigen. Eine wichtige Woche liegt vor uns, mit den Abschlüssen der konzeptionellen Tagungen der US-Fed und der Bank of Japan am Mittwoch.

Rohstoff-ETPs

Industriemetalle und Agrarrohstoffe steigen am stärksten. Die Androhung von Sanktionen gegen Russland, das 13% der weltweiten Nickel-Produktion liefert, führte zu einer Kurssteigerung von 2,4%. Darüber hinaus stiegen die Preise der Agrarrohstoffe mit der steigenden Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Wetterereignisses. Obwohl ein schwacher bis mittelschwerer El Niño prognostiziert wird, (was in der Vergangenheit gut für Kaffeeanbau war), sind die Kaffeepreise um 5,2% gestiegen, was aus unserer Sicht zu einer überreifen Korrektur führt. Zucker ist um 2,4% gestiegen, da eine anhaltende Trockenheit die Produktion aus Asien reduzieren dürfte. Platinmetallpreise hingegen fielen, als Marktteilnehmer ein Ende des 13-Wochen-langen Streiks zwischen südafrikanischen Bergleuten und ihren Mitarbeitern erwarteten. In einer spät am Donnerstag veröffentlichten Erklärungen haben Amplats, Implats und Lonmin jedoch mitgeteilt, dass keine Lösung erreicht wurde. PGM Preise sahen eine weitere gewisse Erholung in Anbetracht dieser Enttäuschung verbucht.

Aktien-ETPs

Globale Aktien schlossen aufgrund anhaltender Unruhen in der Ukraine mit einem Minus; besser als erwartete PMI Wirtschaftsdaten stärkten hingegen europäische Aktien. US-Aktienmärkte verblieben nach dem Osterwochenende relativ ruhig, wenn auch der Fokus verstärkt auf die Ukraine gerichtet wurde. Inzwischen ist der DAXglobal Alternative Energy Index um 1,4% gestiegen, da er von besseren Aussichten für erneuerbare Energien wie First Solar (+4,4%) und Vestas Wind (+4%) profitierte. Goldminen liefen ebenfalls gut und sind mit einem Plus von 0,9% in der vergangenen Woche aus dem Handel gegangen, als die Anleger auf günstige Bewertungen einer Stabilisierung des Goldpreises reagierten.

Währungs-ETPs

Die niedrigste Volatilität in 15 Monaten im GBP könnte eine scharfe Abwärtsbewegung signalisieren. GBP ist rund um die Widerstandsmarke von 1,68 gegenüber dem USD in den letzten Wochen trotz der Inversion der Zinsdifferenz mehrfach abgeprallt. Da die Volatilität sich dem niedrigsten Niveau seit sechs Jahren annähert, erwarten wir nur begrenzten Raum für weitere Rückgange in eben dieser, wodurch es zu einem kritischen Ausbruchspunkt für GBP kommen kann. Volatilität und die GBP/USD-Richtung sind negativ korreliert, so dass wirtschaftliche Überraschungen die Volatilität zurück zu längerfristigen Durchschnittsniveaus führen könnten, wodurch wiederum eine scharfe Abwärtsbewegung in GBP/USD folgen würde. Die Veröffentlichung der Q1 Wirtschaftswachstums-Daten für Großbritannien wird somit für sein Anzeichen einer Abkühlung der wirtschaftlichen Dynamik überprüft und wird daher entscheidend für die Beibehaltung der Wechselkurs über dem 1,68 Niveau gesehen. Da Aufwärtsbewegungen im GBP vom aktuellen Niveau aus begrenzt waren, sind die Risiken im Sterling nach unten hin verzerrt.