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ETF-Securities ETP-Wochenbericht KW11/2014

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Anhaltende Unsicherheit über die Situation in der Ukraine hat vergangene Woche defensive Anlagen wie Gold, Aktien von Goldminenbetreibern und den US-Dollar angetrieben. Auch Rohstoffe wie Palladium, Weizen und Nickel, die in Russland produziert werden, verzeichneten aufgrund der möglichen Handelsbeschränkungen Preisanstiege. Während bei sicherheitsorientierten Anlageklassen durch die Krise in der Ukraine Zuflüsse erwartet werden, könnten zyklische Anlageklassen, nach den schwachen chinesischen Exportdaten für Februar, unter Preisdruck bleiben. In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass zyklische Anlageklassen nach dieser leichten Korrektur wieder outperformen werden und Gold die beste Absicherungsmöglichkeit darstellt, sollte dieses Szenario nicht eintreffen. Der Streik der Minenarbeiter in Südafrika geht bereits in die siebente Woche und bringt das Platin- und Palladiumangebot unter Druck.

ROHSTOFFE – Die Woche im Rückblick

Der Streik in Südafrika hat bereits 320,000 Unzen an Platin aus dem Markt genommen, was 6% der gesamten Jahresproduktion 2013 darstellt. In Folge kam es bei Long-Platin (WKN: A0N62D) und Long-Palladium (WKN: A0N62E) ETPs von ETF Securities mit 56 Mio. USD zu den stärksten Zuflüssen seit Juni vergangenen Jahres. Sorgen, dass die Lagerbestände der Produzenten bald erschöpft sind und, dass Russland (40% der weltweiten Produktion) Handelsbeschränkungen auferlegt werden, treibt den Platinpreis weiter an. Bernhard Wenger von ETF Securities stellt fest, dass aufgrund der Entwicklungen in der Ukraine und der weiter unsicheren Lage in einigen Schwellenländern Gold-ETPs (WKN: A0N62G) auch in der vierten Woche in Folge Zuflüsse verzeichnet haben. So steckten Investoren erneut 28 Millionen USD in die Produkte. Insbesondere das geplante Referendum zum Anschluss der Krim an Russland hat die Sorgen vor einer weiteren Zuspitzung der Krise in der Ukraine verstärkt. In diesem Umfeld notiert der Goldpreis aktuell wieder nahezu auf dem Niveau vom vergangenen Oktober. Weitere Zuflüsse gab es bei Long-Nickel ETPs (WKN: A0KRJ4), wobei die Exportbeschränkung in Indonesien, sinkende Lagerbestände in China und die Möglichkeit der Handelsbeschränkungen in Russland den Preis von Nickel antreiben. Russland ist der drittgrößte Minenproduzent von Nickel. Sorgen, dass die Dürre in Brasilien zu Ernteausfällen führen könnte, ließ den Preis für Kaffee der Sorte Arabica auf ein 2-Jahres-Hoch ansteigen. Long-Coffee ETPs (WKN: A0KRJT) verzeichneten Abflüsse von 56,6 Mio. USD, hauptsächlich aufgrund von Gewinnmitnahmen.

Zusätzlichen Hinweise über die Entwickung am Rohstoff-Markt finden Sie im ETF-Securities Rohstoff-Monitor.

AKTIEN – Die Woche im Rückblick

Aktien von Goldminenbetreibern stiegen aufgrund der geopolitischen Spannungen zusammen mit dem Goldpreis weiter an. Vergangene Woche gab es unterschiedlichen Entwicklungen auf den globalen Aktienmärkten, da Investoren die Entwicklungen in der Ukraine beobachten. US-Märkte profitierten von besseren Lohndaten, währen sich europäische Investoren eher defensiv verhielten, wobei südeuropäische Börsen den Norden outperformten.

WÄHRUNGEN – Die Woche im Rückblick

Geopolitischen Spannungen, positive Beschäftigungsdaten aus den USA und die defensivere Haltung auf Währungsmärkten können unserer Ansicht nach diese Woche zu einer Stärkung des US-Dollars gegen G10 Währungen führen. Die Stärke des USD/JPY Währungspaars wird nach den finanzpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan, weiteren Stimulus einzubringen um das Wirtschaftswachstum zu fördern, zusätzlich Unterstützung erhalten. In der Zwischenzeit hat die Chinesische Zentralbank die Volatilität des Renminbi erhöht, und damit gezeigt, dass Währungsflexibilität einen wichtigen Punkt ihrer Wirtschaftsreform darstellt. Wir rechnen mit einer mittelfristigen Aufwertung des CNY, allerdings bei höherer Volatilität.