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ETF-Securities ETP-Wochenbericht KW15/2014

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Zyklische Anlageklassen wie Aktien und Industriemetalle verzeichneten über die Vorwoche Anstiege, was vor allem auf die verbesserte Wirtschaftssituation in China zurückzuführen war. Vor allem die offiziellen chinesischen Produktionsindizes vielen besser aus als erwartet. China ist der größte Verbraucher von Industriemetallen und die Ankündigung der Regierung ein Mini-Stimulus-Programmmit Eisenbahn- und Wohnbauprojekten sollte die Nachfrage weiter unterstützen. Die Diskussion der Europäischen Zentralbank über den Einsatz unkonventioneller Geldpolitik verhalf dazu das Marktvertrauen darüber zu steigern, dass Zentralbanken alles unternehmen können, um Deflation zu bekämpfen und Wachstum zu fördern. Als Resultat kam es zu einem Rückgang des Euro.

Rohstoffe

Vor allem Industriemetalle können von einem Stimulus-Programm Chinas, wie es in der Vorwoche von der chinesischen Regierung angekündigt wurde, profitieren. Die Preise der meisten Industriemetalle stiegen, nachdem bekannt wurde, dass vor allem Eisenbahn- und Wohnbauprojekte gefördert werden sollen. Der Preis von Aluminium stieg in der Vorwoche um 0,6% an und bei ETFS Aluminium von ETF Securities (WKN: A0KRJS) kam es mit 42 Mio. US-Dollar zu den stärksten Zuflüssen seit August 2013. Der Preisanstieg war auf Warteschlangen in LME-Warenlagern und einem Angebotsengpass aufgrund exzessiver Nachfrage Chinas zurückzuführen. Auch bei Kupfer kam es zu Preisanstiegen, nachdem die International Copper Study Group ein Produktionsdefizit im Jahr 2013 bestätigt hatte und zusätzlich davon ausgeht, dass auch die Bestände in chinesischen Zollagern im Vorjahr zurückgegangen sind. Bei rETFS Copper (WKN: A0KRJU) kam es zu Zuflüssen von 28 Mio. USD und laut dem ETF Securities Research sollte sich der Kupferpreis im aktuellen Umfeld und angesichts der Entwicklungen im Vorjahr auf USD 7,500 bewegen. Die größten Platin-Produzenten in Südafrika haben aufgrund des Streiks, der nun bereits in die 11. Woche geht, und den damit verbundenen Zulieferungsproblemen, Force Majeure gegen einige der Versorgungsunternehmen deklariert. Laut dem ETF Securities Research wird es für die Produzenten zunehmend schwieriger ihren vertraglichen Lieferverpflichtungen nachzukommen und, obwohl die Preise von Platinmetallen bisher kaum auf die Entwicklungen reagiert haben, könnten Angebotsengpässe zu starken Preisanstiegen führen.

Aktien

Die europäischen Aktienmärkte stiegen in der Vorwoche aufgrund überraschend positiver Wirtschaftsdaten. So ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone zurückgegangen und die Entwicklungen des Einzelhandels haben die Markterwartungen übertreffen können. Der US-Aktienmarkt musste nach schwächer als erwarteten Beschäftigungszahlen seine Kursgewinne wieder abgeben. Starke Gewinne konnte der DAXglobal Alternative Energy Index (ETFS DAXglobal Alternative Energy GO UCITS ETF, WKN: A0Q8M9) verzeichnen, nachdem die Aktien der im Index enthaltenen Unternehmen Andarko und Vestas Wind um 19% bzw. 12% angestiegen sind. Andarko konnte ein seit fünf Jahren laufendes Verfahren positiver als erwartet abschließen und Vestas Wind konnte in Q4 2013 nach neun Quartalen mit Verlusten, erstmals wieder Gewinne schreiben.

Währungen

Der Euro verzeichnete in der Vorwoche Kursverluste, nachdem die EZB veröffentlichte Deflationssorgen zu haben und vor den negativen Folgen einer zu starken Währung warnte. Die Treffen der Zentralbanken werden auch in dieser Woche wesentliche Treiber von Währungskursen sein, wobei vor allem die Stellungnahme der Federal Reserve zur US-Wirtschaftsentwicklung im Fokus der Investoren liegt. Obwohl in Großbritannien die Wirtschaftsentwicklung etwas von ihrer Energie verloren hat, kann man davon ausgehen, dass die Bank of England in Anbetracht der Inflation und dem starken Pfund ihre Gelpolitik beibehalten wird. Der Yen scheint seine Kursverluste zum US-Dollar fortzusetzen und Investoren rechnen mit der Bekanntgabe von weiterem Stimulus durch die Zentralbank in dieser Woche.

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.