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ETF-Securities Marktbericht – KW 08/2015

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs- und Aktienmärkte liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Während auf der einen Seite die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, insbesondere in den Volkswirtschaften der Eurozone und abnehmende politische Risiken die Stimmung der Anleger bestärkt haben, bleiben auf der anderen Seite Unsicherheit über bereits hohe Bewertungen der Renten- und Aktienmärkte. Steigende Volatilität in allen Anlageklassen dürfte Investoren etwas vorsichtiger werden lassen. Allen voran wenn Zentralbanken die Märkte weiterhin mit aggressiven Konjunkturprogrammen überraschen sollten, dürfte Gold sich als einer der Profiteure erweisen, vor allem für Nicht-USD-Anleger. Die griechischen Schuldendiskussionen werden in dieser Woche fortgesetzt, woraufhin der jüngste Optimismus an den Märkten einen Dämpfer erfahren könnte.

Rohstoffe

Rally der Ölmärkte trotzt weiterhin den steigenden Lagerbeständen. Öl stieg am vergangenen Freitag deutlich an, da der Markt zunehmend von einer sich verknappenden Versorgung ausgeht. „Vorerst steigen Lagerbestände jedoch weiter an, sodass ein Einschnitt in der Produktion erforderlich ist, um aktuelle Preise zu unterstützen“ laut Bernhard Wenger, Leiter des Europavertriebs. „Der Spread zwischen Brent (A1N49P) und WTI (A0KRJX) hat sich auf den höchsten Stand seit September 2014 erweitert, angeführt von Gewinnen im Brent“, so Wenger weiter. Investoren haben derweil in der vergangenen Woche erstmals Gewinne mitgenommen, wobei die Investoren auch in der 20. Woche in Folge Nettomittelzuflüsse im WTI verbucht haben. Erdgas (A0KRJ3) und Heizöl (A0KRJ0) konnten auch um 4,1 Prozent und 5,1 Prozent zulegen, nachdem der Wintereinbruch im Nordosten der USA die Nachfrage nach Heizenergie steigen ließ. Kakao (JE00B2QXZK10) stieg um 6,5 Prozent da ein Mangel an Regen in Westafrika die Blüte der April-September „Mitte der Ernte“ Zeit bedroht. Die Verluste der Woche in den Industriemetallen (A0KRKG) wurden nach besser als erwartetet starken BIP-Daten aus dem Euroraum, insbesondere Deutschland, am Freitag wieder eingeholt.

Aktien

Positive Wachstumszahlen wecken Vertrauen. Der S&P 500 stieg zu einem Allzeithoch, während europäische Börsen eine Rally erlebten, als positive BIP Zahlen der Eurozone Schwarzseher verstummen ließen. Wenger: „Der MSCI China A-Share Index (A1XEFE) konnte wieder 2,1 Prozent an Boden gut machen, da die Märkte optimistischer zu sein schienen, was die Bandbreite der politischen Maßnahmen zur Verbesserung der Kreditvergabe anbelangt.“ Die chinesischen Neujahrsfeiern beginnen am 19. Februar, in dieser Zeit wird der chinesische Markt sehr verhalten sein. Goldminenaktien (A0Q8NC) haben etwas von dem zuletzt gesehenen Momentum verloren, sodass der DAXglobal Gold Mining Index um 5,8 Prozent fiel und der Richtung des Goldpreises (A0N62G) folgte.

Währungen

Die schwedische Riksbank hat sich dem Währungskampf angeschlossen um die Schwedische Krone (SEK) abzuwerten. In einer überraschenden Entscheidung hat die schwedische Zentralbank die Zinsrate gesenkt in dem Versuch, die Krone gegenüber der G10 Währungen abzuwerten (A1DFSK). Der Gouverneur der Riksbank schließt weitere Maßnahmen nicht aus, sodass wir die SEK weiterhin unter Druck erwarten. „Die Verbesserung der globalen Weltwirtschaft hat einen leichten Abverkauf des US-Dollar (A1EK0W) verursacht. Obwohl die starke Long-Positionierung etwas überreizt zu sein scheint, glauben wir, dass der USD weiterhin Unterstützung finden wird“, so Wenger. Im Fokus vieler Investoren wird die Neuverhandlung des griechischen Schuldenbergs sein, sowie Zentralbankpolitik: Die Bank of Japan hält ein Treffen ab, die FED sowie die Bank of England werden Ihre Punkte veröffentlichen und sollte es zu einem Abschwächen der Politik kommen, könnte diese Woche zum Beispiel der japanische Yen (JPY) davon profitieren (A1DFSE).

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.