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ETF-Securities Marktbericht – KW 10/2015

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs- und Aktienmärkte liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Der Markt interpretiert die Aussagen von FED-Präsidentin Yellen als taubenhaft, obwohl ihre Kommentare die Tür für eine erste Zinserhöhung im Juni oder September offen ließen. „Dank der Aussicht auf eine länger anhaltende lockere Geldpolitik, verbuchten zyklische Vermögenswerte Kursgewinne“ so Bernhard Wenger, Head of European Distribution bei ETF Securities. In dieser Woche werden die Märkte auf die Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft in den USA blicken, da diese einen Einblick in die Stärke und Nachhaltigkeit der US-Wirtschaft, auch in straffere Geldpolitikszenarien geben.

Rohstoffe

Regen treibt Kaffeepreise tiefer. Der Preis für Arabica-Kaffee fiel um 7,9 Prozent in der vergangenen Woche, als anhaltender Regen in Brasilien die Kursgewinne nach der ungewöhnlichen Trockenperiode zu Beginn des Jahres aufhob. Doch Bernhard Wenger meint „diejenigen, die deutlich bessere Ernteerträge in diesem Jahr erwarten, dürften enttäuscht werden. Die meisten der Schäden an den Kaffeesträuchern entstanden bereits in der Trockenperiode im Vorjahr.“ Zuckerpreise fielen um 4,5 Prozent nachdem Behörden in Brasilien und Indien ihren Mühlen Zuschuss-Programme gewährten, die es ihnen ermöglichen, den Export auf bis zu 1,4 Millionen Tonnen in die globalen Märkte zu steigern. Palladium stieg um 4,5 Prozent nachdem Berichten zufolge Impala Platinum plant, seine Aktivitäten in Südafrika und Simbabwe zurückzufahren. Kupfer stieg um 3,0 Prozent, nachdem die International Copper Study Group bis November 2014 ein erweitertes Produktionsdefizit in dem Metall verzeichnete.

Aktien

Die Aktien Rally geht weiter. Aktienmärkte reagierten positiv auf Mitteilungen der Zentralbanken. Der Kommentar von FED Präsidentin Yellen wurde als taubenhaft eingestuft und der Bericht von EZB Präsident Draghi vor dem Europäischen Parlament bestärkte das Vertrauen in den Erfolg des nächsten Programmes zur quantitativen Lockerung, welches diesen Monat beginnen soll. Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland fiel stärker als erwartet, woraufhin der DAX um 2,4 Prozent stieg. Gleichzeitig fiel die Volatilität am europäischen Aktienmarkt gemessen am Euro STOXX 50 Volatilitätsindex um 10.9 Prozent diesen Monat. Goldminen Aktien stiegen letzte Woche um 2,3 Prozent, unter anderem aufgrund eines Anstieg des Goldpreises um 0,2 Prozent. Chinesische A-Aktien, welche nach der chinesischen Neujahrswoche wieder in den Handel gingen, legten um 1,2 Prozent zu Dank besser als erwarteter PMI Daten. „Wir erwarten, dass der positive Trend auch diese Woche anhält Dank der Zinssenkung der Zentralbank am Wochenende“ sagt Wenger.

Währungen

USD Index erreicht 12-ahreshoch – potential nach oben. Wir erwarten, dass sich die Zinsunterschiede zu den USA weiter ausweiten werden, sobald die Vereinigten Staaten beginnen, Ihre Finanzpolitik Mitte 2015 zu straffen. Obwohl FED Präsidentin Yellen angedeutet hat, dass die Zentralbank in Ruhe abwarten will, bevor sie die Zinsen erhöht, so glauben wir, dass die sich verbessernde ökonomische Lage auch etwas höhere Zinsen rechtfertigt. Der Markt scheint Yellens Äußerungen vor dem Kongress als relativ taubenhaft aufgefasst zu haben. Zusammen mit den jüngst schwächeren Zahlen zum Wirtschaftswachstum, geht der Markt davon aus, dass die FED die erste Zinserhöhung bis August hinausschieben dürfte. „Allerdings gehen wir davon aus, dass die FED pragmatisch sein wird“

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.