Start ETF-Marktbericht ETF-Securities Marktbericht – KW 23 / 2015

ETF-Securities Marktbericht – KW 23 / 2015

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs- und Aktienmärkte liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Gutes Wetter sorgte diese Woche für eine Outperformance bei landwirtschaftlichen Rohstoffen. Für Kaffee (A0KRJT) wurden geringere Ernteerträge aufgrund von möglichen Ernteschäden während des brasilianischen Winters befürchtet. Weizen (A0KRJ9) legte auf Wochensicht über sieben Prozent zu, da sich die Qualität des Winterweizen verschlechterte und potentielle Regenfälle die Ernte möglicherweise verzögern. Da El Nino voraussichtlich das gesamte Jahr anhalten wird, sind Wetterbedingungen wahrscheinlich weiterhin die Hauptursache für volatile Märkte im Bereich der Agrargüter. Wie erwartet hat das OPEC-Kartell seine aktuelle Richtung beibehalten. Der besser als erwartete US-Arbeitsmarktbericht von Freitag könnte für einen aufwertenden US-Dollar sorgen und damit den Druck auf Rohstoffe diese Woche erhöhen.

Rohstoffe

Die höchsten Mittelzuflüsse in Erdgas ETPs seit Dezember 2014. Der Preis für US-Erdgas (A0KRJ3) fiel letzte Woche um weitere drei Prozent (sieben Prozent im vergangenen Monat), was dazu führte, dass Investoren, die einen günstigen Einstieg abwarteten, 19,2 Mio. USD in Long Natural Gas ETPs investierten. Höher als erwartete Lagerbestände belasteten den Preis. Die Sommerzeit in den USA ist saisonbedingt mit einer hohen Nachfrage für Erdgas für Klimaanlagen verbunden. ETC-Investoren beurteilen anscheinend den jüngsten Preisrückgang als eine übertrieben Abweichung und hoffen auf eine verstärkte Nachfrage während der Sommer Monate.

Das Überangebot am Ölmarkt führt zu 37,2 Mio. USD Mittelabflüssen aus Long Öl ETPs (A1N49P). Darüber hinaus flossen Investorengelder in Short Öl ETPs, was die bärische Stimmung am Markt unterstreicht. Investoren haben mehrheitlich erwartet, dass die OPEC an ihrer Produktionsobergrenze von 30 Mio. Barrel pro Tag festhalten wird, was entsprechend zu Mittelabflüssen aus Long Öl Produkten führte. Die spekulativen Long Positionen in ICE Brent Futures fielen um über 35 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang April. Die OPEC konzentrierte sich auf die steigende Ölnachfrage als leitendes Argument für ihre Entscheidung. Tatsächlich produziert die OPEC über 31 Mio. Barrel pro Tag, jedoch behauptete das Kartell, zukünftig näher an ihrer festgelegten Obergrenze von 30 Mio. Barrel festzuhalten. Dies wurde als bullisches Signal interpretiert, wobei wir dennoch skeptisch bleiben. „Wir gehen davon aus, dass der Markt bezüglich Angebotskürzung von nicht OPEC Produzenten zu optimistisch ist und es könnte ein entsprechender Preisrückgang bevorstehen bevor es zu einer tatsächlichen Angebotsverknappung kommt“, meint Bernhard Wenger, Executive Director – Head of European Distribution von ETF Securities. Möglicherweise bietet dies wiederum Einstiegschancen für Investoren. Obwohl die Anzahl an Ölförderanlagen um 60 Prozent zurückging, blieben US-Lagerbestände im Vergleich zum historischen Durschnitt hoch. Die US-Rohöllagerbestände fielen zwar zum fünften Mal in Folge, aber mit steigender Produktion im Iran, Irak und Syrien könnte das weltweite Angebot sich weiter ausdehnen (A0KRJX). Das OPEC-Kartell hat bestätigt, bis zu ihrer nächsten Sitzung die Auswirkungen von rückläufigen Investitionen auf das Angebot zu untersuchen. Derzeit beschäftigen sie sich mit der der Auswirkung von ausbleibenden Investitionen auf die Stabilität der Ölproduktion. Die OPEC hat nicht Mitgliedstaaten aufgefordert, ebenfalls zur Stabilisierung des Ölmarkts beizutragen. Allerdings haben einige Märkte, Short Öl ETPs, was die bärische Stimmung am Markt unterstreicht. Investoren haben mehrheitlich erwartet, dass die OPEC an ihrer Produktionsobergrenze von 30 Mio. Barrel pro Tag festhalten wird, was entsprechend zu Mittelabflüssen aus Long Öl Produkten führte. Die spekulativen Long Positionen in ICE Brent Futures fielen um über 35 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang April. Die OPEC konzentrierte sich auf die steigende Ölnachfrage als leitendes Argument für ihre Entscheidung. Tatsächlich produziert die OPEC über 31 Mio. Barrel pro Tag, jedoch behauptete das Kartell, zukünftig näher an ihrer festgelegten Obergrenze von 30 Mio. Barrel festzuhalten. Dies wurde als bullisches Signal interpretiert, wobei wir dennoch skeptisch bleiben. „Wir gehen davon aus, dass der Markt bezüglich Angebotskürzung von nicht OPEC Produzenten zu optimistisch ist und es könnte ein entsprechender Preisrückgang bevorstehen bevor es zu einer tatsächlichen Angebotsverknappung kommt“, so Wenger. Möglicherweise bietet dies wiederum Einstiegschancen für Investoren. Obwohl die Anzahl an Ölförderanlagen um 60 Prozent zurückging, blieben US-Lagerbestände im Vergleich zum historischen Durschnitt hoch. Die US-Rohöllagerbestände fielen zwar zum fünften Mal in Folge, aber mit steigender Produktion im Iran, Irak und Syrien könnte das weltweite Angebot sich weiter ausdehnen. Das OPEC-Kartell hat bestätigt, bis zu ihrer nächsten Sitzung die Auswirkungen von rückläufigen Investitionen auf das Angebot zu untersuchen. Derzeit beschäftigen sie sich mit der der Auswirkung von ausbleibenden Investitionen auf die Stabilität der Ölproduktion. Die OPEC hat nicht Mitgliedstaaten aufgefordert, ebenfalls zur Stabilisierung des Ölmarkts beizutragen. Allerdings haben einige Märkte, darunter die Schieferölindustrie keine Foren für eine gemeinsame Kooperation, da sie aus vielen kleinen unabhängigen Firmen besteht. Daher wird eine Zusammenarbeit mit der OPEC unwahrscheinlich bleiben. „Betrachtet man die Auslastung von Saudi Arabiens Kapazitätsreserven, könnte die anpassungsfähige US-Schieferölindustrie eine wichtige Rolle zur Ausgleichung des globalen Angebots bei steigender Nachfrage spielen“, berichtet Wenger.

Aktien

China A-Aktien Investoren warten auf MSCI. Nach dem jüngsten starken Einbruch am chinesischen Aktienmarkt folgte vergangene Woche ein Anstieg von 7,5 Prozent auf ein 7-Jahreshoch, da Investoren darauf wetteten, dass MSCI sich für eine Aufnahme der chinesischen A-Aktien in den EM-Index entscheiden würden (A1XEFE). „Dieser Fortschritt würde anfänglich mit einer Obergrenze von ein Prozent eingeführt werden, jedoch könnte die Aufnahme der A-Aktien weitere Mittelzuflüsse ausländischer Fonds mit sich bringen und die aktuelle Rallye weiter unterstützen“, meint Wenger. Die Sorgen um Griechenland ließen europäische Aktien weiter fallen. Die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands bremst die Rallye am europäischen Aktienmarkt, welche Anfang 2015 begann. Obwohl ihre Zahlungsaufforderungen an den IWF auf Ende Juni vertagt wurden, bleiben die europäischen Aktienmärkte volatil, bis Klarheit über eine Einigung zur Staatsverschuldung erzielt werden kann und das Ausmaß dieser Einigung bekannt ist.

Währungen

US-Dollar Schwäche wird wahrscheinlich nicht lange anhalten. An Volatilität hat es letzte Woche am Währungsmarkt mit Sicherheit nicht gefehlt, als die Politik veranlasste, dass der EUR/USD (A1EK0W) in einer weiten Handelsspanne 1,09 und 1,14 handelte. Obwohl der IWF auf eine spätere Zinserhöhung beharrt, hält die FED nach guten Arbeitsmarktdaten an ihrem Zieldatum September fest (A1EK0V). Ein schrittweiser und klar kommunizierter Zinsanstieg in Verbindung mit einer gesunden Haushaltsbilanz unterstützt durch die FED, wird die wirtschaftliche Erholung in den USA nicht beeinträchtigen, aber den US-Dollar weiterhin unterstützen. „Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten ein Hauptindikator für eine straffere Zinspolitik durch die FED sind, werden zudem die Einzelhandelsumsätze diese Woche für mehr Klarheit zur Haushaltsbilanz in den USA geben und zeigen, ob die Q1 Ergebnisse tatsächlich nur eine Abweichung waren“, so Wenger. Die Volatilität im GBP (A1DFSD) wird voraussichtlich nach Gouverneur Carney’s Aussage im Parlament zur Inflation (das Hauptereignis für UK-Investoren) weiter anhalten.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.