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ETF-Securities Marktbericht -KW 25

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Die Konflikte im Irak brachten in der Vorwoche Gold erneut in den Fokus, da Investoren Schutz vor dem erhöhten Marktrisiko suchten. Auch der Ölpreis stieg aufgrund der möglichen Angebotsstörungen an. ETF Securities geht davon aus, dass Gold weiterhin als Hedge gegen die erhöhten geopolitischen Risiken genutzt wird. Der Ausblick für zyklische Anlagen, Währungen und Aktien bleibt ebenfalls positiv, nachdem aktuelle Wirtschaftsdaten aus China gestiegen sind und die Regierung weiteren Stimulus durch Senkung der gesetzlichen Mindestreserven und eine expansive Geldpolitik einbringt.

Entwicklung der wichtigsten ROHSTOFFE

Der Preis von Platin ging letzten Donnerstag stark zurück, nachdem Amplats, Implats und Lonmin verkündet hatten, dass prinzipiell eine Einigung mit der Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU) erreicht und damit der 21 Wochen andauernde Streik beendet werden konnte. Laut dem Research Team von ETF Securities beträgt der Produktionsverlust durch den Streik 1 Mio. Unzen an Platin und 0,5 Mio. Unzen an Palladium und es wird einige Zeit dauern, bis die Minen wieder bei voller Kapazität produzieren werden. Da der Platinpreis nunmehr keinen Aufschlag aufgrund von Streiks enthält und die Nachfrage zulegt, rechnet man damit, dass die Preiskorrektur kurzlebig ist. ETFS Physical Platinum (WKN: A0N62D) verzeichnete über die Vorwoche Zuflüsse von 6 Mio. US-Dollar. Der Preis von Nickel ging in der Vorwoche um 5,6 Prozent zurück und bei ETFS Nickel (WKN: A0KRJ4) kam es zu Zuflüssen von 5,7 Mio. USD. Chinesische Produzenten hatten mitgeteilt, sie wären nun bereit weniger für Nickel Pig Iron, einer günstigeren Alternative zu purem Nickel, zu zahlen. Die Preise von WTI und Brent Erdöl stiegen über die Vorwoche um über 4 Prozent, nachdem die Situation im Irak eskalierte und Angebotsstörungen eine mögliche Folge wären. Trotz der kommenden Fahrsaison in den USA, rechnet das Research Team von ETF Securities damit, dass sich der Preis von WTI kaum über 105 USD/bbl halten wird (ETFS WTI Crude Oil, WKN: A0KRJX / ETFS Brent Crude, WKN: A1N49P). Der Preis von Erdgas stieg um den höchsten Wert seit Februar nachdem die EIA bekanntgegeben hatte, dass die Erdgas Lagerbestände weniger gestiegen sind, als erwartet wurde. Da die schwächere Phase für die Erdgasnachfrage beginnt, rechnet das Research Team von ETF Securities mit einem Rückgang des Henry Hub Erdgas Preises über die kommenden Monate. Zuflüsse verzeichneten auch Long Wheat ETPs, nachdem die USDA ihre Erwartungen für die Erträge der kommenden Ernte um 4,6 Mio. Scheffel anhob. Jedoch stieg auch die erwartete Nachfrage, weshalb der Markt dieses Jahr relativ ausgeglichen sein sollte.

Was tut sich bei den AKTIEN

Der DAXglobal Gold Miners Index stieg über die Vorwoche um 5,8 Prozent aufgrund der Beruhigung des Streiks in Südafrika an (ETFS DAXglobal Gold Mining GO UCITS ETF, WKN: A0Q8NC). Während die Preise von Platin und Palladium an Boden verloren, stieg der Goldpreis um 1,1% an. Zusätzlich profitierte der DJ-UBS Commodity Index TR 3 Month Forward vom Anstieg des Ölpreises, da der Konflikt im Irak in der Vorwoche eskalierte. Zeichen einer wirtschaftlichen Stabilisierung in China unterstützten den MSCI China A Index, der um 1% anstieg. Dieser physisch besicherte Index ermöglicht es, ein direktes Exposure in chinesische Firmen einzugehen, die in Festlandchina gelistet sind und ist gut diversifiziert über die Kernsektoren des chinesischen Wirtschaftswachstums (ETFS-E Fund MSCI China A GO UCITS ETF, WKN: A1XEFE).

WÄHRUNGEN

Das Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) wird diese Woche im Fokus der Investoren liegen, wobei man davon ausgeht, dass die Fed ihre positive Stimmung zur US-Wirtschaftserholung, aufgrund der guten Beschäftigungszahlen, weiterhin beibehalten wird. Der USD sollte Unterstützung erhalten, da die Tapering Aktivitäten Ende des Jahres abgeschlossen sein sollten. Das Britische Pfundhat erstmals seit 2009, aufgrund erwarteter Zinserhöhungen, die Marke von 1,70 USD durchbrochen. Die Berichte der Bank of England werden diese Woche Investoren, die eine restriktive Geldpolitik befürworten, vermutlich enttäuschen und den Anstieg des GBP bremsen. Jegliche Anzeichen einer langsamer werden Haushaltsnachfrage im Einzelhandel würde eine kurzfristige Schwäche des GBP bedeuten. Das Research Team von ETF Securities rechnet mit einem weiteren Rückgang des Euro im Laufe der Woche, ohne größere Anzeichen eines Rückgangs des Deflationsdrucks. Die Wirtschaftsdaten werden Klarheit über die Notwendigkeit weiterer Stimulus Maßnahmen der EZB geben.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.