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ETF-Securities Marktbericht -KW 26

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Der eskalierte Konflikt im Irak hat dazu geführt, dass sich Investoren stärker in defensiven Anlagen wie Gold positionieren, um einen möglichen Druck auf die aktuell starke Performance der Aktienmärkte auszugleichen. Die Ölpreise bleiben weiterhin erhöht, nachdem sich die Kämpfe weiter in den Süden, in Richtung des Hauptförderungsgebietes, bewegen und das Angebot gefährden könnten. Während ETF Securities davon ausgeht, dass Gold weiterhin als Absicherung gegen erhöhte geopolitische Risiken eingesetzt wird, behält man den Fokus auch auf zyklische Rohstoffe und Aktien. Denn in China haben sich die aktuellen Wirtschaftsdaten verbessert und die Geldpolitik wurde mittels niedrigeren Kapitalreserveanforderungen weiter gelockert. Die Geldpolitik bleibt weiterhin expansiv und die Gefahr durch Deflation in Japan und der Eurozone sollte den aktuell schwachen US-Dollar unterstützen.

Entwicklung der wichtigsten ROHSTOFFE

Der Angriff im nördlichen Irak durch den Islamischen Staat im Irak und der Levante (ISIS) wird eine Steigerung der Ölproduktion dieses Jahr verhindern und es ist unwahrscheinlich, dass Saudi Arabien dieses Defizit wird ausgleichen können, sollte sich die Krise weiter in den Süden verlagern. Brent stieg in der Vorwoche um 1,8% an und könnte weitere Unterstützung erhalten, sollte sich die Krise im Süden ausbreiten, während die saisonale Nachfrage nach Rohöl erhöht bleibt. ETFS Brent (WKN: A1N49P) verzeichnete mit 45,8 Mio. USD die höchsten Zuflüsse seit dem Arabischen Frühling in 2011. Auch bei Silber kam es zu Zuflüssen von 25,2 Mio. USD (WKN: A0N62F), nachdem der Preis des Edelmetalls in der Vorwoche um 3,2% angestiegen war. Durch die starke Korrelation zu Gold und die Vielzahl an industriellen Verwendungen, steigt das Interesse der Investoren an Silber. Auch die Positionierung der Investoren in Gold zur Absicherung gegen die geopolitischen Risiken unterstütze den Preis von Silber. Der Preis von Weizen ist auf ein 4-Monatstief zurückgegangen, nachdem die USDA ihre Prognosen für die globale Weizenernte nach oben berichtigt hatte. Diese Prognosen basieren jedoch auf höheren Produktionszahlen aus Australien und Indien, die jedoch aufgrund des verspäteten Monsuns in Indien niedriger ausfallen könnten. Auch würde ein El Nino Wetterereignis, das mit einer 70% -igen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt wird, Dürre in diese Regionen bringen und die Ernte weiter schädigen. Bei ETFS Wheat kam es zu Zuflüssen von 3,5 Mio. USD (WKN: A0KRJ9). Während die Untersuchung von möglicherweise rechtswidrigen Tätigkeiten im Hafen von Qingdao auf die Preise von Kupfer gedrückt haben, führte das FOMC Treffen zu starken Preisanstiegen am Mittwoch und Donnerstag. Auf Basis des steigenden Wachstums der Produktionstätigkeit in China rechnet ETF Securities mit einem Preisanstieg bis zu 7.500 USD/MT, vom aktuellen Preis von 6.736 USD/MT.

Was tut sich bei den AKTIEN

Besonders nach dem letzten FOMC Treffen hat sich der Goldpreis zur vorherigen Woche positiv entwickelt. Durch den anhaltenden Konflikt im Irak und damit verbundenen Anstieg des Goldpreises hat sich der DAXglobal Gold Miners Index um bis zu 7.3 % (ETFS DAXglobal Gold Mining GO UCITS ETF, WKN: A0Q8NC) positiv entwickelt. Die Möglichkeit, dass die ISIS Truppen ihre Kontrolle über den nördlichen und westlichen Irak ausbauen könnten, führte auch zu einer Steigerung des Ölpreises. In der letzten Woche haben daher die Ölpreise ihr 9-Wochen-Hoch erreicht. Dies hat wiederum dem Solactive US Energy Infrastructure MLP Index zu einem Anstieg von 2,1 % verholfen (ETFS US Energy Infrastructure MLP GO UCITS ETF, WKN: A1XE2Q).

WÄHRUNGEN

Nach der Ankündigung von Gouverneur Kuroda bei der Bank of Japan, über die weiterhin starke Bekämpfung des deflationären Drucks auf die japanische Wirtschaft, wird die Inflation weiterhin der Schlüsselindikator für die zusätzlichen Stimulusmassnahmen sein und ein Auftrieb des USD/JPY Währungspaars nach sich ziehen. Aufgrund der schwächeren Umsatzzahlen des Handels und der sehr gemäßigten Interpretation des FOMC Treffens, wird sich das GBP/USD Währungspaar weiter abschwächen (Ende der Woche über 1,7 $/£). Aufgrund der von Gouverneur Carney gehaltenen aggressiven Rede hat sich das britische Pfund erneut nach oben bewegt. Auf der ökonomischen Front herrscht aber weiterhin Enttäuschung und ein Wechsel in den rhetorischen parlamentarischen Inflationsaussagen wird wahrscheinlich diese positive Bewegung aufhalten. Trotz ‚Tapering‘ hat die FOMC in ihrem Treffen die Schwäche des Dollars auf die Sprünge geholfen. Die FED korrigierte ihre Hochrechnungen für 2014 nach unten, was sie wiederum an niedrige Zinssätze über einen längeren Zeitraum bindet.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.