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ETF-Securities Marktbericht – KW 28

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Prozyklische Vermögenswerte wie beispielsweise Industriemetalle und Aktien haben ihren Aufwärtstrend letzte Woche fortgesetzt. Die überraschend starken Arbeitsmarktzahlen aus den USA sowie ein Zuwachs des PMI in China haben entscheidend beigetragen zum steigenden Optimismus in Bezug auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Der Marktkonsens geht für diese Woche von einer breiten Erholung aus bei der Kreditvergabe sowie beim Geldmengenzuwachs in China. Der Euroraum, welcher in Bezug auf das Wirtschaftswachstum oft als schwächstes Glied in der Kette gesehen wird, erhielt diese Woche Rückendeckung von der EZB, welche weitere Details veröffentlich hat zu ihren anstehenden Langzeit-Repo Geschäften. Wir bleiben weiterhin bullish auf prozyklische Rohstoffe, Aktien und den US Dollar, vor allem gegenüber dem Euro.

Entwicklung der wichtigsten ROHSTOFFE

Die Korrektur bei Nickel im Mai und Juni war kurzlebig, der Nickelpreis stieg um 6,2% in der letzten Woche. Während der letzten sechs Monate stieg der Preis um 41%. Zwar könnte das aktuelle Momentum kurzfristig zu weiteren Preissteigerungen führen, jedoch glauben wir, dass die hohen Lagerbestände und überdehnte Positionierung am Futures Markt einem weiteren Preisanstieg entgegenwirken könnten. Betrachtet man das allgemeine Marktsentiment sowie die Future Positionen, so halten wir Kupfer für die risikoärmere Variante, um von einem Anstieg der Weltwirtschaft zu profitieren. Kupfer stieg letzte Woche um 2,6%. Dies könnte ein Signal sein, dass der Markt die negativen Meldungen aus China verarbeitet hat bezüglich Betrugsvorwürfen bei Finanzierungsgeschäften mit Kupfer, und dass Anleger das Metall wieder anhand seiner fundamentalen Angebots- und Nachfragesituation bewerten. Platin und Palladium dürften ebenfalls vom positiven Konjunkturausblick profitieren. Agrargüterpreise hingegen haben sich in letzter Zeit schwächer entwickelt. Jedoch könnte sich dieser Trend umkehren aufgrund der steigenden Wahrscheinlichkeit eines El Nino Wettereffektes im späteren Verlaufe dieses Jahres.

Was tut sich bei den AKTIEN

Globale Aktienmärkte verzeichneten eine positive Kehrtwende dank starker Arbeitsmarktzahlen, chinesische Inlandsaktien (A-Shares) waren die zweite Woche in Folge im Plus. In der letzten Woche haben gehebelte Aktienindizes in Europa um 4,3% zugelegt dank guter Arbeitsmarktzahlen in Europa und haben somit die Verluste der vorherigen Wochen beinahe wieder aufgeholt. US Erwerbslosen Zahlen waren ebenfalls besser als erwartet und gaben US Nebenwerten einen positiven Schub. Der Russell 2000 Index legte um 2,3% zu letzte Woche und schlug somit den S&P 500. Zur selben Zeit legte der MSCI China A Index, welcher die Wertentwicklung chinesischer Inlandsaktien widerspiegelt, um 2,0% zu. Dies setzt den Anstieg der vorherigen Woche fort dank stärkerer Konjunkturzahlen und zusätzlicher monetärer Lockerung, welche die Stimmung bei Anlegern verbessert.

WÄHRUNGEN

Positive Performance in short skandinavischen Währungs-ETPs aufgrund überraschender Zinssenkung durch die Zentralbank. Die schwedische Riksbank senkte die Zinsen überraschend um 50bps letzte Woche, obwohl der Preisanstieg im Mai lediglich bei 0,50% lag. Die Schwedische Krone (SEK) wies letzte Woche die schlechteste Performance unter den G10 Währungen auf, dicht gefolgt von der Norwegischen Krone (NOK). Sollte die Norges Bank bei Ihrer Sitzung Ende Juli dem Beispiel Schwedens folgen, erwarten wir ein weiteres Abschwächen der Währung. Der US Dollar hingegen wies den höchsten Wochenzuwachs seit über einem Monat auf dank sinkender Arbeitslosigkeit trotz schwacher BIP Zahlen zu Beginn des Monats. Der Sitzungsbericht der Fed diese Woche wird mit Spannung erwartet als Signalgeber für zukünftige Zinssteigerungen. Der Euro hat weiterhin abgewertet. Die Bekräftigung der EZB, sie werde die Wirtschaft weiterhin stützen, wirkte sich negativ aus auf den Euro. Zusätzliche Maßnahmen der Zentralbank dürften hierbei weiter auf dem Euro lasten und positiv sein für Short EUR Währungs-ETPs

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.
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