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ETF-Securities Marktbericht – KW 29

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Der Ausbruch der Krise bei der Banco Espirito Santo, Portugals größter Bank, erinnerte die Anleger daran, dass Europa noch weit weg von einer vollständigen Erholung aus der Finanzkrise 2008-10 ist. Im Zuge dieser Entwicklungen stiegen Gold-und Silberpreise in der vergangenen Woche stark an, während die globalen Aktienmärkte fielen. Mit dem Potenzial für eine erneute europäische Bankenkrise sind finanzielle Risikoabsicherungen auch in Zukunft weiter nachgefragt und unserer Auffassung nach sollte der Euro seinen Abwärtstrend fortsetzen. Aktien dürften unter Druck und die Volatilität erhöht bleiben, bis klar ist, dass die Krise eingedämmt wurde. Bis dahin dürften Short-Aktien Produkte sowie auf Volatilität basierte Produkte profitieren. In den Devisenmärkten werden in dieser Woche die Aussagen der Bank of England (BoE) gegenüber dem Parlament, sowie die Aussagen von Yellen vor dem Senat die wichtigsten Ereignisse sein. Wir erwarten nicht, dass die BoE Hinweise zu einer Erhöhung der Zinsen gibt und behalten unsere negative GBP/USD-Meinung bei.

Entwicklung der wichtigsten ROHSTOFFE

Der Goldpreis springt auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten aufgrund von Sorgen um portugiesische Banken. Der Aktienhandel der Banco Espirito Santo, Portugals größter Bank, wurde am vergangenen Donnerstag ausgesetzt, nachdem der Preis innerhalb des Tages über 17% abstürzte. Banco Espirito Santo hat mehr als die Hälfte seiner Marktbewertung im letzten Monat verloren, nachdem Befürchtungen aufkamen, dass die finanziellen Schwierigkeiten bei der Espirito Santo Gruppe die Bank in den Abgrund reißen und damit eine Bankenkrise in Europa auslösen könnten. Unterdessen fiel der Henry Hub Erdgaspreis auf den niedrigsten Stand in 6 Monaten, als aufgrund milder Wettererwartungen der Preis um über 6% nachgab. Wir glauben, dass eine geringere Nachfrage nach Erdgas, zusammen mit normalen saisonalen Preisrückgängen den Henry Hub Erdgaspreis wieder in Richtung 3,5 USD/MMBtu drücken wird. Reichliche Angebots-Erwartungen drückten den Mais-und Weizenpreis auf den niedrigsten Stand in vier Jahren. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) revidierte das Getreideangebot letzte Woche nach oben, als mildes Wetter und reichlich Regen der Ernteentwicklung halfen.

Was tut sich bei den AKTIEN

Die . Kurse an den globalen Aktienmärkten sinken,  die Volatilität nimmt aufgrund von Angst vor einer Wiederbelebung der Bankenkrise in der Eurozone zuVergangene Woche fielen die globale Aktienmärkte, da sich eine portugiesische Bankenkrise entfaltete. Die Nachricht hat den Markt dazu veranlasst, die Stabilität des Eurozonen Bankensystems zu hinterfragen. Unterhalb der Erwartungen verbliebene Industrieproduktion in Deutschland und Großbritannien haben bereits Anfang vergangener Woche für weiteren Abwärtsdruck an den Aktienmärkten gesorgt. Der EURO STOXX 50 Investable Volatility Index, der in der Regel von Markteinbrüchen profitiert, erholte sich um 6,3 Prozent letzte Woche.

WÄHRUNGEN

Das britische Pfunds (GBP) steht im Fokus der Finanzstabilitäts-Anhörung, das Währungspaar GBP/USD notiert nahezu auf dem Allzeithoch. Wir erwarten keine Anzeichen einer Zinserhöhung seitens der Bank of England während ihrer Aussagen vor dem Parlament diese Woche. Der Markt preist eine Zinserhöhung bereits für Anfang 2015 ein, was gemeinsam mit gedehnten Long-Positionen und den jüngsten schwachen Datenveröffentlichungen uns dazu veranlasst, davon auszugehen, dass der der GBP/USD seinen Höchststand erreicht hat. Das andere wichtige Ereignis diese Woche wird die Aussage von der Fed-Vorsitzenden Yellen vor dem US-Senat sein. Wir erwarten eine optimistischere Einschätzung der US-Wirtschaft sowie Aussagen zu den Aussichten für die Zeit nach der expansiven Geldpolitik im Oktober. Dem entsprechend erwarten wir diese Woche einen stärkeren US-Dollar, mit einer Rücknahme der letztwöchigen Verluste gegenüber dem Yen, da die Bank von Japan ihre Unterstützung für die japanische Wirtschaft bekräftigt hat. Der Fokus diese Woche dürfte auf der Fragilität des portugiesischen Bankensektors bleiben, womit der Euro wahrscheinlich weiter unter Druck bleiben und abwerten sollte.

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.