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ETF-Securities Marktbericht – KW 33

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoff-, Währungs und Aktienmärkten, liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Mit dem vollständigen Bann aller Lebensmitteleinfuhren von Seiten Russlands und amerikanischen Interventionen im Irak haben sich die geopolitischen Risiken weiter zum Schlechteren entwickelt. Während die meisten makroökonomischen Daten auf eine weltweite Erholung deuten, wovon zyklische Anlagen profitieren, bleiben Anleger weiterhin nervös und zurückhaltend. Mit der wahrscheinlich längerfristig geopolitisch angespannten Situation erwarten wir, dass defensive Anlagen auch weiterhin eine starke Nachfrage erfahren werden. Goldminen-Aktien und Volatilität haben sich gut entwickelt. Innerhalb der Rohstoffklasse sind Agrarprodukte zurück im Fokus, da das Wetter die Angebotsprognosen stört.

Entwicklung der wichtigsten ROHSTOFFE

Heftige Regenfälle stören Ernteprognosen und lassen Weizen 5.9 Prozent steigen. In den vergangenen Monaten haben ausgiebige Regenfälle in Europa die Verfügbarkeit von hochwertigem Weizen vermindert und zu ansteigenden Preisen geführt. Seit Anfang des Jahres hatte Weizen aufgrund positiver Ernte-Prognosen in den USA Prozent an Wert verloren. Baumwolle hat sich ebenfalls positiv entwickelt, da eine Trockenperiode in Australien, der drittgrößte Exporteur, die Produktion in diesem Jahr zu vermindern drohen könnte. In der vergangenen Woche hat das internationale Baumwollkomitee die Preisprognosen für Baumwolle nach oben gesetzt. In der Zwischenzeit kam der Silberpreis bemerkbar unter Druck, was sich in einem Rückgang des Preises von 3 Prozent widerspiegelte. Aufgrund des höchsten Wertes seit 2011 im amerikanischen Einkaufsmanagerindex und der sich verbessernden chinesischen Nachfrage rechnen wir damit, dass die gestiegene industrielle Nachfrage den negativen Erwartungsdruck steigender Zinsen ausgleichen wird.

Was tut sich bei den AKTIEN

Goldminen Unternehmen outperformen während steigende Volatilität auf den Aktienmärkten lastet. Die wöchentlichen Gewinne des EURO STOXX 50 Investable Volatility Index von 7 und 8 Prozent heben die Nervosität der Investoren hervor. Trotz der hervorragenden Berichtssaison aus den USA bleiben die Investoren zögerlich, Aktienbewertungen voranzutreiben. Vergleichsindizes bändeln weiterhin mit Höchstwerten an obwohl die geopolitischen Risiken im Nahen Osten und der russischen Region den einst optimistischen, weltweiten Wirtschaftsausblick trüben. Goldminen Unternehmen blieben aber mit dem um 3 Prozent gestiegenen DAXGlobal Gold Miners Index in der vergangenen Woche die Ausnahme. Hier trugen leichte Zugewinne im Goldpreis und ein attraktives Bewertungsniveau bei. Nach dem Anstieg von über 25 Prozent seit Anfang dieses Jahres, wurden die Anteile an Goldmine Aktien, unseren Berechnungen nach, über ihrem rechnerischen Wert gehandelt. Trotz dieses spektakulären Anstieges bleiben die Preise noch 33 Prozent unter ihrem rechnerischen Wert im 5-Jahresschnitt, was Luft für weitere Gewinne lässt.

WÄHRUNGEN

Wahrscheinlichkeit über einen langanhaltenden starken Yen eher gering trotz der defensiven Haltung von Investoren. Der japanische Yen, JPY, war einer der am besten performenden Währungen in der vergangenen Woche, da geopolitische Risiken die zyklischen Anlagen trübten. Die Erwartung der nächsten Wachstumszahlen mit -2 Prozent im Q2 drückt damit die momentane Stärke des JPY. Wachstumsabweichungen zwischen der Eurozone und der USA werden den Euro weiter schwächen, besonders wenn sich der Trend von Inflation zu Deflation wenden sollte. Allerdings hat die EZB sich weiterhin auf Ihre Wachstumsrhetorik verlassen. Gleichzeitig könnte auch das britische Pfund wieder einer schwierigen Woche gegenüberstehen, sollten die BIP Wachstumsdaten erneut enttäuschen. Die Schwäche des Pfundes könnte weiter von einem Inflationsbericht der Bank of England verstärkt werden, welcher den wirtschaftlichen Ausblick beeinträchtigt sehen könnte. Auch der IMF berichtete kürzlich über den gefährdeten wirtschaftlichen Ausblick durch die anhaltende Stärke der Währung.

 

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.