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ETF-Securities Rohstoffbericht – KW 05/2016

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Marktbericht und zwei Händler vor Bildschirmen.
Marktbericht zum Rohstoffmarkt.

Gold verbucht die höchsten Mittelzuflüsse seit August 2015 und schneidet als beste Anlageklasse auf Jahressicht ab, Öl verzeichnet Mittelzuflüssen seit acht Wochen in Folge, Mittelzuflüsse in breit diversifizierte Rohstoffkörbe steigen auf ein 5-Wochenhoch, die negative Anlegerstimmung gegenüber Rohstoffen scheint sich zu verbessern.

Mittelzuflüsse von 108,5 Mio. USD in Gold-ETPs waren vergangene Woche die höchsten seit August 2015. Gold zählt zu den Anlageklassen mit der besten Wertentwicklung in diesem Jahr und kann sich mit 9,1 Prozent auf Jahressicht gegenüber dem S&P 500 (-6,3%) und Bloomberg Commodity Index (-3,2%) behaupten. Erhöhte Volatilität bei zyklischen Anlageklassen war die Ursache, dass Investoren in defensive Vermögenswerte investierten, während eine Abwertung des US-Dollars für Gold unterstützend wirkte. Obwohl die allgemeine Befürchtung der Anleger hinsichtlich einer schwächeren Realwirtschaft vielleicht etwas fehl am Platz ist, sorgen schwächere Aufträge für langlebige Gebrauchsgüter und Daten unter den Erwartungen zu neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft für eine weitere Dollar-Schwäche. Wir gehen davon aus, dass es kurzfristig wieder zu einer US-Dollar Aufwertung kommen kann, sobald Anleger erkennen, dass ihre Interpretation von Wirtschaftsdaten und der Marktvolatilität nicht mit der Ansicht der Fed übereinstimmt. Dies umfasst Daten zum Arbeitsmarkt und einem zunehmenden Preisdruck. Sobald der Markt und die Fed wieder die selben Erwartungen teilen, sollte der US-Dollar erneut an Wert verlieren (nach einem bekannten historischen Muster, dass es nach der Zinserhöhung zum Abverkauf der Währung kommt).

Long Öl-ETPs verzeichnen acht Wochen in Folge 37,9 Mio. USD an Mittelzuflüssen. Short Öl-ETPs verbuchten 10,2 Mio. USD an Mittelabflüssen, während Brent Öl um 1,7 Prozent gestiegen ist. Anleger bleiben optimistisch, da es Venezuela gestern gelungen war, Saudi-Arabien von einer Reduzierung der Ölproduktion zu überzeugen. Allerdings gibt es wenig Anzeichen dafür, dass es zu positiven Ergebnissen während des Treffens kam und wir erwarten, dass es kurzfristig zu einer Korrektur bei Brent kommt, was dazu führt, dass Brent wieder mit einem Abschlag zu WTI handeln wird. Der US-Benchmark WTI fehlte es ebenfalls an nötigem Rückenwind und somit ging WTI vergangene Woche um 4,5% leichter aus dem Handel. Im Laufe dieses Jahres erwarten wir ein Angebotsdefizit am Ölmarkt. Eine geringere Produktion von Staaten außerhalb der OPEC führt bei steigender Nachfrage zu einer Erholung der Ölpreise.

Mittelzuflüsse in diversifizierte Rohstoffkörbe erreichen ein 4- Wochenhoch. Nach einem turbulenten Jahresauftakt für zyklische Anlageklassen verbuchten die meisten Industriemetalle sowie Rohstoffe aus der Landwirtschaft vergangene Woche solide Gewinne. Es ist erfreulich, dass die Märkte über schwache Wirtschaftsindikatoren hinwegsehen, die von Wetterbedingungen und anderen idiosynkratischen Faktoren geprägt waren.

 

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