Marktbericht und zwei Händler vor Bildschirmen.
Marktbericht zum Rohstoffmarkt.

Gold verbucht die höchsten Mittelzuflüsse, Öl verzeichnet Mittelzuflüsse seit neun Wochen in Folge, der Kupferpreis fiel vergangene Woche erneut unter die 4.500 USD/Tonne Marke.

Gold-ETPs verzeichneten vergangene Woche 552,1 Mio. USD an Mittelzuflüsse – die größten wöchentlichen Zuflüsse in der Geschichte. Europäische Banken konnten sich vergangene Woche wieder etwas erholen. Das Vertrauen der Anleger gegenüber der Stabilität des europäischen Finanzsystems rückte zunehmend in den Mittelpunkt der Diskussionen. Infolgedessen steigt der Druck für die Europäische Zentralbank in ihrer nächsten Sitzung, über weitere Impulse für die Eurozone zu entscheiden. Federal Reserve Präsidentin Yellens Aussage vermittelte Investoren keine neuen Anhaltspunkte, ob die FOMC die Zinsen im März weiter erhöhen wird. Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsanstieg in 2016 ist aufgrund der Besorgnisse über die Lage in Übersee und deren mögliche Auswirkungen auf die US-Wirtschaft auf unter 30 Prozent gesunken. Der USD (A1EK0W) fiel daraufhin um knapp ein Prozent und bietet somit neue Unterstützung für Gold (A0N62G). „Die Anlageklasse des sicheren Hafens entwickelt sich nach jüngsten Ereignissen sehr gut und notiert bereits bei 1.241 USD pro Unze. Insgesamt wurden 552 Mio. USD in Gold ETPs investiert, 345 Mio. USD alleine an einem Tag“, kommentiert Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions.

Öl-ETPs verbuchen weitere Mittelzuflüsse, nachdem die jüngsten Gewinne abgegeben wurden. Letzte Woche wurden 50 Mio. USD an Mittelzuflüssen in Long Öl-ETPs verbucht, während Short Öl-ETPs ebenfalls 8,5 Mio. USD an Mittelzuflüsse verzeichneten. Die US-Ölbestände sind seit Anfang Januar erstmals um 755.000 Barrel gesunken. Der besser als erwartete Rückgang wurde jedoch nicht mit einem Preisanstieg am Markt wahrgenommen. Vergangene Woche fiel der Preis für Brent (A1N49P) und WTI (A0KRJX) um jeweils 13 und 17 Prozent. In den Berichten der Internationalen Energieagentur (IEA) und der Energy Information Administration wurde erneut auf das Überangebot am globalen Ölmarkt verwiesen. „Es gibt zu wenig grundlegende Veränderungen am Ölmarkt und somit ist eine solide Kurserholung der Ölpreise unwahrscheinlich, weshalb auch die Vorhersagen für dieses Jahr auf niedrigem Level bleiben“ meint Hein. Es gibt keine Hinweise auf eine vereinbarte Diskussion der OPEC-Staaten, dennoch ist die Zahl der Länder, die für ein Gespräche bereit wären, gestiegen und ein Gerücht über eine mögliche Sitzung könnte ausreichen, um den Ölpreis kurzfristig ansteigen zu lassen.

Der Kupferpreis notiert auf einem attraktiven Einstiegslevel. Die chinesischen Märkte waren für die gesamte letzte Woche anlässlich des chinesischen Neujahrs, das Jahr des Affen, geschlossen. Die Anlegerstimmung gegenüber Kupfer war durch die Diskussionen über europäische Banken beeinflusst. Kupfer fiel bis unter die Marke von 4.500 USD/Tonne und weckt nun wieder ein gewisses Interesse für einen Long-Einstieg. Long-Kupfer ETPs verbuchten auf Wochensicht 12,3 Mio. USD an Mittelzuflüsse, während Short Kupfer-ETPs Nettoabflüsse von 1,4 Mio. USD erfuhren. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die Stimmung gegenüber dem Metall und den Minenunternehmen wieder erholt“, so Hein weiter.

 

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