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ETF-Securities Rohstoffbericht – KW 10/2016

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Marktbericht und zwei Händler vor Bildschirmen.
Marktbericht zum Rohstoffmarkt.

Mittelabflüsse aus Öl nahmen vergangene Woche aufgrund von Gewinnmitnahmen zu. Die Entwicklung der Rohstoffpreise wird von der US-Fed-Sitzung abhängen.

Gold führt auf Jahressicht mit 1,5 Mrd. USD die Mittelzuflüsse im Edelmetallsektor an. Physische Gold-ETPs (A0N62G) verzeichneten die 10. Woche in Folge Mittelzuflüsse, vergangene Woche wurden erneut 114,1 Mio. USD investiert. Zyklische Vermögenswerte, vor allem die Aktienmärkte konnten in letzter Zeit keine Fortschritte machen, obwohl es zur Verbesserung der globalen Konjunktur kam. „Aggressive Impulse kamen stattdessen von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), die für Überraschung an den Märkten sorgten und den Goldpreis unterstützen, da Anleger davon ausgehen, dass die Realzinsen für einige Zeit unter Druck geraten können“, erklärt Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions.

Silber, Platin und Palladium stellen Gold in den Schatten. Industriell genutzte Edelmetalle stellten vergangene Woche Gold (A0LP78) in den Schatten, ein Zeichen dafür, dass die pessimistische Anlegerstimmung die Talsohle erreicht hat. Investoren handeln vorsichtiger. Infolgedessen wurden in drei aufeinanderfolgenden Wochen Mittelzuflüsse in (A0N62F) Silber (43,1 Mio. USD) und (A0N62D) Platin (12,5 Mio. USD) verbucht. Während Palladium die beste Performance im Edelmetallsektor erzielte, ist es das einzige Metall, welches Nettoabflüsse im Jahr 2016 aufweist. „Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage mit einer abnehmenden Marktvolatilität verbessert und die Nachfrage aus der Industrie für globale Autoverkäufe zunimmt“, meint Hein.

Gewinnmitnahmen aus Öl-ETPs führen zu den größten Mittelabflüssen seit April 2015. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat vergangene Woche eine mögliche Bodenbildung des Ölpreises angekündigt. Investoren entschieden sich dennoch, ihre hart erkämpften Gewinne zu verkaufen, was zu Mittelabflüssen von 67 Mio. USD aus Long Öl-ETPs führte. „Brent (A1N49P) und WTI (A0KRJX) erreichten vergangene Woche ihren höchsten Stand seit Anfang Dezember 2015, dennoch bleibt die Volatilität erhöht und sorgt für Gewinnmitnahmen. Die Risikobereitschaft der Anleger bleibt defensiv“, so Hein. Obwohl die IEA berichtete, dass die US-Ölproduktion auf Jahressicht seit mehr als vier Jahren im Dezember 2015 erstmals wieder rückläufig war, notieren die Lagerbestände auf Rekordniveau (seit 1982). Darüber hinaus war der wöchentliche Anstieg der Lagerbestände der größte seit Aufzeichnung, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach wie vor geringer als das Überangebot am Markt ist.

 

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