Start ETF-Marktbericht ETF-Securities Rohstoffbericht – KW 49/2015

ETF-Securities Rohstoffbericht – KW 49/2015

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Aktuelle Hintergrundinformationen über die wichtigsten Rohstoffmärkte liefert der wöchentliche ETF Securities Marktüberblick.

Zuflüsse in Energie ETPs bestehen für die 4. Woche in Folge, trotz Beibehaltung des Status quo seitens OPEC. Energie ETPs verbuchten Nettokapitalzuflüsse in Höhe von 39,3 Mio. USD, weitgehend in WTI-Rohöl (A0KRJX) und Erdgas ETPs (A0KRJ3). Wie vorhergesagt, wurden etwaige Hoffnungen in das OPEC-Treffen in Wien vergangene Woche enttäuscht, da das derzeitige Produktionsniveaus trotz des anhaltenden Überangebots beibehalten wurde. „Der Mangel an Zusammenarbeit von Nicht-OPEC-Mitgliedern, namentlich Russland, Einschnitte bei der Förderung und Angebot zu diesem Zeitpunkt zu machen, gab OPEC die Möglichkeit, ihre eigenen Produktionsziele aufzugeben und mehr zu fördern“, so Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Germany & Austria Der Markt reagierte negativ auf diese Nachricht, sodass Brent-Rohöl bei einem neuen Mehrjahrestief von 42,5 USD pro Fass aus der Handelswoche ging.

Gold ETPs (A0LP78 & A0N62G) erleiden die 3. Woche in Folge Abflüsse von 58,6 Mio. USD. Gold stieg am Freitag 2,6 Prozent, nachdem der US-Dollar (DXY) am Donnerstag nach enttäuschenden politischen Schritten der EZB um 2,4 Prozent nachgab. Der Großteil der Kursbewegungen kam am Freitag nach einem robusten Arbeitsmarktbericht aus den USA, die den Markt dazu veranlassten, eine Zinserhöhung der Fed am 16. Dezember jetzt als eine „beschlossene Sache“ zu preisen. Hein dazu: „Wie wir zuvor hervorgehoben haben, wertete der US-Dollar im Laufe der letzten Fed Zinserhöhungen oft ab und Gold stieg (im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung), da die Märkte ‚das Gerücht verkaufen und die Tatsache kaufen'“. Der unerwartete Anstieg der Erwerbsbeteiligung, sowie den nach oben korrigierten (ohnehin schon starken) Arbeitsmarktbericht des Vormonats sorgten dafür, dass die US-Zinserhöhung mittlerweile vom Markt als so gut wie beschlossene Sache gilt. Frische Konjunkturmaßnahmen der EZB am Donnerstag blieben hinter den Erwartungen der Anleger zurück, was Investoren dazu veranlasste, die übermäßigen Short-Positionen auf den Euro abzubauen. Wir vermuten, dass auch übermäßige Short-Positionen in Gold geschlossen wurden und so den Preis unterstützten, müssen allerdings bis Freitag abwarten, bis die wöchentliche Veröffentlichung von CFTC-Daten dies bestätigen kann.

Rekordtiefpreise sorgen für Schnäppchenjäger in Edelmetall-Körben (A0N62H). „Wir konnten 7,8 Mio. USD in unserem ETFS Precious Metals Trust verbuchen, dem höchsten Stand seit 2014. Trotz der robusten US-Fahrzeugverkäufe, die sich derzeit auf einem 10 Jahreshoch befinden, hat eine Verkaufswelle im Palladium (A0N62E), bekannt für die Verwendung in Benzin-Katalysatoren, seinen Beitrag zu Mittelabflüssen in Höhe von 5,4 Mio. in Palladium-ETFs gehabt“ so Hein weiter.

ETFs Copper (A0KRJU & A1NZLL) sah die höchsten Mittelzuflüsse in 8 Wochen mit 5,1 Mio USD. „Die 10 größten chinesischen Hütten vereinbarten Produktionskürzungen von 350.000 Tonnen und damit ca. 1,5 Prozent der weltweiten Kupferproduktion des vergangenen Jahres. Dies weckte die Hoffnung auf eine Preiserholung in dem Industriemetall, das seit Jahresanfang um 27,7 Prozent zurückgegangen ist“, berichtet Hein.

 

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