Start ETF-Marktbericht ETFs: Kauflaunige Investoren beherrschen das Bild

ETFs: Kauflaunige Investoren beherrschen das Bild

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ETF-Marktbericht für Exchange Traded Funds

Aktien-ETFs dominieren den Handel. Investoren steigen ein und das in einer breiten Palette. Einzige Ausnahme scheint Lateinamerika: Die Schwellenländer rund um Anden und Amazonas bleiben unbeachtet.

FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Stimmung im Handel mit ETFs ist gut – trotz des leichten Rückgangs, den die Märkte heute verdauen müssen. „Der Fokus liegt auf dem US-amerikanischen Unternehmen Alcoa, das mit seinen Quartalszahlen traditionell die Berichtssaison eröffnet“, erklärt Bernardus Roelofs von Flow Traders. Die Alcoa-Zahlen gelten immer als Barometer für die kommenden Unternehmenszahlen und den Zustand der Wirtschaft.“ Das nicht positive Ergebnis drückt den Märkten seinen Stempel auf. Doch lassen sich ETF-Investoren davon nicht schrecken. Die Market Maker im Handel mit Index-Fonds berichten quer einheitlich von kauffreudigen Anlegern.

Bluechip-ETFs gesucht

Investoren sind eindeutig positiv gestimmt gegenüber den europäischen Indizes. Sie setzen auf Bluechips aus dem DJ Euro Stoxx (WKNs 593395, 798328,DBX1EU und ETFL02). Die breiteren Index ETFs, die sich aus dem DJ Stoxx 600 (WKN 263530) oder dem MSCI Europe (WKN A0M5X2 und 778444) zusammensetzen, stehen ebenfalls auf den Einkaufslisten.

DAX-ETFs gehören innerhalb Europa ebenso zu den Kaufpositionen (WKN 593393, DBX1DA und LYX0AC) oder der breite britische FTSE 100 mit dem db x-tracker FTSE 100 (WKN DBX1F1).

Bei ETFs auf US-amerikanische Indizes spielen der iShares MSCI North America (WKN A0J206) oder der iShares S&P 500 (WKN 264388) eine Rolle.

Investoren, die mit einer negativen Indexentwicklung in Europa oder Deutschland rechnen, sind eher auf dem Rückzug. ETFs wie der db x-Trackers short DAX (WKN DBX1DA) oder der db x-trackers short DJ Euro Stoxx (WKN DBX1SS) werden eher verkauft.

Exoten haben die Nase vorn

Bastian Ohta von der Unicredit Group beobachtet, dass vorwiegend Privatanleger – dies lässt sich aus den kleineren Ordervolumina schließen – auf exotischere ETF-Produkte setzen. „Die Investoren greifen nach ETFs, die wir nicht regelmäßig in den Büchern sehen.“ Sie kaufen beispielsweise den iShares Emerging Markets Small Caps (WKN A0YBR0). Ähnliches beobachtet auch Roelofs oder Mark Schönbrodt von der Dekabank. So wird der iShares S&P500 Acc (WKN A0YBR6) gekauft, ein ETF, der die Dividende reinvestiert oder der Fokus richtet sich gleich auf Dividenden-Strategie mit dem ETFlab DJ Euro Stoxx Select Dividend 30 (WKN ETFL07) bzw. Nachhaltigkeit wie im iShares DJ Euro Stoxx Sustainability 40 (WKN A0F5UG).

Grundstoffe ziehen

Gregor Hamme von der Unicredit Group, der Sektoren-ETFs betreut, sieht unter Investoren einen eindeutigen Zug zum Grundstoffsektor. „Basic Resources-ETFs wie der db x-trackers DJ Stoxx 600 (DBX1SB) werden am meisten gehandelt.“ Schönbrodt dagegen sieht bei Investoren einen Hang zum Bankensektor (WKN 628930).

Peking Oper kommt vor dem Tango

Die Musik bei Schwellenländer-ETFs spielt eindeutig in Asien. Investoren stellen sich entweder gleich breit auf und setzen auf die Wertentwicklung des MSCI Emerging Markets (WKN DBX1MA), iShares MSCI Far East (WKN A0HGZS) oder auf db x-trackers Asia (WKN DBX1AE). Wer auf einzelne Schwellenländer setzt, bevorzugt hier ebenfalls asiatische Kandidaten: Indien, Korea, Taiwan, Vietnam, China, Korea.

Lateinamerika spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Allenfalls Brasilien lockt einige Investoren (WKN LYX0BE). Unter den europäischen Emerging Market-ETFs sticht noch die Türkei ins Auge mit dem iShares MSCI Turkey (WKN A0LGQN).

Vorbereitung auf eine Zinserhöhung

Wie Schönbrodt meldet sind Renten-ETFs derzeit eher nicht angesagt. Geldmarkt-ETFs werden verkauft. Eric Wiegand von der Deutschen Bank bestätigt diesen Trend: „Investoren bereiten sich auf eine Zinserhöhung vor und sichern sich mit inversen Zins-ETFs ab. Der ETF-Handel ist eindeutig von Aktien-ETFs dominiert.“

Dieser Marktbericht ist dem Börse Frankfurt Fondsnewsletter entnommen. © Dorothee Liebing

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