Der Europa ETF-Wochenrückblick SPDR gibt einen Rückblick auf Zu- und Abflüsse in der europäischen ETF-Branche.

Die ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettoabflüsse von 364 Mio. USD. Haupttreiber waren Rohstoffe, die 827 Mio. USD verloren, während das Eigenkapital mit 254 Mio. USD Abflüssen folgte. Fixed Income verzeichnete starke Nettozuflüsse von 653 Mio. USD. Der Geldmarkt verzeichnete ebenfalls Nettozuflüsse von 47 Mio. USD. Das ergibt sich aus dem Europa ETF-Wochenrückblick SPDR der Kalenderwoche 31.

Abflüsse vor allen bei Schwellenländer- und Europa-ETFs

„Im Aktienbereich gab es in der vergangenen Woche bis auf eine Region Nettoabflüsse, angeführt von den Schwellenländern und Europa mit 336 Mio. USD bzw. 234 Mio. USD. Sogar die USA verzeichneten 115 Mio. USD Abflüsse, aber insgesamt gab es im vergangenen Monat noch gesunde 2 Mrd. USD Zuflüsse. Großbritannien erlebte eine ziemlich flache Woche, dies jedoch gegen den Trend in Europa, da der Juli der sechste Monat in Folge für Zuflüsse war. Global verzeichnete man erneut einen relativ starken Nettozufluss von 105 Mio. USD, so der Europa ETF-Wochenrückblick SPDR.

Gesundheits- und Immobilien-ETF aktuell am liebsten

Nach Wirtschaftszweigen habr sich der Gewinn der vergangenen Woche umgedreht, so dass er seit Jahresbeginn mit 240 Mio. USD der größte Abflusssektor sei. Das Gesundheitswesen sei mit 129 Mio. USD führend bei den Zuflüssen gewesen. Europäische Immobilien hätten 49 Mio. USD eingenommen, mehr als jeder andere europäische Sektor und der europäische Marktführer in diesem Bereich seit Jahresbeginn. „Der Technologiesektor hatte eine gedämpfte Woche mit 38 Mio. USD, aber seit Jahresbeginn ist US Tech mit 761 Mio. USD weiterhin der Branchenführer“.

Inflationsgeschützte Anleihen entpuppten sich als Verkaufsschlager

Im Bereich festverzinsliche Wertpapiere verzeichneten laut dem Europa ETF-Wochenrückblick SPDR Aggregate und Government Nettozuflüsse von 259 Mio. USD bzw. 532 Mio. USD. Inflationsgeschützte Wertpapiere hätten ungewöhnlich starke Nettoabflüsse von 217 Mio. USD verbucht. Investment Grade habe in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 113 Mio. USD angezogen. High Yield und andere hätten Nettoabflüsse von 35 Mio. bzw. 14 Mio. USD verzeichnet. „Im Government ETF Maturity Focus gewann das kurzfristige Ende der Kurve Nettozuflüsse von 482 Mio. USD, mit zusätzlichen 152 Mio. USD Nettozuflüssen in mittel- und langfristige Engagements. Der kurz- und mittelfristige Teil der Kurve war der einzige Abschnitt, der Nettoabflüsse verzeichnete und 22 Mio. USD verlorj“, berichtet SPDR.

Bei den Rohstoff-ETFs wurden 451 Mio. bzw. 358 Mio. USD durch starke Verkäufe in wertvollen und breit angelegten Rohstoff-ETFs abgebaut.

Aktien-ETFs in Europa: Abflüsse im fünften Monat in Folge

„Die Stimmung der Anleger verschiebt sich wieder in ein vorsichtiges Terrain, da in der vergangenen Woche die Abflüsse, die die diesjährige volatile Landschaft geprägt haben, wieder zurückkehrten.“ so kommentiert Axel Riedel, Vertriebsleiter Deutschland bei SPDR ETFs, die aktuelle Lage der vergangenen Woche am europäischen ETF-Markt.

„Am stärksten betroffen sind Aktien, die im Laufe des Monats einen Abfluss von 1,4 Mrd. USD hinnehmen mussten, obwohl dies zum Teil auf einen saisonalen Einbruch im Sommer zurückzuführen ist. Auch in Europa war das Bild mit den Abflüssen im fünften Monat in Folge düster. Aber, während die USA diese Woche schwach waren, konnten sie in diesem Monat trotzdem mit Einkünften von 2 Mrd. USD einen starken Start hinlegen.“

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.