Start ETF-Marktbericht Hoffen auf einen Umkehrschwung

Hoffen auf einen Umkehrschwung

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Nicht wenige Anleger halten den Ausverkauf an den Börsen für einen günstigen Einstiegszeitpunkt – auch wenn das nach Meinung einiger Market Maker zu früh sein könnte.

Institutionelle Kunden kaufen – aktuell zumindest. In einem Marktumfeld, in dem eine Nachricht die andere jagt, ist der Blick eher auf das akute Verhalten der Markteilnehmer gerichtet und weniger auf das der vergangenen Tage. Und die heute aktiven Markteilnehmer sind in Kauflaune. Nach Angaben der Market Maker von der HypoVereinsbank sei nach dem gestrigen Ausverkauf wieder alles gefragt. Das betrifft nicht nur die großen Indizes DJ Euro Stoxx 50 (WKN 593395) und DAX (WKN 593393), auch Banken-ETFs wie der iShares DJ Stoxx 600 Banks (WKN 628934) sind ebenso gesucht wie Grundstoffe im iShares DJ Stoxx 600 Basic Resources (WKN A0D8Q7).

MSCI USA und MSCI World und japanische Aktien machen das Rennen

Simon Klein von der Deutschen Bank berichtet über den Wochenverlauf sowohl von Käufen als auch Verkäufen in den von ihm betreuten ETFs, stellt jedoch einen Kaufüberhang fest. Investoren hätten Ende vergangener Woche und zum Wochenbeginn zu früh auf eine Rückschlag spekuliert. Es stehen vor allem der db x-trackers MSCI USA (WKN DBX1MU) und der db x-trackers MSCI World (WKN DBX1MW) im Interesse der Kaufwilligen.

Gesucht sind asiatische Portfolios, und vor allem japanische (WKN DBX1MJ). In Europa setzen Anleger auf den britischen FTSE 100 (WKN DBX1F1). Beim Dow Jones Euro Stoxx 50 (WKN DBX1EU) dagegen beobachtet Klein jedoch nur einen leichten Kaufüberhang.

Gemischte Gefühle gegenüber Rentenfonds

Während die Market Maker der HypoVereinsbank in den abgelaufenen sieben Tagen keine Änderung des Anlegerverhaltens registrieren – nach wie vor werden Fonds mit kurzen Restlaufzeiten oder geldmarktnahe Produkte gesucht – stellt Simon Klein nicht nur beim Tagesgeldfonds db x-trackers EONIA (WKN DBX0AN) leichte Abgaben fest. „Renten-ETFs werden heute eher verkauft.“

© 30. September 2008 / Dorothee Liebing
Dieser Beitrag wurde dem Börse Frankfurt Fonds-Newsletter entnommen.

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