Start ETF-Marktbericht Keine klaren Trends erkennbar

Keine klaren Trends erkennbar

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Das Handelsverhalten der Investoren zeigt vor allem eines: Niemand sieht zurzeit, wo die Reise an den Börsen hingeht und folglich sind die Beobachtungen der Händler widersprüchlich.

Die Probleme bei den Banken bewegen den Handel mit ETFs, wie die Designated Sponsors der HypoVereinsbank vom Handel mit ETFs berichten. „Dienstag und Mittwoch der vergangenen Woche konnten wir noch vergleichsweise viele Verkäufer im iShares DJ STOXX 600 Banks (WKN 628934) beobachten. “ Zum Ende der Woche habe sich die negative Stimmung gegenüber diesem Sektor etwas gewandelt. „Die ersten Käufer sind wieder auf den Plan getreten“, sagt ein Händler. Ein weiterer Sektor-Fonds, der neben den Banken ebenfalls gefragt war, ist der iShares DJ Stoxx Basic Resources (WKN 634472). Allerdings seien die Käufer nicht in dem Maße aufgetreten, dass man schon von einem Trend unter den Kaufwilligen sprechen könne.

Europäische Indizes, und das unabhängig ob Europa oder Eurozone, sind in dieser Woche wenig beliebt – zumindest nach Angaben der Händler der HypoVereinsbank. Anleger verkaufen in den großen Auswahlindizes mit dem iShares DJ Euro Stoxx 50 (WKN 593395), iShares DJ Stoxx 50 (WKN 593394) ebenso wie in dem breiten Index, dem DJ Stoxx 600 (WKN 263530). Ein anderes Bild sieht Eric Wiegand von der Deutschen Bank: „Bei europäischen Indizes, im DJ Euro Stoxx 50 (WKN DBX1ET) und in geringerem Maße der MSCI Europe (WKN DBX1ME) haben wir Käufer gesehen.“

Kein einheitliches Bild im Handel mit Länder-ETFs

Der Wunsch gezielt auf Länder zu setzen sei dagegen laut Wiegand nicht auszumachen. „Den DAX ETF (WKN DBX1DA) oder den französischen CAC 40-ETF (WKN DBX1AR) dagegen haben Investoren verkauft“, sagt Wiegand. Der britische Index mit dem db x-trackers FTSE 100 (WKN DBX1F1) werde eher ausgeglichen gehandelt. Und von der HypoVereinsbank kommt die gegenteilige Aussage. Im DAX konnten die Market Maker in den vergangenen Tagen vor allem Käufer sehen. „Vermutlich werden DAX-Stände unterhalb der 4.000er Marke als Einstiegskurs gesehen“, mutmaßt ein Händler. Eric Wiegand meint: „Hinter den widersprüchlichen Beobachtungen steht vermutlich eher eine Unsicherheit der Investoren gegenüber der Börse und weltweiten Konjunkturlage.“

© 24. Februar 2009/Dorothee Liebing
Dieser Beitrag wurde dem Börse Frankfurt Fonds-Newsletter entnommen.

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