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Rohstoffbericht KW 15: Weiterhin Zuflüsse in Gold-ETPs

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ETF Securities Rohstoffbericht
Der ETF-Securities Rohstoffbericht bietet einen Überblick über die wöchentlichen Entwicklungen der verschiedenen Rohstoff-Sektoren des ETF-Marktes.

Zuflüsse bei ETPs auf Gold und Abflüsse bei ETPs auf Rohöl sowie europäische Aktien meldet ETF Securities im Rohstoffbericht KW 15.

Gold weiterhin als „sicherer Hafen“

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten in der zweiten Woche in Folge Zuflüsse, da sich die Preise der Marke von 1.300 USD pro Unze nähern“, berichtet ETF Securities im aktuell veröffentlichten Rohstoffbericht KW 15 . „Nach dem Angriff auf Syrien mit 59 Tomahawk-Raketen warteten die Märkte mit angehaltenem Atem auf die offiziellen Reaktionen aus Russland und den USA. Auch die zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und Nordkorea schürten die geopolitischen Ängste im Markt. Folglich setzte Gold in der letzten Woche seinen Preisanstieg fort, sodass es am Freitag 1.285 USD pro Unze erreichte“, heißt es weiter. Auch die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0N62G), die 81 Mio. US-Dollar betragen hätten, seien weiter gestiegen. Seit sie vor 20 Monaten ihr Tief erreicht hätten, seien die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) auf 4,2 Mrd. US-Dollar angestiegen. Gleichwohl lägen sie immer noch 2 Mrd. US-Dollar unter dem Höchststand vom November 2012. „Die geopolitischen Spannungen könnten jedoch nachlassen, wenn die G7 ihre Haltung zur Krise überdenken. Sie könnten anders als 2014 Sanktionen gegen Russland ablehnen und stattdessen Gespräche mit Präsident Putin aufnehmen, um ihn zum Beitritt zur Allianz gegen Assad zu bewegen“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions at ETF Securities.

Rohstoffbericht KW 15: Gewinnmitnahmen bei ETPs auf Rohöl

„Bei Rohöl-ETPs kam es im Zuge des Preisanstiegs auf das Niveau von Ende Februar erneut zu Abflüssen“, berichtet der Rohstoffbericht KW 15 von ETF Securities. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Russland hätten zu einem Ölpreisanstieg geführt, sodass Brent (A1N49P) und WTI (A0KRJX) am vergangenen Dienstag Sechswochenhochs erreicht hätten. Laut dem jüngsten Ölmarkt­bericht der Internationalen Energieagentur sei das globale Rohölangebot im März um 755.000 Barrel pro Tag zurückgegangen, was der Vereinbarung zwischen den OPEC- und Nicht-OPEC-Ländern zugeschrieben werde. Auch die US-Öllagerbestände seien nach Angaben der Energieinformationsbehörde zurückgegangen, und zwar mit 2,1 Mio. Barrel pro Tag im größten wöchentlichen Umfang in diesem Jahr. Entsprechend hätten die Anleger, wie aus den Abflüssen von 8,6 Mio. US-Dollar und 24,4 Mio. US-Dollar bei Brent- (A1N49P) bzw. WTI-ETPs (A0KRJX) abzulesen sei, Gewinne mitgenommen. „Wir sind unverändert der Überzeugung, dass eine Preiskorrektur in den nächsten Wochen mehr als wahrscheinlich ist. Die US-Rohölförderung nimmt weiter zu, und die OPEC/Non-OPEC-Vereinbarung dürfte mit den derzeitigen Teilnehmern wohl kaum um weitere sechs Monate verlängert werden“, so Hein.

Deutsche und französische Aktien standen auf der Verkaufsliste

Abseits vom Rohstoffmarkt positionierten sich die Anleger vor den in Europa stattfindenden Wahlen. „Bei Short-DAX-ETPs kam es in der vergangenen Woche zu Zuflüssen von 4 Mio. US-Dollar und bei Long-DAX-ETPs zu Abflüssen von 6 Mio. US-Dollar. Während die Bundestagswahlen erst in einigen Monaten stattfinden, steht uns die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen bereits am 23. April ins Haus. Die Angst, dass eine der populistischen Parteien die Wahlen gewinnen könnte, befindet sich auf dem Höhepunkt, da die Wahrscheinlichkeit, dass Le Pen und Mélenchon in die Stichwahl kommen, steigt“, berichtet ETF Securities im Rohstoffbericht KW 15. Im Gegensatz dazu würden die Anleger ihr Engagement in US-Dollar gegenüber dem Euro reduzieren, nachdem Trump geklagt habe, dass der US-Dollar zu stark sei. „In Long-EUR-/Short-USD-ETPs flossen in der vergangenen Woche 14,2 Mio. US-Dollar, während aus Short-EUR-/Long-USD-ETPs 4,8 Mio. US-Dollar abflossen“, erklärt Hein.

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.