N26 sammelt 160 Millionen Dollar im Rahmen einer Finanzierungsrunde (Series C) ein. Die Finanzierung wird von Allianz X, der digitalen Investment-Einheit der Allianz Gruppe, sowie Tencent, einem führenden Anbieter von Internet-Anwendungen in China, angeführt.
Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gründeten N26 im Jahr 2013.

N26 sammelt 160 Millionen Dollar im Rahmen einer Finanzierungsrunde (Series C) ein. Die Finanzierung wird von Allianz X, der digitalen Investment-Einheit der Allianz Gruppe, sowie Tencent, einem führenden Anbieter von Internet-Anwendungen in China, angeführt.  Die Transaktion ist die nach eigenen Angaben bislang größte Eigenkapital-Finanzierung (ausgenommen Börsengänge) im Fintech-Sektor in Deutschland und eine der größten in Europa. Die Finanzspritze soll die globale Wachstumsstrategie vorantreiben. So will der Anbieter noch in diesem Jahr sowohl in den USA als auch in Großbritannien Fuß fassen. Insgesamt hat N26 bis heute 215 Millionen Dollar eingesammelt.

Fünf Millionen Kunden sollen her

Seit dem Markteintritt im Januar 2015 hat N26 (Zum N26 Testbericht auf Geld-Digital.de) mehr als 850.000 Kunden gewonnen und zählt zu den schnellst wachsenden Banken in Europa. Ziel ist es, bis Ende 2020 mehr als fünf Millionen Kunden zu gewinnen. N26 hat bis heute rund neun Milliarden Euro an Transaktionsvolumen abgewickelt und prognostiziert ein Transaktionsvolumen von mehr als 13 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. „Wir freuen uns sehr, dass Allianz X und Tencent unsere Series C anführen. Beide zählen nicht nur zu den führenden Unternehmen in ihren Branchen, Finanzdienstleistungen und Internet Services, sondern haben auch ein klares Verständnis davon, wie Technologie und Design Industrien verändern können“, sagt Valentin Stalf, Geschäftsführer und Mitgründer von N26.

Das erklärte Ziel des Fintech-Unternehmens ist es, Banking einfach und transparent zu machen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird Banking noch persönlicher machen, sind sich die Macher sicher. Die Bank der Zukunft wird für ihre Kunden viel mehr Probleme lösen als heutige Banken, heißt es weiter. „N26 ist ganz klar Vorreiter im Mobile Banking“, sagt Solmaz Altin, Chef für digitale Angelegenheiten der Allianz Gruppe. „Die N26-Bankplattform modernisiert das Geschäftsmodell von Finanzdienstleistern und verbessert das Kundenerlebnis.“ Auch der chinesische Partner gibt sich zuversichtlich: „Als Pionier im Bereich Mobile Banking in Europa hat sich N26 dazu verpflichtet, Kunden eine bequemere und günstigere Banking Erfahrung zu bieten. Wir sehen die steigende Nachfrage an digitalen Bankprodukten und -services im europäischen Markt und freuen uns sehr, als ein strategischer Investor eine langfristige Partnerschaft zu N26 aufzubauen und am Wachstum teilzuhaben“, sagt Lin Haifeng, geschäftsführender Partner, Tencent Investment of Tencent Holdings.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.