Start ETF-News Abgebremstes ETP-Wachstum im Januar

Abgebremstes ETP-Wachstum im Januar

113
Mann vor Aufstieg
Das weltweite Wachstum der ETF-Branche hat sich im Januar deutlich verlangsamt. Nach Nettomittelzuflüssen in Höhe von 53,8 Mrd. USD im Dezember waren es im Januar 11,8 Mrd. USD.

 

Das weltweite Wachstum der ETF-Branche hat sich im Januar deutlich verlangsamt.  Nach Nettomittelzuflüssen in Höhe von 53,8 Mrd. USD im Dezember waren es im Januar 11,8 Mrd. USD.

Aktuell verwaltet die Branche 2,7 Billionen US-Dollar, das sind aufgrund gesunkener Wertpapiernotierungen 4,7 Prozent weniger als Ende 2015. Das ergibt sich aus dem European Monthly ETF -Market Review des Monats Januar von Deutsche Bank Markets Research.

Wachstumstreiber war im vergangenen Monat vor allem die asiatische ETP-Branche. Sie steuerte 10,5 Mrd. USD zum globalen Wachstum bei. Den größten Anteil hatten dabei Aktien-ETFs, während Renten-ETFs leichte Abflüsse zu verzeichnen hatten. Auch die europäische ETP-Branche konnte weiter wachsen. Ihnen flossen im Januar weitere 2,3 Milliarden US-Dollar zu. Abflüsse wurden hingegen im US-ETP-Markt registriert. Dort zogen Investoren insgesamt 983 Mio. USD ab. Betroffen waren laut dem Report vor allem Aktien-ETFs mit minus 15,8 Mrd. USD sowie Rohstoff-ETCs mit minus 2,5 Mrd. USD. Hingegen hätten in den USA Renten-ETFs 13,3 Mrd. USD neue Gelder anziehen können.

Europäischer ETF-Markt Zu-/Abflüsse

Aktien

Einen Wachstumsrückgang bei den Zuflüssen verzeichnete auch die europäische ETF-Branche. Aktien-ETFs in Europa flossen im Januar laut dem Bericht von Deutsche Bank Markets Research  weitere 1,6 Mrd. EUR zu. Zum Vergleich: Im Dezember waren es noch 7 Mrd. EUR. Insgesamt waren dem Europäischen ETF-Markt im Januar 1,4 Mrd. EUR zugeflossen.

Gefragt waren laut dem Report vor allem ETFs auf europäische Aktienmärkte. Hier legten Investoren 2,8 Mrd. EUR neue Gelder an. Wie schon in den Vormonaten machten die breiten europäischen Aktienindizes den Hauptanteil der Mittelzuflüsse aus. Ihnen flossen 1,8 Mrd. EUR zu. ETFs auf US-Aktien sowie auf asiatische Aktien haben jedoch im Januar Mittelabflüsse verzeichnet. Im Dezember verbuchten beide Kategorien noch deutliche Mittelzuflüsse. Es waren dabei vor allem japanischen Aktien-ETFs, aus denen Investoren Kapital abzogen.  Die breit angelegten globalen Indizes verbuchten jedoch wie schon im Vormonat Nettozuflüsse, im Januar waren es 575 Mio. EUR. ETFs auf Schwellenländer-Aktien haben dagegen im Januar 951 Mio. EUR Nettoabflüsse registriert. Hier waren vor allem die globalen Schwellenländer-Indizes betroffen. Auch aus China-ETFs zogen Investoren Kapital in Höhe von 138 Mio. EUR ab.

Renten

Renten-ETFs konnten laut dem Januar-Report den positiven Trend aus dem Vorjahr nicht weiter führen. Sie verbuchten im Januar leichte Abflüsse von 161 Mio. EUR. Betroffen waren vor allem ETFs auf Unternehmensanleihen mit minus 806 Mio. EUR. Ihnen flossen im Dezember noch 1,3 Mrd. EUR zu. ETFs auf Staatsanleihen hingegen bestätigten den positiven Trend der Vormonate. Sie generierten Mittelzuflüsse in Höhe von 686 Mio. EUR.

Rohstoffe

Europäischen Rohstoff-ETPs generierten im Januar Nettomittelzuflüsse in Höhe von 700 Mio. EUR. Das entspricht mehr als 50 Prozent des gesamten Cash Flows des vergangenen Jahres. Gefragt waren laut dem Report von Deutsche Bank Markets Research vor allem Gold-ETPs mit Zuflüssen von 484 Mio. EUR. Auch Rohöl-ETPs konnten danach das Interesse von Investoren auf sich ziehen, mit Zuflüssen von 365 Mio. EUR im Januar.

Beliebteste Indizes

Beliebt bei Investoren waren im Januar vor allem Aktienindizes wie der Euro STOXX 50, der S&P 500 oder der MSCI World. Aber auch der DAX war bei Anlegern gefragt. Bei den Renten-ETFs waren vor allem Staatsanleihen aus den Schwellenländern gesucht. Aber auch ETFs auf deutsche sowie US-Staatsanleihen waren bei den Anliegern beliebt.

TEILEN
Vorheriger ArtikelETF kompakt: Einstiegs-Chance bei europäischen Aktien
Nächster ArtikelGOLD-ETC von Source erlebt Rekordnachfrage
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.